Mobilfunk Magazin

Dezember 2010 | Wissen

Windows Phone 7: Hubs und Qualität statt Quantität

Markteinführung: Nachfrage größer als Angebot

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Markteinführung: Nachfrage größer als Angebot

Microsoft hat ein neues Zugpferd auf dem mobilen Softwaremarkt. Das Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 ist seit dem 21. Oktober 2010 erhältlich und der offizielle Nachfolger der Software Windows Mobile. Diese wurde im Zuge der Einführung von Windows Phone 7 in Windows Phone Classic umbenannt, bleibt dem Markt aber weiterhin erhalten. Das HTC HD2 beispielsweise, besitzt die neueste Version 6.5 des überholten Betriebssystems.

Ein wesentliches Merkmal, das Windows Phone 7 von seinem Vorgänger unterscheidet, ist vor allem die auf Multi-Touch konzipierte Software, die mit den Fingern bedient werden kann. Zudem basiert das neue mobile Betriebssystem auf der Oberfläche von Microsofts MP3-Player Zune-HD. Windows Mobile hingegen setzt eher auf einen Stylus und ähnelt sehr dem Bild der Desktop-Variante von Windows.

Probleme bei Smartphone-Herstellern

Der Verkaufsstart der Windows-Phone-7-Geräte darf im Allgemeinen als recht positiv gewertet werden, jedoch hätte er für Microsoft um einiges besser laufen können. So war beispielsweise das HTC HD7 bei O2 bereits nach vier Tagen ausverkauft. Auch Vodafone hatte zum Start nur die Modelle LG Optimus 7 und HTC Trophy im Angebot. Das HD7 folgte mit ein paar Tagen Verspätung.

Die Knappheit war auf eine hohe Nachfrage und Lieferschwierigkeiten, die alle Hersteller der Smartphones gehabt haben sollen, zurück zu führen. Die Firmen waren nicht auf einen derart großen Nachfrage-Boom ausgerichtet. So hatten die Zulieferer Probleme bei der Produktion von Kamera-Modulen und Displays. Der Konjunkturrückgang und die Vermutung von rückläufigen Verkaufszahlen waren Gründe, die die Hersteller die Produktion haben reduzieren lassen.

Die hohe Nachfrage ist erstaunlich, denn Microsoft hatte - ganz im Gegenteil zu Apple - die Marketingmaschine nicht gerade mit dem besten Brennstoff befüllt. So hat das Unternehmen um den Gründer Bill Gates, kurz vor dem Marktstart von Windows Phone 7 einen Werbespot veröffentlicht in dem es heißt: "It's time for a phone, that save us from our phone." Will Microsoft uns vor unseren Handys retten indem sie auf die Einfachheit setzen? Es ist vielleicht nicht der beste Spruch um Handys zu verkaufen, zumal dieser sehr schnell missverstanden wird.

Auch gab es keine spektakulären Vorstellungen oder PR-Maßnahmen á la "Betrunkener findet iPhone 4 in einer Bar". Microsoft setzte hierbei ganz traditionell auf eine Pressekonferenz, die parallel in New York, Paris, London und Hamburg stattfand, auf der die neue Software vorgestellt wurde.

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