Mobilfunk Magazin

Juni 2011 | Hardware

Tablet Samsung Galaxy Tab 10.1V im Praxistest

Internet, Navigation & Offices

Der Browser des Galaxy Tab stellt gewohnt schnell die aufgerufenen Seiten dar. Zum Anzeigen der komplexen Startseite von inside-handy.de benötigt der Browser über W-Lan 10 Sekunden. Per HSPA+ geht der Seitenaufbau nahezu genauso schnell von statten. Optisch wurde der Browser in Honeycomb etwas verändert und erinnert an die Desktop-Version den Google Chrome. Der Browser listet einzelne Tabs direkt in der Anzeige mit auf. Die Darstellung der Seite ist sehr gut. Vorteilhaft ist natürlich der große Bildschirm, so dass es eigentlich keiner Vergrößerung des Seiteninhaltes bedarf, da Texte auch ohne Zoom ausreichend groß dargestellt werden.

Wer will, kann per Pinch-to-Zoom mit einem Fingerspreiz den Inhalt anpassen. Das Zoomen geht allerdings nicht ganz so flüssig von statten, wie man es auf den Handys gewohnt ist. So genehmigt sich der Browser gut eine Sekunde, bis er die Texte nach der Vergrößerung scharf darstellt. Das Navigieren ist hingegen sehr flüssig. Nur bei sehr großen Seiten, läd er ad hoc den entsprechenden Inhalt beim Scrollen nach. Über ein entsprechendes Plugin lassen sich Flash-Inhalte direkt im Browser abspielen. Dies geschieht, je nach Internetverbindung, sehr zügig. Die Qualität der abgespielten Videos ist identisch mit der Qualität am heimischen PC. Alternativ zur Darstellung im Browser, lassen sich Youtube-Videos auch über die entsprechende Applikation aufrufen.

Für die Navigation verfügt das Galaxy Tab über Google Maps Navigation. Die Routenberechnung erfolgt hierbei ‚offboard‘. Das benötigte Kartenmaterial wird während der Routenberechnung direkt herunter geladen. Für den Satfix unter freiem Himmel brauchte der integrierte GPS-Empfänger zehn Sekunden. Auch in geschlossenen Räumen konnte eine Verbindung zu den Satelliten problemlos aufgebaut werden. Die Routenplanung lässt keine Wünsch offen. Neben der Möglichkeit, die Adresse händisch einzugeben, lässt sich auch eine Spracherkennung aktivieren. Die Ansagen sind klar und deutlich und erfolgen zur rechten Zeit. Die Anzeige ist leicht verständlich. Neben der Darstellung der üblichen Kartenansicht, lassen sich diverse Ebenen mit einblenden. So zum Beispiel die aktuelle Verkehrslage oder eine Satelittenebene für die reale Straßenansicht.



Der Kalender des Tablets präsentiert übersichtlich und komfortabel. Termine können mit dem Google Account abgeglichen werden. Der Anzeige wird wahlweise in Tages-, Wochen- oder Monatsansicht dargestellt. Übersichtlich präsentiert sich auch die Kontaktverwaltung auf dem Honeycomb-Tablet. Auf der linken Seite befindet sich eine durchscrollbare Liste, auf dem restlichen Bildschirm werden sämtliche hinterlegten Informationen zu den Kontakten angezeigt. Hierbei lassen sich eine schier von unzähligen Informationen dem Kontakt zu ordnen und abspeichern. In einem ähnlichen Aufbau zeigt sich Google Mail und erinnert an Outlook auf dem heimischen PC. Im linken Drittel befindet sich die Mail-Ordnerliste (Markiert, Gesendet, Postausgang, Entwürfe, alle Nachrichten, Spam, Papierkorb, Arbeit, Belege, Notes, Privat). Die rechten zwei Drittel des Bildschirms nehmen die Ansicht der Mails ein.

Der MP3-Player zeigt die Musiksammlung nach verschiedenen Unterteilungen wie Alben, Interpreten, Titel, eigene Playlisten, Genres und kürzlich gespielte Musik an. Die Alben-Cover sind in einer Art 3D-Darstellung aufgelistet und können mit einem Fingerwisch durchsucht werden. Während der Wiedergabe zeigt der Player das Cover an. Das gespielte Lied kann in Playlisten gespeichert werden. Eine Wiederholungsfunktion und die Möglichkeit der Zufallswiedergabe sind neben der obligatorischen Steuerung die einzigen Einstellmöglichkeiten. Einen Equalizer sucht man indes vergeblich. Die Qualität über die beiden an den Seiten verbauten Lautsprecher ist sehr gut, wenngleich ein wenig zu leise. Für die musikalische Hintergrundbeschallung im Park oder auf dem heimischen Sofa reicht sie allerdings aus. Die Ausgabe ist sauber, klanglich ausgewogen und klar. Verzerrung sind keine zu vernehmen. Die Wiedergabe über das mitgelieferte Headset weiss zu gefallen. Die Qualität ist sehr gut, die Lautstärke ausreichend und das Klangspektrum ausgewogen. Allerdings vermisst man den Equalizer, um bei dem einen oder anderen Lied ein wenig den Bass zu verstärken.

verwandte News zum Thema

Testcenter

Kommentare: 0

04.01.2012

Im Test: Samsung Galaxy Tab 10.1N