Die Bespitzelungsaffäre der Deutschen Telekom zieht immer weitere Kreise. Inzwischen ist von 60 betroffenen Personen die Rede. Nun werden auch von Seiten der Politik die Rufe nach einem Eingreifen der Bundesregierung lauter. Die Regierung müsse "endlich mal ihre Scheuklappen ablegen", sagte der Grünen-Rechtsexperte Volker Beck zu Handelsblatt.com.
Beck: "Handel mit persönlichen Daten grundsätzlich verbieten"
Weder Kunden- noch Verbindungsdaten seien bei den Telekommunikationsunternehmen sicher, sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag: "Ein löchriges Sieb bietet keinen umfassenden Datenschutz." Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Telekom sogar Mobilfunkgespräche der Kinder zweier Aufsichtsräte des Unternehmens widerrechtlich ausgewertet hatte. Beck forderte "strengere Regeln und mehr Kontrolle bei der Datenverarbeitung der Wirtschaft". Der Grundsatz "Meine Daten gehören mir" müsse wieder gelten und der Handel mit persönlichen Daten grundsätzlich verboten werden. "Nur wer informiert wird und aktiv einwilligt, dessen Daten dürfen gesammelt, ausgewertet und weitergegeben werden", sagte Beck.
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