Mobilfunk Magazin

Dezember 2008 | Praxis-Tipps

Erste Hilfe auf dem Handy

Nur für Österreicher

Erste Hilfe

HelmabnahmeDie Samariter in Österreich spendieren der Ersten Hilfe am Mobiltelefon ebenfalls eine eigene Webseite. Die nach Registrierung kostenlos herunterladbare Anwendung ist beeindruckend: Große Schrift, sehr sauber aufbereitetes Fotomaterial zur Illustration, da fehlt es an nichts. Zum Thema "Rettung aus Gefahr" gesellt sich das durchaus komplizierte Thema "Helmabnahme". Alle anderen getesteten Anwendungen haben auf die Helmabnahme verzichtet. Über die Vitalzeichenprüfung und stabile Seitenlage geht es zum Themenbereich Wiederbelebung. Auch hier eine Besonderheit: Das Kapitel gliedert sich in Herzdruckmassage, Beatmung und Nutzung eines Defibrillators.

Defibrillator Ein Defibrillator ist ein Elektroschockgerät, welches bei einem Herzflimmern zum Einsatz gebracht wird. So genannte Frühdefibrillatoren findet man in immer mehr öffentlichen Gebäuden und diese Geräte sind sehr wohl für die Anwendung von medizinischen Laien hin konzipiert. Die Basisbedienung eines Frühdefibrillators wird in der Erste-Hilfe-Anwendung der österreichischen Samariter gleich mit demonstriert. Außerhalb des Themas Unfall und Kreislaufstillstand, gehen die Samariter nur noch auf die Blutstillung ein.

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Während Verletzte in Deutschland mit dem so genannten Rautek-Griff aus einer Gefahrenzone gezogen werden, vertrauen die Samariter in Österreich einer Rückenschleiftechnik. Auch die stabilen Seitenlage wird in Österreich etwas anders hergestellt, als in deutschen Ersten-Hilfe-Kursen unterrichtet. Leider steht die blitzgescheite Hilfeanleitung der Samariter aus Österreich nur in Österreich zur Verfügung. Wer also nicht in Österreich wohnt und wessen Handynummer nicht mit dem Präfix 0043 beginnt, kommt an diese gut gemachte Handyanwendung zur Ersten Hilfe nicht heran.
Bildquelle: Samariterbund Österreich

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