Mobilfunk Magazin

Februar 2007 | Hardware

Die größten Mobilfunk-Flops in Deutschland

Hardware-Ausfälle

Handy ohne Tastaturbeschriftung

Hardware-Ausfälle:
Es waren nicht immer Software-Probleme, weshalb Mobilfunkkunden in eine Shop zurückkehrten. Manchmal war es auch eine einzige Hardware-Funktion, die nicht befriedigend funktionierte und die Kunden auf die Palme brachte. Dabei zeigte sich klar: Wenn Verbraucher einer Marke nicht mehr vertrauen, kann dies zu einem ernsthaften Problem für das Unternehmen führen. In einem der drei hier aufgezeigten Fälle geschah das tatsächlich. In dieser Kategorie erhielt inside-handy.de sehr viel Feedback von Händlern, die uns ihre größten Technikbaustellen zeigten.

Siemens S65Prominentester Vertreter der Gattung "Großer Fehler" ist sicherlich das Siemens S65. Das inzwischen als "Elchtesthandy" in die Geschichte des deutschen Mobilfunks eingegangene Handy war technisch recht gut - mit Ausnahme seines Ausschalttons. Dieser war so laut, dass er zu einem Hörsturz führen konnte. Das Problem: Viele Handy-Nutzer waren mit dem Software-Update via Internet völlig überfordert und verlangten trotzdem eine schnelle Umsetzung. Das dafür benötigte Datenkabel lag dem S65 leider nicht bei. So hatten Fachhändler wochenlang damit zu tun, Handys auf den neuesten Stand zu bringen. Die Negativ-Schlagzeilen führten schließlich dazu, dass das Handy in den Regalen verstaubte.

Datenblatt des Siemens S65 anzeigen
Bildergalerie des Siemens S65 anzeigen

Motorola V980Auch Motorola-Kunden können ein Lied von einem Bauteil singen: Der schwache Akku des Motorola V980 und des E1000 führte zu massiven Kundenbeschwerden. Dabei legte das Handy eigentlich einen guten Start hin: Es war UMTS-fähi, hatte eine integrierte Kamera, konnte MP3s abspielen und verfügte sogar über ein ansprechendes Gehäuse. Doch das schnelle Datennetz zehrte an der Leistungsfähigkeit des Akkus: Viele Handys waren nach 24 Stunden schon wieder am Ladegerät - weit schneller als die 150 Stunden Standby-Zeit, die der Hersteller offiziell angab. Inzwischen wird das V980 für weniger als 100 Euro mit Prepaid-Karte angeboten.

Datenblatt des Motorola V980 anzeigen
Bildergalerie des Motorola V980 anzeigen

Sony Ericsson V800Akku-Probleme ganz anderer Art erfuhren die Kunden des Sony Ericsson V800: Nicht die Bereitschaftszeit des Energiespeichers, sondern seine Zusammensetzung änderte sich. Dabei hatte alles so gut angefangen: Das V800 war ein gut ausgestattetes und benutzerfreundliches - wenn auch recht klobiges - UMTS-Telefon. Als sehr praktisch wurde immer wieder hervorgehoben, dass man das Handy auch als UMTS-Modem für ein Notebook nutzen konnte. Doch in der Praxis zeigte sich schnell die Kehrseite des Gerätes: Kochend heiße Akkus, einige schmolzen sogar im Gerät. Obwohl der Hersteller das Problem des stylischen schwarzen Klapphandys schnell in den Griff bekam waren viele Kunden abgeschreckt.

Datenblatt des Sony Ericsson V800 anzeigen
Bildergalerie des Sony Ericsson V800 anzeigen

Bildquelle: pixelino/ Joachim Reisig, Siemens, Motorola, Sony Ericsson

verwandte News zum Thema

Allgemeine Mobilfunkthemen

Kommentare: 2

11.01.2005

Das größte Handy der Welt