Mobilfunk Magazin
![]() | April 2009 | WissenGoogles unaufhaltbarer Siegeszug |
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Latitude – oder Big Brother is watching youDer Google-Dienst "Latitude" (zu Deutsch "Freiheit"), ist ein auf Google-Maps basierendes Tool, das die Lokalisation von Kontakten ermöglicht, die im Telefonbuch eines Handys gespeichert sind. Die Ortung kann allerdings nur dann erfolgen, sofern die eigenen Freunde der Einladung zu Googles Latitude folgen. Um den Service nutzen zu können, braucht man entweder ein Smartphone mit dem hauseigenen Betriebssystem Android, ein Farb-Blackberry, ein Gerät mit Windows Mobile 5.0 sowie höhere Versionen oder eins von Symbians S60-Handys. Eine Version für die Mac-Gemeinde soll bald verfügbar sein und dann auch das iPhone in den Dienst einbinden. Wie es geht: Der Standort kann nach einer Zustimmung automatisch von Latitude via GPS bestimmt werden – besitzt man kein GPS-fähiges Gerät wird die Position über die Empfangszellen des Mobilfunknetzes berechnet. Laut Google sind beide Angaben jedoch nur Annäherungswerte und bieten keine genaue Ortung. Wer mehr Kontrolle über die Verbreitung eigener Informationen haben möchte, kann eine manuelle Ortsangabe aus Google-Maps vornehmen, die auch vom Computer aus funktioniert. Möchte man in gewissen Momenten mehr Privatsphäre wahren, lässt sich die Ortung zeitweise abstellen – Vorsicht! Google weiß dennoch wo Sie sich gerade befinden. Was in vielen Sozialen Netzwerken bereits Alltag ist, lässt sich auch mit Latitude am Handy einbringen: Der Nutzer kann eine kurze Information zu seinem Gemütszustand oder momentanen Tätigkeit publik machen. Dies soll laut Google vor allem die Möglichkeit schaffen, in der Nähe befindliche Freunde zu kontaktieren, um mit ihnen etwas zu unternehmen. Die mobile Wissensfreiheit über die aktuellen Geschehnisse der eigenen Freunde funktioniert umgekehrt natürlich auch und könnte sich daher zu einem Eigentor entwickeln. Denn die Ausrede "Schatz, ich steh grad im Stau" funktioniert nicht mehr, wenn man tatsächlich mit dem Kumpel noch ein Bier in der Bar um die Ecke trinkt. Kurz gesagt, der Nutzer sollte sich darüber im Klaren sein, dass er mit diesem Service Anderen einen nicht unerheblichen Einblick in seine Privatsphäre gewährt.
Bildquelle: T-Mobile | Google.com | Android.com
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Latitude – oder Big Brother is watching you
Um den Service nutzen zu können, braucht man entweder ein Smartphone mit dem hauseigenen Betriebssystem Android, ein Farb-Blackberry, ein Gerät mit Windows Mobile 5.0 sowie höhere Versionen oder eins von Symbians S60-Handys. Eine Version für die Mac-Gemeinde soll bald verfügbar sein und dann auch das iPhone in den Dienst einbinden.

