Der Handy-Markt scheint in Europa nahezu gesättigt zu sein. Während im ersten Quartal 2008 weltweit der Mobiltelefon-Absatz um 13,4 Prozent stieg, gingen die Verkaufszahlen in Westeuropa um 16,4 Prozent zurück. Das geht aus einer Studie von Gartner hervor. Das Marktforschungsunternehmen verzeichnete damit erstmals einen Rückgang der Handy-Verkaufszahlen in Westeuropa. Gartner analysiert den Mobiltelefon-Markt seit 2001.
Handy-Boom in Entwicklungsländern
Auch in Nordamerika verzeichnete Gartner mit einem Anstieg um 2,4 Prozent nur noch geringe Zuwachszahlen. In wirtschaftlich weniger weit entwickelten Regionen der Welt ist der Handy-Boom dagegen ungebrochen: In Latein-Amerika stiegen die Verkaufszahlen um 28,4 Prozent. Auch in Ost-Europa, dem Mittleren Osten und Afrika stieg der Mobiltelefon-Absatz zusammengenommen um 25,8 Prozent.
Nokia bleibt Nummer 1
Weltweit weiterhin unangefochtener Marktführer bleibt Nokia. Das Unternehmen verkaufte laut Gartner im ersten Quartal 2008 115,2 Millionen Handys rund um den Globus. Der Marktanteil liegt damit bei 39,1 Prozent.
Auf den Plätzen hinter Nokia reihen sich Samsung (Marktanteil: 14,4%), Motorola (10,2%), LG Electronics (8,0%) und Sony Ericsson (7,5%) ein. Während LG und Samsung Zugewinne verbuchen konnten, zählen Sony Ericsson und Motorola zu den Verlierern auf dem Handy-Markt: Sony Ericsson verkaufte im Vergleich zum ersten Quartal 2007 weniger Handys und musste die 4. Position in der Handy-Rangliste LG überlassen.
Weitere Verluse bei Motorola
Dramatisch sind die Verluste weiterhin bei Motorola: Nachdem das Unternehmen im ersten Quartal 2007 noch 47,6 Millionen Handys verkauft hatte, waren es in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur noch 29,8 Millionen Exemplare. Der Marktanteil sank damit von 18,4 auf 10,2 Prozent.
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