Flagge von Ghana

Afrika: Aussichtsreicher Markt für Mobilfunkbetreiber

Immer mehr Firmen erkennen Potential und investieren Millionen

vom 05.09.2008 (1)

Nur einer von vier Afrikanern, Süd-Afrika ausgeschlossen, nutzt ein Mobiltelefon - das ist der weltweit niedrigste Anteil an Handynutzern. In afrikanischen Ländern wie Ghana entstehen wahre Schlachtfelder, da Firmen aus dem Funk-Bereich ihre Investitionen in diesem Sektor stark erhöhen. Zu haben sind: Einige hundert Millionen Handy-Erstbenutzer.

Bis Ende 2012 Verdopplung der Handynutzer

Bis Ende 2012 wird es in Afrika mehr als 500 Millionen Handynutzer geben, fast doppelt so viele wie Mitte 2008 (260 Millionen), prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics. "Schwarzafrika ist der letzte große, noch unangetastete Markt für Handys," sagt Sara Harris, Analystin bei Strategy Analytics.

US-Betreiber verhalten

Viele der weltweit agierenden Drahtlos-Service-Provider haben bereits das Potential in Afrika erkannt - US-Betreiber reagieren aber noch sehr verhalten auf den noch nicht erschlossenen Markt, da ihnen die nötige Erfahrung auf dieser Art von Niedrig-Investition-Absatzgebiet fehlt.
Dafür erwarb erwarb Vodafone UK im August einen maßgeblichen Anteil an Ghana Telecom, der westafrikanischen Nummer 3 der Funknetz-Firmen. Auch France Telecom, bereits stark in Westafrika vertreten, expandierte in Richtung Kenia, Afrikas größter Volkswirtschaft. Auch in Nigeria, einem großen Öl-Lieferant, sowie in einigen der ärmsten afrikanischen Ländern wie Chad tobt bereits der Wettbewerbskampf.

Stark umkämpfter Markt

Doch sind die afrikanischen Märkte nicht kampflos zu haben: Vodafone und France Telecom begegnen harter Konkurrenz, die sich bereits früher in der Region etabliert hat. Hierzu zählen unter anderem die südafrikanische MTN Gruppe, der kuwaitische Telekommunikationsanbieter Zain und die staatliche Emiratische Gesellschaft für Telekommunikation, kurz Etisalat. "Vodafone und France Telecom werden gegen die panafrikanischen Akteure wie Zain und MTN kein leichtes Spiel haben," so Harris. "Die werden sich nicht einfach überrollen lassen."

Wirtschaftliche Herausforderungen

Die Region stellt diverse wirtschaftliche Herausforderungen an Telefongesellschaften: Mobilfunk-Firmen erkämpfen sich hauchdünne Profite durch das Betreiben von kümmerlichen und kaum ausgebauten Netzen, den Verkauf von einfachsten Handys ohne jegliche Extras sowie das Sparen am Marketingbudget. "Investitionen in Afrika zu tätigen heiß nicht, unmittelbar hohe Gewinne einzufahren," sagt Harris. "Hier ist geduldiges Management gefragt."

Vodafone mit Erfahrung bei Märkten von Schwellenländern

Vodafone, auch in der Türkei und Indien agierend, ist kein Anfänger, wenn es um Märkte von Schwellenländern geht. Dem Serviceprovider gehören ein 50-Prozent-Anteil der südafrikanischen Vodacom und der einer Mobilfunk-Firma in Ägypten. "Vodafone meint es ernst mit seiner Expansion in Afrika," sagt Emeka Obiodu, Analyst des Forschungsunternehmens Ovum. "Mit dem Betreten Ghanas hat Vodafone die ersten Schritte auf Westafrika gesetzt und France Telecom klar gemacht, dass ihnen der Markt nicht kampflos überlassen wird." weiterlesen...

 

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Quelle: investors.com |Bildquelle: Wikimedia Commons | Autor: OS

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09.09.2008, 20:05 Uhr
ShyGuy
Coole Infos habt ihr da ausgegraben!


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