Lexikon | Branding
Branding
Branding
Der Begriff Branding (engl. brandmarken) stammt ursprünglich von der Kennzeichnung von Herdenvieh. Rindern brannte man das Zeichen ihres Besitzers mittels eines heißen Metalls auf die Haut, wodurch sie unzweifelhaft zuzuordnen waren, da das Brandzeichen durch die vernarbte Haut untrennbar mit dem Tier verbunden ist.
Heute verwendet man den Begriff Branding
- im Marketing im übertragenen Sinne für den Prozess der Verknüpfung von Produkten, Dienstleistungen oder Personen (Personenmarken) mit einer Marke. Siehe auch Audio-Branding oder Markenmanagement.
- für Körperschmuck. Dabei werden mit heißem Metall Muster in die Haut gebrannt; die zurückbleibenden Narben haben für manche Menschen, ähnlich wie Tattoos oder Piercings den Stellenwert von Körperschmuck.
- beim Mobiltelefon das Verändern der Firmware durch den Netzbetreiber mit dem Ziel, eigene Netzwerkdienste zu offerieren. Oft sind diese Handys in ihrer Bedienung und ihrem Funktionsumfang dadurch eingeschränkt und besitzen auf ihrem Äußeren ein Logo des Netzbetreibers.
Inzwischen hat das Amtsgericht Potsdam entschieden, dass das Branding beim Mobiltelefon einen Mangel darstellt und zur Rückabwicklung des Kaufvertrages berechtigt. Voraussetzung ist, dass beim Kauf nicht auf das Branding hingewiesen worden ist (Amtsgericht Potsdam, Versäumnisurteil vom 3. Februar 2005; Aktenzeichen: 34 C 563/04 ).
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