Dass Mobiltelefone der Gesundheit schaden können, konnte bislang nicht eindeutig bewiesen werden, der Verdacht steht jedoch weiterhin im Raum. Wissenschaftler der Universität Wien haben jetzt einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Tinnitus und häufigem Telefonieren mit dem Handy hergestellt.
Weniger mobil telefonieren
Tinnitus ist der medizinische Fachausdruck für Ohrgeräusche oder Ohrensausen, die ohne eine äußere Geräuschquelle für die Betroffenen hörbar sind. Die Forscher raten Handynutzern so wenig wie möglich mobil zu telefonieren, die Nutzung von Freisprechanlagen oder Festnetztelefonen.
Branche sieht keinen Gefahr
Die Mobilfunkbranche reagierte mit Ablehnung. Das österreichische Forum Mobilkommunikation (FMK) hält die Ergebnisse sogar für unbedeutend: Es sei wieder einmal eine einzelne Studie herausgepickt und als vermeintlicher Beweis für ein Mobilfunk-Risiko präsentiert worden. Die neuesten Arbeiten aus dem Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm würden besagen, dass Mobilfunk nicht in der Lage ist, das Auslösen und den Verlauf von Phantomgeräuschen wie Tinnitus zu beeinflussen.
Verdacht auf Tinnitus
Was jedenfalls unbestritten ist,- wenn jemand den Verdacht auf Tinnitus hat, muss er so rasch als möglich einen qualifizierten Arzt aufsuchen. Denn am Anfang ist Tinnitus gut behandelbar. "Tinnitus falschen Ursachen zuzuschreiben und nichts zu unternehmen, ist gefährlich," verweist Maier auf die Empfehlungen der Tinnitus-Liga.
Quelle: inside-handy.de |Bildquelle: photocase.de / Reto |Autor: CB