Handy-Herstellung bei Nokia

Nokia gibt Stellungnahme zu Subventionsvorwürfen ab

Konzern soll weniger Arbeitsplätze als vereinbart geschaffen haben

vom 19.02.2008 (0)

Der finnische Handyhersteller Nokia hat fristgemäß zur geforderten Rückzahlung von Subventionen für sein Bochumer Werk Stellung genommen. Wie ein Sprecher des Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums mitteilte, wehre sich Nokia in der am Dienstag eingegangenen rund 40-seitigen Stellungnahme gegen die Rückzahlungsforderung.

Konsequenzen für Nokia

Das Schreiben werde nun ausgewertet. In den "nächsten Tagen" solle über mögliche Konsequenzen entschieden werden, sagte der Sprecher. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, weniger Arbeitsplätze als vereinbart in Bochum geschaffen zu haben. Deswegen muss der Konzern möglicherweise 41 Millionen Euro an Subventionen zurückzahlen.

Verhandlungen werden fortgesetzt

Am Mittwoch (20. Februar) werden in Bochum die Verhandlungen über die Zukunft der Nokia-Beschäftigten fortgesetzt. Betriebsrat und Unternehmen werden darüber sprechen, wie möglichst viele Mitarbeiter eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen können.

Hintergrund

Am 15. Januar war bekanntgeworden, dass Nokia seine Handy-Produktion in Bochum einstellen und die Produktion bis Mitte 2008 nach Rumänien verlagern will. Diese Entscheidung löste große Proteste aus. 2300 Nokia-Beschäftigte sind betroffen, zudem sind bis zu 2000 Stellen bei Zulieferern und Leiharbeitsunternehmen in Gefahr.

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Quelle: ddp |Bildquelle: Nokia | Autor: CB

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