Der deutsche Markt für Mobilfunktarife wird zunehmend unübersichtlicher. Zahlreiche Unternehmen bieten eine Vielzahl von Tarifmodellen an und erhöhen das Angebot laufend. Professor Torsten J. Gerpott von der Universität Duisburg-Essen hat in einer Studie das Verhalten von 203 Probanden bei der Tarifwahl untersucht und herausgefunden, dass die Kunden nicht immer die objektiv beste Wahl treffen.
Konsumente-Empfinden entscheidet
Emotionale Faktoren wie Berechenbarkeit scheinen für die Kunden genauso wichtig wie die objektiven Tarifdetails zu sein. In seiner Untersuchung hat Gerpott dabei unterschiedliche Tendenzen festgestellt: Bei der Tarifwahl spielt die gefühlte Vorhersagbarkeit von Kosten eine große Rolle. Auch wenn eine Flatrate beispielsweise objektiv teurer ist als ein Alternativangebot, greift der Kunde eher zur pauschalen Flat-Abrechnung. Die Konsumenten neigen angesichts der Vielzahl an Tarifdetails außerdem zur Vereinfachung und betrachten bei ihrer Tarifwahl nur wenige Schlüsselfaktoren.
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