Die derzeitige Marktlage im Mobilfunksegment ist schwierig. Das merkte jüngst auch Nokia, musste der finnische Konzern doch ein Umsatzminus von rund 30 Prozent für das dritte Geschäftsquartal bekanntgeben. Am heutigen Freitag rückte auch Mitbewerber Sony Ericsson mit seinen Quartalszahlen heraus. Diese lesen sich nicht ganz so bitter; der Umsatz ging allerdings auch hier zurück - um rund zehn Prozent.
Fehlbetrag von 25 Millionen Euro
Das Joint-Venture der Unternehmen Sony und Ericsson teilte am heutigen Freitag in London mit, dass einem Überschuss von 267 Millionen Euro im Vorjahr ein Fehlbetrag von 25 Millionen Euro für dieses Geschäftsquartal gegenübersteht.
Gründe für Rückgang: Währungseffekte und Konzernumbau
Als Gründe für den Fehlbetrag und einen Umsatzeinbruch von zehn Prozent auf 2,81 Milliarden Euro gab der Konzern Währungseffekte und Belastungen aus dem Konzernumbau an. Immerhin blieb die Anzahl der verkauften Mobiltelefone mit 25,7 zu 25,9 Millionen nur knapp unter Vorjahresniveau.
Durchschnittlicher Verkaufspreis sinkt auf 109 Euro
Da Sony Ericsson auch viele Schwellenländer mit günstigen Modellen bedient, rutsche auch die in der Branche wichtige Kenngröße des durchschnittlichen Verkaufspreises (Average Selling Price, ASP) von 120 auf 109 Euro ab.
Drittes Geschäftsquartal: Herausforderung
"Wie erwartet war auch das dritte Geschäftsquartal eine Herausforderung für Sony Ericsson. Wir haben uns hinsichtlich unserer Pläne, Geschäftsprozesse und Ressourcen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung anzugleichen, einige Schritte nach vorne bewegt, sodass wir jetzt von einer sehr flexiblen und kosteneffizienten Unternehmensstruktur sprechen können," so Sony Ericsson-Geschäftsführer Hideki Komiyama. "Wie bereits angekündigt, bleibt es unser Ziel, die Betriebskosten bis Ende des zweiten Quartals 2009 um 300 Millionen Euro zu senken. Mit den hieraus resultierenden Effekten rechnen wir in der zweiten Hälfte des Jahres 2009. Diese Pläne sind in vollem Gange und stimmen mit unseren Erwartungen überein."
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