Mobilfunk Magazin
![]() | August 2008 | Geld & FinanzenFallstricke der Mobilfunk-Discounter |
|
||||
Einfach, billig und ohne Verpflichtungen. Mit günstigen Minuten- und SMS-Preisen als Prepaid-Tarif ohne subventionierte Handys oder besonderen Service locken die Mobilfunk-Discounter die Schnäppchenjäger unter den Mobilfunk-Kunden. Gerne greift Verbraucher gleich zu mehreren Starterkits um Kinder, Oma oder Handschuhfach mit einem eigenen Anschluss auszurüsten. Doch was auf den ersten Blick so einfach und praktisch erscheint, kann auch ärgerliche Folgen haben. inside-handy.de hat sich das Kleingedruckte der Discounter genau angeschaut.
Simply "Simply und Gut" - was will der Mobilfunkkunde mehr? Einfach und gut läuft es beim Kauf des Sets tatsächlich. Schlecht sieht es nur aus, wenn der Kunde seinen Simply-Anschluss für drei Monate nicht nutzt oder sein Guthaben überzieht. In diesem Fall erhält der Kunde eine E-Mail mit der Aufforderung sein Guthaben aufzuladen. Tut er dies nicht, wird der Mobilfunkanschluss nicht etwa gesperrt und das eventuell überzogene Guthaben vom Konto abgebucht, nein, Simply sperrt den Anschluss und berechnet dem Kunden einen SIM-Kartenpfand von 29,65 Euro, den der Anbieter als „Schadensersatz“ für die Sim-Karte ansieht. Dies geschieht auch bei Verlust oder Beschädigung der Karte. Wer es schafft die ungenutzte SIM-Karte aus der Ecke zu kramen und diese per Einschreiben für weitere 2,60 Euro an das Unternehmen zurückzusenden, erhält das Pfand zurück. Mit Simply in Minus zu rutschen, kann auch ohne den Beitrag des Kunden geschehen – nutzt man seinen Anschluss zwei Monate in Folge nicht, zahlt man eine Nichtnutzungsgebühr von 1,79 Euro pro Monat. Wer Fragen bezüglich seines Tarifes hat, darf ebenfalls tief in die Tasche greifen – für 1,24 Euro pro Minute ist die Hotline erreichbar. Congstar Kunden, die auf T-Mobiles Discount-Angebot zugreifen, sind ebenfalls nicht vor Überraschungen gefeit. Congstar behält sich vor, seinen Kunden mit einer Frist von einem Monat schriftlich oder per SMS ohne eine Angabe von Gründen zu kündigen. Davon hat der Anbieter bereits mehrfach Gebrauch gemacht - in zahlreichen Internetforen sind Beschwerden von Congstar-Kunden zu finden, denen unbegründet gekündigt wurde. Dabei sind besonders die Nutzer verschiedener Flatrates betroffen. Eine Congstar-Flatrate steht also nur so lange für unbegrenzte Nutzung zur Verfügung wie es der Discounter zulässt.
[Bildquelle: Pixelio.de / Claudia Hautumm]
|
||||
| « zurück zur Übersicht | nächste Seite » | |||
MOBILE



Einfach, billig und ohne Verpflichtungen. Mit günstigen Minuten- und SMS-Preisen als Prepaid-Tarif ohne subventionierte Handys oder besonderen Service locken die Mobilfunk-Discounter die Schnäppchenjäger unter den Mobilfunk-Kunden. Gerne greift Verbraucher gleich zu mehreren Starterkits um Kinder, Oma oder Handschuhfach mit einem eigenen Anschluss auszurüsten. Doch was auf den ersten Blick so einfach und praktisch erscheint, kann auch ärgerliche Folgen haben. inside-handy.de hat sich das Kleingedruckte der Discounter genau angeschaut.
"Simply und Gut" - was will der Mobilfunkkunde mehr? Einfach und gut läuft es beim Kauf des Sets tatsächlich. Schlecht sieht es nur aus, wenn der Kunde seinen Simply-Anschluss für drei Monate nicht nutzt oder sein Guthaben überzieht. In diesem Fall erhält der Kunde eine E-Mail mit der Aufforderung sein Guthaben aufzuladen. Tut er dies nicht, wird der Mobilfunkanschluss nicht etwa gesperrt und das eventuell überzogene Guthaben vom Konto abgebucht, nein, Simply sperrt den Anschluss und berechnet dem Kunden einen SIM-Kartenpfand von 29,65 Euro, den der Anbieter als „Schadensersatz“ für die Sim-Karte ansieht. Dies geschieht auch bei Verlust oder Beschädigung der Karte.
Kunden, die auf T-Mobiles Discount-Angebot zugreifen, sind ebenfalls nicht vor Überraschungen gefeit. Congstar behält sich vor, seinen Kunden mit einer Frist von einem Monat schriftlich oder per SMS ohne eine Angabe von Gründen zu kündigen.
[Bildquelle: Pixelio.de / Claudia Hautumm]

