Nachrichten verschicken übers Handy:
Lange Zeit dienten Mobiltelefone nur für einem einzigen Zweck da: Telefonieren. Sämtliche Zusatzfunktionen, die heutige Handys enthalten, mussten erst mühsam in die Geräte integriert werden. Wer 1992 ein Handy kaufte, erhielt ein Gerät zum Telefonieren, mit einem kleinen Telefonbuch sowie der Möglichkeit, SMS zu empfangen. Die kommerzielle Nutzung des Versands von Kurznachrichten mit bis zu 160 Zeichen war zunächst nicht vorgesehen. Doch der Dienst entwickelte sich schneller als erwartet und gilt inzwischen als eine der großen Einnahmequellen der deutschen Netzbetreiber.

Während bereits die ersten Geräte für den Empfang von SMS geeignet waren, gab es erst ab dem Jahr 1995 ein Handy im Handel, welches auch SMS versenden konnte: Das erste Handy, welches SMS senden und empfangen konnte war das Siemens S3 com. Hinter dem Kürzel "com" verbirgt sich die Kommunikations-Eigenschaft des Mobiltelefons aus deutscher Fabrikation. Mit Ausnahme der Nachrichten-Funktion konnte es sich spielend einfach in die Reihe der anderen Handys einfügen: 270 Gramm brachte es auf die Waage, seine Größe betrug 181 x 60 x 30 Millimeter.

Wirklich multimedial geht es erst seit 2001 zu, als die Multimedia-Mitteilung (MMS) Einzug hielt. Dabei war der technische Vorreiter das Ericsson T68i als erstes MMS-Handy auf dem deutschen Markt. Das Mobiltelefon kam 2001 auf den Markt und unterstützte die damals neuartige Multimedia-Mitteilung, die allerdings auf eine Größe von maximal 30 Kilobyte begrenzt war. Für Verbindungen war beim T68i gesorgt: Es unterstützte außerdem die Datendienste GPRS und HSCSD, auch verfügte es über einen Infrarot-Port.
Bildquelle: pixelino/ Sascha Sebastian, Siemens, Ericsson,
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