Mobilfunk Magazin

Mai 2007 | Wissen

WiMAX - UMTS-Killer oder Rohrkrepierer?

WiMAX in Deutschland

WiMAX in Deutschland
Im Dezember 2006 hat die Bundesnetzagentur die Frequenzen für WiMAX versteigert. Insgesamt wurden Lizenzen im Wert von 56 Millionen Euro versteigert. Von den sechs Unternehmen, die an der Versteigerung teilnahmen, erhielten fünf den Zuschlag: Die DBD Deutsche Breitband Dienste GmbH verfügt über eine der bundesweiten Frequenzen für den Einsatz von WiMAX. Zu den angebotenen Services zählen DSLonair, mit dem bisher unterversorgte Gegenden mit drahtlosen Breitband-Anschlüssen versorgt werden und MAXXonair, mit dem das Unternehmen DSL-Anbietern Konkurrenz machen möchte. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Heidelberg. Von deutschen institutionellen Investoren finanziert, ist besonders Intel als strategischer Investor hervorzuheben. Der Netzwerkspezialist hat in Berlin in Zusammenarbeit mit Intel Corporation das bundesweit erste Funknetz für Privatkunden auf Grundlage der standard-basierten WiMAX-Technik gestartet.

Die Televersa-Online GmbH hingegen ist vorallem regional in Süd/Ost Bayern tätig und bietet dort WiMAX-Fixed-Lösungen unter dem Markennamen Flying-DSL an. Ebenfalls WiMAX-Lizenzen konnten sich Clearwire Europe aus Luxemburg und die beiden italienischen Unternehmen Inquam Broadband und MGM sichern. Clearwire Europe ist eine Tochter des US-Providers Clearwire, der unter anderem bereits in Dänemarkt WiMax anbietet.

Im Vorfeld der Vergabe der Lizenzen wurde in Deutschland viel probiert und getestet. Motorola und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck zum Beispiel haben in Würzburg ein entsprechendes Pilotprojekt durchgeführt. Ziel dabei war es, herauszufinden, inwieweit innovative Technologien wie WiMAX dabei helfen können, Medienunternehmen erfolgreich in den Telekommunikationsmarkt zu führen.

In einem anderen Projekt arbeitete die Stadt Düsseldorf zusammen mit Technologiepartnern am Aufbau einer Wimax-fähigen Infrastruktur während der Fussball-Weltmeisterschaft 2006. Insbesondere lokale Sicherheitskräfte konnten dort von WiMAX profitieren.

Arcor bietet in Kaiserslautern mit AirMAX einen 1-MBit-Internetzugang plus integriertem Voice over IP-Sprachanschluss. Technisch realisiert wird das Angebot über WiMAX. Den Netzaufbau hat das Unternehmen gemeinsam mit den Technischen Werken der Stadt und deren Tochter K-Net und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) geplant und vollzogen.

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WiMAX: Kampf der Technologien
Bildquelle: pixelino/ Grace Winter

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