Mobilfunk Magazin

Juni 2011 | Hardware

Tablet Motorola Xoom im Praxistest

Display & Kamera



Das kapazitive 10.1 Zoll Widescreen HD-Touchdisplay des Motorola Xoom stellt bis zu 16 Millionen Farben in einer Auflösung von 800 x 1280 Pixeln dar. Während es an der Auflösung wenig zu meckern gibt, dürften Farben gerne etwas brillanter dargestellt werden. Auch die Display-Helligkeit ist nicht wirklich berauschend. Aufgrund der extrem spiegelnden Displayoberfläche bedarf es schon fast der höchsten Helligkeitseinstellung, um bei seitlichem Lichteinfall etwas erkennen zu können. Entsprechend schlecht kommt der Monitor mit direkter Sonneneinstrahlung klar. Punkten kann er bei Dunkelheit oder schwacher indirekter Beleuchtung. Die Helligkeit kann wahlweise automatisch oder manuell geregelt werden. Ein Bewegungssensor dreht die Displaydarstellung, wenn auch das Tablet gedreht wird – beim Motorola Xoom funktioniert das in alle Richtung, jedoch mit einer Verzögerung von ein bis zwei Sekunden.

Das Motorola Xoom ist mit einer 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Doppel-LED-Blitz sowie einer 2-Megapixel-Frontkamera ausgestattet. Als Auslöser fungiert ein entsprechendes Symbol auf dem Display. Der Auslöser reagiert mit etwa einer Sekunde sehr schnell. Auch die anderen Bedienelemente sind in allein stehenden Menübuttons und zudem in einer radförmigen Anordnung auf dem Monitor zu finden. Zuoberst sieht man zwei Buttons für den 8.0x-Digitalzoom. Unter dem Bedienrad gibt es virtuelle Drücker zum Umschalten auf die Frontkamera und Wechsel zwischen Kamera- und Videomodus. Ein kleines Bild des zuletzt geknipsten Fotos wird in der unteren linken Bildschirmecke angezeigt. Die Kamera verfügt über die Einstellungsmöglichkeiten:

*Blitzmodus (Automatisch, An, Aus)
*Weißabgleich (Automatisch, Glühlampenlicht, Tageslicht, Neonlicht)
*Farbeffekt (Keiner, Mono, Sepia, Negativ, Solarisieren, Tontrennung)
*Szenenmodus (Automatisch, Aktion, Portrait, Landschaft, Nachtaufnahme, Nachtportrait, Theater, Strand, Schnee, Sonnenuntergang, Stabilisierung, Feuerwerk) *Ort speichern (Ein, Aus)
*Fokussierungsmodus (Automatisch, Unendlich, Makro)
*Belichtung
*Bildgröße (5 Mio. Pixel, 3 Mio. Pixel, 2 Mio. Pixel, 1 Mio. Pixel, VGA)
*Bildqualität (Extrafein, Fein, Normal)
*Standardeinstellungen wiederherstellen



Bei den Fotoaufnahmen trat im Test ein Effekt auf, den man eher selten hat. Meist ist es so, dass Fotos oder Videos in der Voransicht zunächst einmal besser wirken, als in der Nachbetrachtung oder auf einem großen PC-Monitor. Bei dem Motorola Xoom ist es genau umgekehrt. Während die Aufnahmen in der Voransicht einen eher unscharfen und verschwommenen Eindruck machten, überraschten sie mit einer erstaunlichen Klarheit und Schärfe sowie satten Farben, wenn sie auf einem PC-Monitor oder nach der Aufnahme über die Android-Galerie betrachtet wurden. Das Doppel-LED-Blitzlicht leistet gute Arbeit und leuchtet einen mittelgroßen Raum gut aus. Ebenso wie bei den Fotos verhält es sich bei den Videoaufnahmen in 1280 x 720 Pixel (720p HD)-Auflösung, auch diese konnten, bei optimalen Lichtverhältnissen aufgenommen, durch überraschende Klarheit und einen flüssigen Bildlauf überzeugen. Erst bei Dämmerlicht zeigten sich deutliche Unschärfen und Bildrauschen.


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27.06.2011

Motorola-Tablet Xoom im Praxistest