Mobilfunk Magazin

März 2011 | Wissen

Near Field Communication: SIM-Karte statt Chip-Karte

Datenübertragung in kurzem Abstand

NFC
NFC basiert auf der bekannten RFID-Technik (Radio Frequency Identification ). Ein RFID-System besteht im wesentlichen aus einem Transponder auf dem Daten gespeichert sind (am oder im Gegenstand wie zum Beispiel auf einer Chipkarte) und einem einem Lesegerät. Die Daten auf dem Transponder können nur gelesen oder verändert werden, wenn das Lesegerät über ein elektromagnetisches Feld Energie auf den Transponder überträgt.

Ein NFC-System hingegen erfüllt auch weitere Zwecke. So können Geräte, die über NFC verfügen, nicht nur passive Tags auslesen, sondern auch aktiv untereinander kommunizieren (Peer to Peer).

NFC wird im 13,56-Megahertz-Frequenzbereich über eine Entfernung von bis zu zehn Zentimetern betrieben und es können nicht mehr als zwei Geräte an einer Transaktion beteiligt sein. Die Geräte werden miteinander verbunden, indem sie zueinander geführt werden. Dabei kann immer nur jeweils ein Gerät zu einer Zeit senden oder empfangen. Die Daten werden mit einer Geschwindigkeit 106 Kilobit pro Sekunde bis zu 424 Kilobit pro Sekunde übertragen.



Die Übertragung erfolgt entweder verbindungslos über RFID-Tags oder verbindungsbehaftet zwischen gleichwertigen Transmittern. Während die verbindungslose Nutzung keinen Schutz vor Attacken von Dritten bietet soll die verbindungsbehaftete Lösung ausreichend sicher sein, um beispielsweise Bezahlvorgänge zu erlauben.

Obwohl die NFC-TEchnologie zukünftig in zahlreichen technischen Geräten wie Digitalkameras, MP3-Playern oder Notebooks vorhanden sein soll, gibt es bislang nur einige vereinzelte Mobiltelefone, welche die Datenübertragung über kurze Distanz erlauben.

Alle verfügbaren Handys mit NFC-Unterstützung in der inside-handy.de-DatenbankNFC

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