Test des Sony Ericsson K850i

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Einführung

Test-Datum: 04.12.2007
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Sony Ericsson k850i: Draufsicht
Lange Zeit sah es so aus, als könne nichts und niemand den Aufstieg von Sony Ericsson als „die Entertainment-Marke bei Handys" stoppen. War schon das T68i eine Kampfansage an den Wettbewerb, ging es so munter weiter: Walkman und Cybershot sind nicht nur Markennamen, sondern auch immer technische Statements. Doch seit Nokia, lange genug paralysiert, mit dem N95 und damit mit einem 5-Megapixel-Handy wieder die Obermarke setzte, wartete die Fangemeinde auf ein entsprechendes Pendant der japanisch-schwedischen Ingenieure. Mit dem K850i, das nun endlich im Handel ist, kommt Sony Ericsson nun ein Jahr später ebenfalls in der Liga der hoch auflösenden Gentlemen an. Zu spät? Das wird der inside-handy.de-Test klären.

Verpackung & Lieferumfang

Sony Ericsson k850i: VerpackungLack, wohin das Auge schaut: Nicht nur das Handy, selbst die Umverpackung kommt schwarz, hoch glänzend und edel daher. Das Design des K850i, bei uns in schwarz eingetroffen, findet sich sogar in den grünen Rallyestreifen wieder, die Mobiltelefon und Schachtel gleichermaßen tragen.

Einmal geöffnet, sieht man sich zunächst dem in schwarzen Lack-Karton eingebetteten Telefon gegenüber. Direkt darunter findet man das mitgelieferte Zubehör: Ein Stereo-Headset mit Rufannahmetaste, jedoch leider ohne Anschluss für ein anderen Kopfhörer. Ebenfalls dabei ist eine Speicherkarte, deren Größe hier 512 Megabyte beträgt, sich jedoch vermutlich von Netzbetreiber zu Netzbetreiber unterscheiden wird. Ansonsten erwartet den Käufer „das Übliche": Ladegerät, Handbuch und Software. Da fehlt nichts.

Sony Ericsson k850i: Lieferumfang
 
Die inside-handy Wertung: 100%

Verarbeitung & Design

Sony Ericsson k850i: offenes Gerät hinten
Sony Ericsson k850i: TastaturEndlich mal wirkliche News von der Akkuklappen-Front: Hier hat mal jemand das Konzept neu durchdacht und die Zufuhr von Batterie, SIM-Karte und Speicherkarte an den Fuß des Handys verbannt. Alle drei Dinge werden eingeschoben, und das so einfach und schnell, dass man sich unweigerlich fragt, warum das nicht schon lange zuvor gemacht wurde. Die Klappe selbst wird zunächst geschoben und dann nach oben gedrückt - das klingt komplizierter als es ist.

Das K850i sieht keineswegs so aus wie ein aufgebohrtes K800i, wobei dieses Prädikat ja nun auch schon dem K810i gehört. Das Mobiltelefon kommt gänzlich in schwarzem Schleiflack daher, die einzigen abweichenden Farben liefern die Tasten, der seitlich glänzende Streifen, der Navi-Ring sowie, natürlich, das eingeschaltete Display. Der Haken an der ganzen Angelegenheit: Ohne ein Wischtusch kommt der K850i-Beistzer kaum aus, ist doch nach jeder Berührung umgehend ein verdächtiger Abdruck auf dem Telefon zu sehen.
Das Gerät selbst ist, und das überrascht, recht schwer. Das ist jedoch kein Minuspunkt, verleiht das Gewicht doch einmal mehr den Eindruck, etwas wirklich Wertiges in der Hand zu halten.

Sony Ericsson k850i: GrößenverhältnisDie Aufteilung der Vorderseite ist zugunsten des Displays und damit zu ungunsten der Tastatur verschoben worden. Das denkt man zumindest erst einmal. Aber hier fehlt schlicht und einfach nur das sonst bei praktisch jedem Handy vorhandene Steuerkreuz. Das findet man nun inmitten der oberen Tasten wieder, sehr zum Erstaunen vieler Kunden, die hier eine klare Trennung gewohnt sind.

Doch nicht nur das Steuerkreuz ist nicht mehr da, wo es mal war, auch die anderen Tasten verhalten sich ungewöhnlich. So sind als Softkeys sowie als Bestätigungstaste berührungsempfindliche Punkte direkt unter dem Display eingelassen worden, die man recht präzise antippen sollte, um Erfolg zu haben.

Ebenfalls eine Besonderheit sind die Rufannahme- und Beenden-Taste, die nun mal wieder beide einen Hörer erhalten haben. Für den Sony Ericsson-Puristen sicherlich kein Kaufgrund, für die Siemens-Umsteiger hingegen bestimmt.

An der Unterseite des Handys ist der ungeschützte Anschluss für ein Lade- oder Datenkabel, oben können M2-Speicherkarten eingeschoben werden, der Rest des Handys ist frei von Anschlüssen. An der Oberkante ist der etwas klein geratener An- und Ausschalter, den man nur mit Fingerspitzengefühl gut bedienen kann. Auf der rechten Seite findet man den Kippschalter für die Lautstärke. Die Spaltmaße sind sehr gering und die Tasten weisen keinerlei Angriffsflächen für Schmutz und Staub auf. Das Handy wirkt sehr robust. Es scheint auch einen Sturz ohne größere Schäden überstehen zu können. Kratzer werden Sie jedoch erwarten dürfen - dafür ist die Kunststoffoberfläche nicht stabil genug. Die Anschlussstelle - für Headset, Ladekabel und USB-Kabel auf der Unterseite - lässt sich das Anschließen von Zubehör konfliktfrei gefallen. Es hält gut und kann nicht unbeabsichtigt, etwa in der Tasche, herausrutschen.

Sony Ericsson k850i: AkkuanschlussDas K850i liegt aufgrund seines Gewichts hervorragend in der Hand, die Tasten sind ohne große Verrenkungen erreichbar und auch im Dunkeln gut zu erfühlen. Blind SMS-Tippen ist damit zwar möglich, jedoch aufgrund der Größe der Tasten kein einfaches Unterfangen. Man ahnt mehr, auf der richtigen Taste gelandet zu sein, als es zu wissen.

Auf den ersten Blick verwirrend angelegt sind die Funktionstasten, sind diese doch so dicht an der unteren Displaykante, dass man den Eindruck hat, eher mit einem Touchscreen denn mit einer Sensortaste zu werkeln. Auch wenn sich der Effekt schnell relativiert, macht er doch einiges von der Coolness des Telefons aus. Nach kurzer Zeit bedient man die Tasten blind. Immerhin ist zwischen den Tasten ausreichend Platz, um nicht aus Versehen falsch zu drücken. Der Vibrationsalarm ist gut spürbar und funktioniert sowohl mit als auch ohne Klingelton.

Eine weitere echte Neuheit im K850i ist der Navigations-Kranz in der Mitte der Tastatur. Da, wo vor kurzem noch ein Joystick Vergnügen bereitete, ist nur inmitten der Tasten eine viereckige Leiste, die den alten Navi-Key ersetzt. Damit zu arbeiten ist gar nicht so schwierig, umso irritierender ist die Verwendung des darüber befindlichen Softkeys als Bestätigungstaste. Der Grund dafür ist simpel: Wenn man seit zehn Jahren immer etwas in der Mitte drückt, macht man das auch noch eine ganze Weile weiter. Im Gegensatz zu einem Telefon wie dem SX1 von Siemens ist die Umgewöhnung jedoch recht zügig vollzogen, und wenn man das Handy nicht so oft wechselt, sollte man sich auch schmerzfrei daran gewöhnen.

 
Die inside-handy Wertung: 91%
 
 

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