Mobilfunk Magazin
![]() | Juli 2008 | Im InterviewMotorola: "Die Talsohle liegt hinter uns" |
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![]() inside-handy: Herr May, nach dem Riesenerfolg der Razr-Serie und den vielen positiven Meldungen zu Ihrem Unternehmen bekommt man in der jüngsten Vergangenheit das Gefühl, dass Motorola aus den negativen Schlagzeilen nicht mehr herauskommt. Was ist bei Ihnen passiert? Olaf May: Nach dem Razr haben wir definitiv den Anschluss kurzzeitig mal links liegen lassen, aber aus meiner Sicht relativ schnell wieder die Kurve bekommen und mit Telefonen wie dem U9, aber auch dem Razr 2 am Markt Akzente gesetzt. Wir konnten aber logischerweise noch nicht wieder da anschließen, wo wir mit dem Razr aufgehört haben. ih: Welche konkreten Schritte leiten Sie aus dieser Erkenntnis ab? May: Es gab Zeiten, als Motorola probiert hat, Marktanteile um jeden Preis auszuweiten. Davon sind wir komplett weg. Wenn ich mir statt der Marktanteile die aktuellen Geschäftszahlen ansehe, haben wir mit 1.300 Mitarbeitern in Deutschland knapp 2,6 Milliarden Euro Umsatz gemacht, ein enorm positives Verhältnis. Wir haben ja in Deutschland nicht nur eine Vertriebsmannschaft, sondern das ganze Operations Team, die Finanzabteilung, ein enorm großes Ingenieurlabor,...
May: Allerdings nicht in Deutschland. Deutschland ist einer der Fokus-Märkte in Europa, wenn man den Marktanteil und die jährlichen Ergebnisse, die wir erreichen, betrachtet. Deutschland ist Benchmark für Europa. Dafür stehe ich einhundert Prozent und deswegen habe ich Deutschland noch nicht eine Person entlassen und habe das auch nicht vor. ih: Wenn wir uns allerdings die weltweiten Motorola-Ergebnisse im zweiten Quartal ansehen, macht es den Eindruck, als ob LG und vor allem Samsung mit Siebenmeilensteifeln von Motorola wegziehen. Wie sehen die Schritte aus, um die verlorenen Marktanteile wiederzugewinnen? May: Wie ich eben schon erwähnt habe, sind Marktanteile nur die eine Kennzahl. Wir haben diesen Wettbewerb um Marktanteile mal mitgemacht, werden uns in Zukunft aber nur noch darauf einlassen, wenn auch die Gewinne stimmen. Es macht keinen Sinn, das aus irgendeinem anderen Grund im Moment zu machen. Unsere Wettbewerber möchte ich nicht bewerten und es macht auch keinen Sinn, die Marktanteile eines anderen Unternehmens anzugreifen. Man hatte mal die Idee, in tausend Tagen Nummer eins zu werden. Diese Idee haben wir definitiv nicht mehr, sondern wir verfolgen das Ziel, profitabel zu wachsen. |
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