Lexikon | Sony Ericsson

Sony Ericsson

Die Sony Ericsson Mobile Communications AB, der Anbieter von Mobiltelefonen und weiteren mobilen Multimedia-Produkten der Marke Sony Ericsson, ist ein Joint Venture von der Sony Telekommunikationssparte (Digital Telecommunication Network Company - DTNC) und der Ericsson Endverbrauchersparte (Division Consumer Products - DCP), das paritätisch aufgeteilt ist. Der Hauptsitz des Unternehmens, das 3.500 Mitarbeiter beschäftigt, liegt in London. Forschung und Entwicklung wird an Standorten in Schweden, Japan, der Volksrepublik China, den USA und Großbritannien betrieben. Präsident des Unternehmens ist Miles Flint, Executive Vice President ist Jan Wäreby.

Geschichte:

Anfang der 1990er Jahre war Ericsson einer der größten Hersteller mobiler Telefone. Doch die Sparte Mobiltelefone zeigte im neuen Jahrtausend zunehmend Schwächen. Als Gründe für das schlechte Geschäft wurden Marketing- und Lieferprobleme sowie ein träges Management genannt. Zudem hatte die Führung von Ericsson die neuen Markttrends verschlafen und konnte somit nicht die Wünsche der Kunden erfüllen. Zwar war das technische Niveau der Ericsson-Geräte stets sehr hoch, doch das kantige Design verhinderte den kommerziellen Erfolg außerhalb des Businesskundenbereiches und drängte das Unternehmen an den Rand des Marktes. Zuletzt musste Ericsson jedes seiner Mobiltelefone mit knapp 60 Euro subventionieren, was zu hohen Verlusten und fast zum Konkurs führte. Ericsson und die Sony Corporation gaben am 24. April 2001 bekannt, ein Memorandum of Understanding unterzeichnet zu haben. Ziel war es, ein gemeinsames Unternehmen zu gründen, in dem weltweit die Mobiltelefon-Geschäftsbereiche beider Unternehmen zusammengeführt werden. Das neue Unternehmen mit dem Namen „Sony Ericsson Mobile Communications“ sollte von Ericssons wegweisenden Kompetenzen im Bereich der Telekommunikation und von Sonys Erfahrungen im Bereich der Unterhaltungselektronik profitieren. Die bestehenden Produktlinien unter den Markennamen von Ericsson und Sony wurden weiterhin beibehalten, bis die neue Marke eigene Produkte vorstellen konnte. Am 28. August 2001 einigten sich Ericsson und Sony darauf, ihre Mobiltelefon-Geschäftsbereiche zusammenzuführen und unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung, die beide Unternehmen zu gleichen Teilen an Sony Ericsson beteiligte. Sony stellte im Zuge der Verhandlungen die Bedingung, dass Sony Ericsson spätestens ab Ende 2004 Gewinn einfahren müsse, sonst würde man wieder aus dem Gemeinschaftsunternehmen aussteigen – diese Bedingung konnte im vierten Quartal 2003 erfüllt werden, als Sony Ericsson das erste Mal eine positive Bilanz vorweisen konnte. Am 11. September 2001 wurde das Joint Venture offiziell von den jeweiligen Managements von Ericsson und Sony genehmigt. Am 01. Oktober 2001 nahm das Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson Mobile Communications nach der Erteilung entsprechender Genehmigungen durch Wettbewerbsbehörden seine Geschäftstätigkeit auf. Das erklärte Ziel laut Pressemitteilung war es „in den nächsten fünf Jahren die Nummer eins für mobile Multimediaprodukte [zu] werden“. Gleichzeitig wurde auch das neue Logo der Marke „Sony Ericsson“ präsentiert.

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