Mobilfunk Magazin
![]() | Magazinbeiträge 2005/06 | Vor OrtIn Helsinki bei F-Secure |
|
||||
Labor bestens geschützt Betritt man das Virus-Testcenter, so fühlt man sich ein wenig wie bei der NASA: In einem extra dafür angefertigtem Kubus testet F-Secure in Helsinki die neu entdeckten Viren, Würmer und Trojaner. Der „Raum im Raum“ ist ca 5x3m groß. Die Wände sind 5 cm dick und beinhalten einen Kupferkern. Kein Signal, sei es Bleutooth, Wlan, GPRS, GSM, UMTS, Irda etc, kann die Kupferwände durchdringen. So wird der bestmögliche Schutz gewährt, um die Viren, die gerade innerhalb des Raumes getestet werden, nicht nach außen dringen zu lassen. Die Tür erinnert an einen Safe, und wird über einen halben Meter langen Hebel geöffnet und auch wieder geschlossen.Keine Viren in freier Wildbahn Haben die Virenspezialisten einmal einen neuen Virus entdeckt, wird dieser ausschließlich nur in dem Kubus auf die Handys „losgelassen“. Die Ingeneure schließen sich ihrem Arbeitsplatz ein. Jetzt ist es ausdrücklich untersagt die Tür zu öffnen. Eine Warnlampe kennzeichnet dies Vorgang, damit niemand zufällig den Raum betritt. Es erinnert an eine Quarantänestation. Wenn man aber bedenkt, dass sich die Viren sofort an jedes Handy mit offener Bluetooth-Verbindung verschicken würden, sollte die Tür offen stehen, sind die Sicherheitsvorkehrungen nur verständlich. Alle Betriebssysteme am Start Den Virenspezialisten stehen in dem Kubus eine Vielzahl von verschiedenen Geräten zur Verfügung. Serie80-, Serie60-, Serie40-Handys und Smartphones/PocketPC werden hier absichtlich infiziert, um die Auswirkung der unterschiedlichen Malware, auf das jeweilige Betriebssystem, zu erforschen und um den Virenschutz für Handys noch effizienter bzw besser zu machen. Klares Schema zum Schutz vor Viren Der Vorgang ist klar strukturiert: Das Handy, auf dem sich der Virus eingenistet hat, wird gestartet. Zunächst wird erst einmal untersucht, ob sich der Virus auf dem Handy erkenntlich macht und den Nutzer in irgendeiner Art und Weise beeinträchtigt. Danach werden die anderen Testhandys gestartet und Bluetooth auf den Probanten aktiviert. Alle Schritte werden in Video und Bild festgehalten und protokolliert. Die Ingeneure müssen nun die folgenden fragen klären:
Kein Virus überlebt Nachdem alle Informationen gesammelt und protokolliert sind, werden ausnahmslos alle Handys formatiert und ausgeschalten. Es käme einen Supergau gleich, wenn ein infiziertes Handy noch aktiv wäre, sobald die Tür geöffnet wird. In den Bürokomplex befinden sich mehrere andere Unternehmen, unter anderem eine Bank, welche auch über Bluetooth ihren Datenaustausch durchführen, so ein F-Secure Mitarbeiter. Würde ein infiziertes Handy noch angeschaltet sein, wenn die Tür geöffnet wird, könnte sich der Virus problemlos im gesamten Gebäude, und im schlimmsten Fall schnell über ganz Helsinki verteilen. ![]() » Bildergalerie: Besuch bei F-Secure |
||||
| « vorherige Seite | nächste Seite » | |||
MOBILE



Betritt man das Virus-Testcenter, so fühlt man sich ein wenig wie bei der NASA: In einem extra dafür angefertigtem Kubus testet F-Secure in Helsinki die neu entdeckten Viren, Würmer und Trojaner. Der „Raum im Raum“ ist ca 5x3m groß. Die Wände sind 5 cm dick und beinhalten einen Kupferkern. Kein Signal, sei es Bleutooth, Wlan, GPRS, GSM, UMTS, Irda etc, kann die Kupferwände durchdringen. So wird der bestmögliche Schutz gewährt, um die Viren, die gerade innerhalb des Raumes getestet werden, nicht nach außen dringen zu lassen. Die Tür erinnert an einen Safe, und wird über einen halben Meter langen Hebel geöffnet und auch wieder geschlossen.

