Das mobile Internet wird Realität

Studie: Mobiles Internet wird Realität

Harter Verteilungskampf um Umsätze im mobilen Internet

vom 07.02.2008 (0)
 

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Weiterer Anstieg bis 2011

Bis 2011 prognostiziert der Strategieberater einen weiteren Anstieg der durchschnittlichen mobilen Zeit im Internet um 220 Prozent. Anders als im Festnetz sind dabei die Rollen der Anbieter noch nicht fest verteilt. Somit könnten sich Netzbetreiber neben ihrem traditionellen Geschäftsfeld - der Bereitstellung von Übertragungskapazitäten - neue Teile der Wertschöpfungskette als Wachstumsfelder erschließen. "Die Renner des etablierten Internets werden sich dabei auch im mobilen Internet durchsetzen", ist sich Friedrich sicher. "Umsätze mit mobilen Ablegern von Social Communities, Newsdiensten und eCommerce-Angeboten werden solche mit Messaging-Angeboten wie SMS und Push-E-Mail mit großem Tempo überholen."

Offensiv und aktiv mitgestalten

Daher ist es für Mobilfunkanbieter erfolgskritisch, möglichst attraktiven Content über Kooperationspartner und offene Schnittstellen in ihre mobilen Vermarktungsplattformen einzubinden. "Mobilfunkanbieter können auf Dauer nicht kontrollieren, welche Angebote und Anwendungen Kunden auf ihrem mobilen Endgerät nutzen. Statt sie zu bekämpfen, müssen Netzbetreiber das mobile Web über offene Systeme offensiv und aktiv mitgestalten", so Friedrich weiter. Sollte ihnen das nicht gelingen, droht die sogenannte "Bit Pipe". In diesem Szenario könnten die Mobilfunknetzbetreiber weltweit nur ca. 274 Milliarden US-Dollar erlösen. Ein innovations-orientiertes Modell würde den Netzbetreibern dagegen einen Umsatz von etwa 480 Milliarden US-Dollar ermöglichen.

Tür zum Massenmarkt

Zumal die technische Entwicklung die mobile Datennutzung für Konsumenten künftig noch attraktiver macht. Bereits heute erweitert der mobile Übertragungsstandard High Speed Packet Access (HSPA) auf UMTS-Basis Übertragungsgeschwindigkeiten sprunghaft auf mehrere Megabit/sec.. Entsprechend leistungsfähige, mobile Endgeräte stehen ebenfalls zur Verfügung und öffnen damit endgültig die Tür zum Massenmarkt.

Erfolgsfaktoren: Servicewelten und offene Schnittstellen

Mobilfunkexperte Friedrich: "In der mobilen Zukunft sind solche Angebote und Anbieter erfolgreich, die unverwechselbare Servicewelten aufbauen und Kunden so mobilen Mehrwert stiften." Beim Aufbau solcher Servicewelten müssen Telekommunikationsanbieter sehr genau prüfen, welche Innovationen sie selbständig, welche in Joint Ventures und welche in funktionalen Partnerschaften realisieren. Für die verschiedenen Optionen zeigt die Booz Allen-Untersuchung klar definierte Charakteristika und Erfolgsfaktoren auf:

Inhouse-Entwicklung

Fokussieren auf wenige vielversprechende Projekte mit geprüftem großem Marktpotenzial. Der Netzbetreiber bildet den gesamten Innovations- und Entwicklungsprozess intern ab und bindet Zulieferer nur für ausgewählte Komponenten ein.

Joint Venture

Partner entwickeln das Geschäftsmodell: Der Betreiber konzentriert sich auf Steuerungsfunktionen und stellt Kapital bereit. Joint Ventures müssen klar positioniert sein. Gewinn- und Verlustkontrolle sind essentiell.

Partnerschaften

Beide Seiten entwickeln zentrale Service Elemente für alle beteiligten Partner. Monitoring und Budgetierung erfolgen gemeinsam. Im Prozess müssen zu erreichende Kennzahlen und Exit Points definiert werden. Mittels sorgfältig geplanter und strukturierter Partnerschaftsmodelle haben Netzbetreiber die Chance, einen signifikanten Teil des Marktes und der Wertschöpfung durch mobile Datendienste für sich zu sichern.

 

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Quelle: presseportal |Bildquelle: Cortado | Autor: KO

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