Die EU-Kommissarin Viviane Reding übt weiter Druck auf die Mobilfunkanbieter aus. Nachdem diese im vergangenen Jahr aufgrund von EU-Regelungen die Gebühren für Telefonate ins Ausland senken musste, fordert Reding nun einen Senkung der Gebühren für Inlands-Telefonate. Dazu sollen die sogennanten Terminierungsentgelte sinken.
Terminierungsentgelte sollen sinken
Terminierungsentgelte fallen dann an, wenn Kunden verschiedener Anbieter miteinander telefonieren. Ruft etwa eine Kunde von T-Mobile einen Kunden von Vodafone an, muss T-Mobile diese Gebühren an den Konkurrenten überweisen. Die Mobilfunkanbieter reichen diese Kosten an die Kunden weiter.
Reding: 1 bis 1,5 Cent
Laut Reding sollen die Terminierungsentgelte von jetzt im Durchschnitt 9,67 Cent pro Minute langfristig auf 1 bis 1,5 Cent sinken. Hierzulande liegen die Gebühren bei 7,92 Cent für Gespräche in die D-Netze von T-Mobile und Vodafone und bei 8,8 Cent für Telefonate in die E-Netze von E-Plus und O2.
Nationale Behörden am Zug
"Es ist Sache der nationalen Behörden, das zu regeln", sagte Reding der Zeitung "Financial Times". "Wenn aber der europäische Zusammenschluss der nationalen Regulierer (ERG) bis zu diesem Sommer keine brauchbaren Vorschläge macht, werde ich selbst eingreifen müssen."
LG rikeson