Der PDA- und Smartphone-Hersteller Palm rutscht tiefer in die roten Zahlen. Nachdem der US-Konzern bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erstmals seit vier Jahren ein Minus verzeichnete, setzt sich der Negativtrend auch im zweiten Quartal fort. Wie das Unternehmen bekannt gab, liegt der Umsatz nach vorläufigen Zahlen unter den bisherigen Prognosen.
Lieferverzögerung als Ursache
Der Verlust pro Aktie trifft ebenso wenig die vor wenigen Monaten getroffenen Vorhersagen. Grund für den Rückgang ist laut Palm die Lieferverzögerung eines wichtigen Produktes, dessen Zertifizierung im abgeschlossenen Quartal abgeschlossen werden sollte. Der Aktienkurs des Unternehmens brach nach Veröffentlichung der Zahlen ein.
Analysten hatten Gewinn erwartet
Im abgeschlossenen zweiten Quartal wird Palm einen Umsatz zwischen 345 Millionen und 350 Millionen Dollar verbuchen, so die vorläufige Prognose. Bislang hatte das Unternehmen mit 370 bis 380 Millionen Dollar gerechnet. Der Verlust je Aktie wird voraussichtlich bei acht bis zehn Cent liegen, Analysten hatten einen Gewinn von rund vier Prozent je Aktie und einen Umsatz von 376 Millionen Dollar erwartet, schreibt RTTnews. Im ersten Quartal lag der Verlust bei einem Cent je Aktie.
Aktienkurs rutscht ab
Die Unternehmensmeldung führt im nachbörslichen Handel zu einem Kursrutsch der angeschlagenen Palm-Aktie. Ende Oktober musste das Wertpapier bereits einen deutlichen Kursverlust verbuchen und verlor seitdem rund 50 Prozent ihres Wertes. Nachdem der Schlusskurs der Aktie an der New Yorker Technologiebörse NASDAQ gestern mit einem Plus von 4,27 Prozent bei 6,59 Dollar lag, fiel der Kurs im nachbörslichen Handel um zeitweise bis zu 17 Prozent.
Unvorhergesehene Reperatur-Ausgaben
Neben der Lieferverzögerung eines Produktes führt Palm unvorhergesehene Ausgaben für Reparaturen unter Garantie an. Zugleich erhöhten überraschend hohe Absätze des günstigeren Smartphones Centro den Margendruck. Diese drei Faktoren beeinflussen demnach die Bruttomarge des Unternehmens, die im zweiten Quartal voraussichtlich zwischen 29,5 und 30,0 Prozent liegen wird. Der bisherige Ausblick stellte dagegen eine Marge von 33,5 bis 34,0 Prozent in Aussicht. Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal werden am 18. Dezember veröffentlicht.
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