slide-one-2x.jpg

‚Warum sollten wir ausgerechnet Sie einstellen?‘ – So machen Sie der gefürchteten Frage den Garaus

Die Bewerbung hat ihren Weg zum potenziellen künftigen Arbeitgeber gefunden, dieser hat Sie für gut befunden und zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Sie können beruhigt ausatmen – der erste Schritt in eine neue Zukunft ist gemacht. Der nächste Schritt besteht darinaus, das bevorstehende Gespräch vorzubereiten und so zu überzeugen, dass Sie die Stelle letztlich bekommen. Doch oh Graus – was kommt Ihnen in den Sinn? Die Frage nach dem „warum“: „Warum sollten wir ausgerechnet Sie einstellen?“

Zwar haben die Personaler einen ganzen Fragenkatalog, den sie vor dem künftigen Arbeitnehmer ausbreiten könnten. Doch genau diese Frage lässt Bewerber immer wieder schweißgebadet aufwachen und kurz vor Schluss die Nerven durchbrennen. Während der Personaler auf der anderen Seite des Tisches freundlich lächelt, geraten Sie unter Druck. Man fragt sich, warum ausgerechnet diese Frage gestellt wird. Schließlich saugt man sich höchstwahrscheinlich etwas aus den Fingern, um beim Gegenüber Eindruck zu schinden und im Gedächtnis zu bleiben. Anstatt nun panisch und fieberhaft über eine Antwort nachzudenken, spulen Sie noch einmal zurück. Zurück zu dem Zeitpunkt, an dem Sie das Gespräch noch gut vorbereiten können.

Das A und O: die Vorbereitung

Nr. 1: Ihre Stärken

Nichts geht über eine gute Vorbereitung. Man kann vor einem Vorstellungsgespräch nicht nur die Historie des Unternehmens vorbereiten, sondern auch die möglichen Fragen, die während eines solchen Gesprächs gestellt werden können. Die Frage nach dem „warum gerade ich“, wird damit beantwortet, dass man sich selbst und seine Persönlichkeit gut kennt. Um eine erste Basis für die Antwort zu haben, beginnt man mit der Motivfrage nach den eigenen Stärken: Was kann ich eigentlich? An dieser Stelle wird das Alleinstellungsmerkmal gefordert, welches uns einzigartig und bestmöglich von unseren Mitstreitern unterscheiden soll. Warum gerade Sie eingestellt werden sollen, lässt sich anhand von Stärken beantworten, die Sie mit Fallbeispielen aus Ihrem Lebenslauf belegen können. So wird der Argumentationsstrang direkt, konkret und anschaulich für den Personaler.

  • Das könnte Sie auch interessieren:

            Mit Personal Branding zum Traumjob

Nr. 2: Konkrete Aussagen

Diese spezielle Frage erlaubt Bewerbern auch, sich von seiner Schokoladenseite zu präsentieren – sprich, seine Fähigkeiten zu betonen und zu unterstreichen. Wie in vielen Situationen des Lebens ist dies ein schmaler Grat, der schnell ins Eigenlob kippen kann. Natürlich müssen Sie nicht Ihre gesamte Lobesliste ausrollen, doch drei oder vier Stärken dürfen auf dem Silbertablett gereicht werden. Bleiben Sie bei den Ausführungen Ihrer Stärken konkret, schweifen Sie nicht in diffuse Beschreibungen ab und lügen Sie schon gar nicht das Blaue vom Himmel herunter. Kurze, präzise Aussagen reichen völlig aus, um den Personaler überzeugen zu können – zum Beispiel: Wenn Sie schnell eine Bindung zu Kunden aufbauen können, dann sagen Sie es genau so, wie Sie es auch meinen.

Zwar haben sich Worte wie „flexibel“ oder „perfektionistisch“ in den Wortschatz für Bewerbungen geschlichen und integriert, dennoch sind auch sie nicht immer präzise. Anstatt anzugeben, dass man zeitlich flexibel sei, könnten Sie auch konkret mitteilen, dass Sie bereit für Dienste außerhalb der Arbeitszeiten sind.

Neben den Stärken können auch Schwächen als Antwort auf die Frage „warum sollten wir Sie einstellen?“ dienen. Wenn Sie sich schlichtweg als Alleskönner präsentieren, wirkt dies wahrscheinlich unglaubwürdig. Schwächen können so formuliert werden, dass Sie ihrem Gegenüber signalisieren, dass sie lernwillig und lernfähig sind. Sind in dem Job möglicherweise Fremdsprachenkenntnisse nötig, so könnten Sie zugeben, dass Ihr Englisch noch nicht auf dem Level ist, auf dem Sie es gerne hätten. So zeigen Sie zum einen Ihre Stärke – nämlich dass Sie auf einem recht guten Level Englisch können -, zum anderen aber auch ihre Schwäche, die Sie bereit sind, zu beheben. Mit der Formulierung signalisieren Sie, dass Sie bereit sind, zu lernen.

Nr. 3: Ruhig Blut!

Ist der Tag gekommen, an dem das Vorstellungsgespräch stattfindet, so bewahren Sie Ruhe und besinnen sich auf die Dinge, die Sie vorbereitet haben. Die Frage nach dem „warum“ ist eine Frage wie jede andere auch, die sich selbstbewusst beantworten lassen kann. Denn nur wenn Sie von sich selbst überzeugt sind, können andere es auch sein.

  • Siehe auch:

Das Vorstellungsgespräch – Worauf es im Job-Interview ankommt

 

 

 

[Mit Material von Edition F und KarriereBibel]

Lesen Sie auch:

Generationen überwinden: So meistert man den Alter... Ausbildung? Fertig. Studium? Absolviert. – Dann nichts wie rein in den Job. Naturgemäß gehört man als Berufsstarter im neuen Umfeld zu den jüngeren an...
Tipps zu Stimme und Körpersprache bei Präsentation... Die Geschäftszahlen, ein Tagesordnungspunkt bei einer Tagung oder bei der einfachen Redaktionskonferenz – Präsentationen und Vorträge sind in der Beru...
„Lügen“ im Vorstellungsgespräch – Der Bewerber ist... Phrasen über Phrasen. Satzbausteine für Bewerbungs- und Arbeitsgespräche kennt jeder. Es gibt No-Gos und Ausdrücke, die man in jedem Fall unterbringen...
„Auf das Ergebnis kommt es gar nicht an“ – T...     Neues Jahr, neues Glück! Glück ist ein gutes Stichwort. Wie geht man viel Glück um. Konkret: Was passiert, wenn gleich mehrere pot...

3 thoughts on “‚Warum sollten wir ausgerechnet Sie einstellen?‘ – So machen Sie der gefürchteten Frage den Garaus

  1. Pingback: Worauf es beim Assessment-Center ankommt - Die TK-Jobbörse

  2. Pingback: Brainteaser: Die kniffligsten Fragen im Vorstellungsgespräch

  3. Pingback: An alle Chefs: Verbotene Fragen im Vorstellungsgespräch

Schreibe einen Kommentar