Mobilfunk Magazin

Februar 2011 | Hardware

Tablet Touchlet X2G im Praxistest

Menü & Nachrichten

Auf dem Pearl Touchlet X2G arbeitet das Betriebssystem Android 2.2. Der Startscreen ist fünfseitig und lässt sich mit Widgets und Programm-Icons bestücken. Der seitliche Wechsel zwischen den Startseiten geschieht durch das Streichen mit dem Finger. Am oberen Displayrand sieht man die Android-übliche ausziehbare Statusleiste, welche über Akkuladestand, Ereignisse, Uhrzeit und Verbindungsstatus informiert. Am rechten Bildschirmrand ist eine Menüleiste zur Anwahl von Internetbrowser, Hauptmenü und Einstellungen angebracht. Die Navigation durch das Menü geschieht, außer über den Touchscreen, über die echten Tasten unter dem Display. Die Startseiten-Taste führt den Nutzer von jeder Ebene aus wieder zum Startbildschirm zurück. Die Menü-Taste öffnet das jeweilige Einstellungsmenü für Startseiten-, Browser- oder Anwendungsoptionen, je nachdem, in welcher Menü-Ebene oder in welcher Anwendung man sich gerade befindet.



Die Navigation durch das Menü läuft erstaunlich flüssig und ruckelfrei. Anwendungen öffnen sich fast ohne Verzögerungen. Sollte das Touchlet doch einmal mit den im Hintergrund laufenden Anwendungen überfordert sein, kann man diese über einen vorinstallierten Task-Manager schließen. Über den Navigationskey kann man durch die Menüstruktur navigieren – dieser wäre wegen des Touchscreens jedoch eigentlich gar nicht nötig. Über die Zurück-Taste gelangt man zur vorherigen Seite oder Anwendung und die Such-Taste öffnet die Google-Sucheingabe. Der Startbildschirm kann mit verschiedenen Hintergrundbildern versehen werden – Live Wallpaper werden nicht unterstützt. Im Hauptmenü findet man die Android-typischen bunten Icons für Einstellungsoptionen und Anwendungen in alphabetischer Reihenfolge auf schwarzem Hintergrund. Darunter verbergen sich teilweise Listenmenüs.





Der Inhalt des Hauptmenüs präsentiert sich werkseitig in etwas abgespeckter Version, im Vergleich zum Android-Menü auf Smartphones. So findet man aus lizenzrechtichen Gründen keinerlei Google-spezifische Anwendungen wie beispielsweise Google Mail, Google Kontakte, Google Maps oder Google Kalender. Diese ließen sich im Test auch nur über Umwege oder teilweise gar nicht auf dem Touchlet installieren. Der vorhandene Mail-Client unterstützt die Einrichtung mehrerer Konten beliebiger Anbieter. Bei der Mail-Konto-Einrichtung hilft ein Assistent. Über die komfortable virtuelle QWERTZ-Tastatur sind Texte schnell eingegeben. Als Anhänge lassen sich beliebige Dateien auswählen. Mails können mit dem Programm automatisch in verschiedenen Zeitintervallen oder manuell abgerufen werden, Push-Mail ist hiermit jedoch nicht möglich.



Es gibt keinen Android Market auf dem Touchlet X2G, stattdessen muss man auf das Pearl App Center zurückgreifen, das in Kooperation mit AndoidPit arbeitet. Hier sind zum Testzeitpunkt 2061 Anwendungen und Spiele zu finden. Teilweise sind die Anwendungen identisch mit denen, die es auch im Android Market gibt. Nachteil ist jedoch, dass bereits im Android Market erstandene kostenpflichtige Apps (die man sich beispielsweise für einen anderen Tablet-PC gekauft hat) hier theoretisch beim Download noch einmal bezahlt werden müssten, wenn man sie auf dem Touchlet laufen lassen möchte, da der Download und somit auch der Kauf über die Registrierung bei AndroidPit und nicht über den Android Market läuft. Nützlich ist, dass das Touchlet über einen Datei-Manager verfügt, über den die Ordner auf dem Tablet, der MicroSD-Speicherkarte oder USB-Sticks sehr komfortabel verwaltet werden können.



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