Test des simvalley MOBILE XT-520 SUN
| Test-Datum: | 02.12.2010 |
| Software Version: | Eigenentwicklung |
| Testversion mit Branding: | nein |
| Test-Autor: | CKr ![]() |
![]() Das Simvalley XT-520 macht mit seinem leuchtendgelben Impact Protector schon auf den ersten Blick dem Namenszusatz „Sun“ alle Ehre. Von harten Umwelteinflüssen soll sich das Outdoor-Handy laut Hersteller nicht beeindrucken lassen, denn angeblich machen ihm ein Sturz aus bis zu zwei Metern Höhe oder Regenwasser nichts aus. Mit Solarzellen auf der Rückseite saugt es sich Energie aus Sonnenlicht und mit einer Taschenlampe sorgt es auch bei Dunkelheit für gute Sicht. In einem Praxistest auf inside-handy.de wird das toughe Kerlchen auf Herz und Nieren geprüft. |
|
Der dickwandige schwarz-gelbe Karton, in dem das XT-520 ausgeliefert wird, gibt schon einen guten Vorgeschmack auf das robuste Handy in seinem Inneren. Das Zubehör ist mit dem 1.000-mAh-Akku, einem Netzteil, einem Headset und der Bedienungsanleitung auf das Nötigste beschränkt. Ein USB-Datenkabel befindet sich nicht im Lieferumfang. Auch einen MicroSD-Speicherkartensteckplatz gibt es nicht und somit natürlich auch keine SIM-Karte. ![]() |
|
|
|
![]() Zum Einlegen von Akku und SIM-Karte muss zunächst der Akkudeckel, auf dem die Solarzellen angebracht sind, abgebaut werden. Dieser ist mit einer Schlitzschraube am Gehäuse befestigt, so dass ein Schraubenzieher dafür benötigt wird. Die Befestigung mit der Schraube ist nicht ganz so glücklich gelöst, da diese nicht im Deckel verankert ist. So kann sie bei der Demontage schon einmal herunterfallen, was vermutlich eine langwierige Suchorgie zur Folge hätte, wenn dieses beispielsweise über einem Waldboden passiert. Die SIM-Karte wird in eine Metallhalterung eingelegt, die sich unter dem Akku befindet, und ist hier sehr gut vor dem Verrutschen geschützt. Werkseitig schützt der dicke und stabile Impact Protector das XT-520 vor Beschädigungen bei Stürzen. Dieser lässt sich ähnlich leicht oder schwer abnehmen und wieder auf das Gerät ziehen, wie man es von Silicon-Cases gewohnt ist. Zieht man den Impact Protector ab, kommt das schwarze Plastik des Handys zum Vorschein, welches an den Seiten geriffelt ist, so dass das Gerät sicher in der Hand liegt. Das dicke Plastik erinnert stark an das Material, das bei den ersten Handymodellen von Siemens oder Nokia verbaut wurde und wirkt nicht edel, dafür aber sehr robust. Mit seinen Maßen von 108 x 48,5 x 18,5 Millimetern passt das Handy gut in die Hosentasche, zählt mit 138 Gramm aber nicht gerade zu den Leichtgewichten.
Das Solarpanel an der Handyrückseite ist beim Ablegen des Gerätes recht gut durch den ihn umrandenden Impact Protector geschützt, da sich dieser vom Cover abhebt. Laut Hersteller soll das XT-520 einen Sturz aus zwei Metern Höhe und Regenwasser überleben. Wer mit seinen Tugenden prahlt, muss davon ausgehen, dass diese auch einmal unter Beweis gestellt werden sollen. Also Akkudeckel fest angeschraubt, Impact Protector darauf (nicht vergessen!) und ran. Und tatsächlich, im Test überstand das Handy einen Sturz aus fast zwei Metern Höhe, wobei es durch den Protector fast wie ein Flummi ein paar Mal abfederte. Mit einem imposanten „Blurbs“ versank es dann auch für kurze Zeit in einer Wasserschüssel. Zunächst schien das Gerät diesen Härtetest unbeschadet überstanden zu haben - sowohl Display- als auch Tastaturbeleuchtung funktionierten. Beim Versuch, die automatische Tastatursperre zu entriegeln zeigte sich aber, dass die linke Auswahltaste nicht mehr reagierte. Kurze Zeit später gab auch das Display seinen Geist auf. Beim Aufschrauben des Handys wurde dann auch klar warum – der gesamte Raum hinter der Akkuabdeckung hatte sich mit Wasser voll gesogen, so dass nur noch ein schnelles Entfernen des Akkus, das Abziehen der Multifunktions-Slot-Abdeckung, Abtrocknen des Gerätes und die Lagerung auf der Heizung das Simvalley XT-520SUN retten konnten. Zwar bildete sich erst einmal hinter dem Display Kondenswasser, welches nach anderthalb weiteren Tagen auf dem Heizkörper jedoch verschwand. Nach insgesamt zwei Tagen Trocknungszeit und erneutem Einlegen des Akkus funktionierte dann auch wieder alles. Allerdings ist fraglich, was das Wasser dauerhaft im Gehäuse angerichtet haben könnte und ob nicht nach einiger Zeit Metallteile im Inneren zu korrodieren beginnen. Bei dieser Rettungsaktion zeigte sich dann leider auch, dass die Befestigungsschraube wirklich nicht das Mittel der Wahl ist, denn diese verschwand in der Hektik auf nimmer Wiedersehen unter einem Schrank.
Nervig ist, dass sich, unabhängig von der eingestellten Beleuchtungsdauer, schon nach wenigen Sekunden der Nichtbenutzung die automatische Tastensperre einschaltet, was zwar nützlich ist, wenn das Handy gleich wieder in der Tasche verschwinden soll, jedoch sehr lästig, wenn man es nur kurz mal ablegt. Die Tastensperre ist durch die Anwahl von linkem Softkey und Sterntaste wieder zu entriegeln. Wünschenswert wäre eine Funktion, die Tastensperre ausschalten oder manuell konfigurieren zu können. |
|
| >> weiter zum 2. Teil des simvalley MOBILE XT-520 SUN Test (u.a. Display & Kamera) >> | |
simvalley MOBILE XT-520 SUN Test Kommentare Kommentar schreiben
Falsche oder fehlende Angaben zum simvalley MOBILE XT-520 SUN Test?
Wenn Sie einen Fehler finden oder eine Funktion bzw. Daten kennen, die wir bisher nicht recherchieren konnten, so informieren Sie uns bitte und helfen Sie die Daten zu verbessern.
Klicken Sie dafür auf den nachfolgenden Link: Fehler- oder Ergänzungsmeldung
MOBILE










An der Oberkante des Geräts befindet sich die Taschenlampe. Diese wird durch einen langen Druck auf den OK-Button des Navigationskeys an- und ausgeschaltet. Das funktioniert allerdings nur, wenn man das Display zuvor entsperrt hat. Die zwei LEDs der Taschenlampe leuchten hell genug, um beispielsweise nächtens in einem dunklen Zelt nach der Tasche zu suchen. Bei festem Zugreifen, ohne dass der Protector aufgezogen ist, lässt sich lediglich der Solarzellen-Fläche auf der Rückseite ein leichtes Knacken entlocken. Der Multifunktions-Steckplatz an der Handy-Unterkante wird durch eine solide Gummiabdeckung vor Verschmutzungen geschützt. Die Anbauteile sitzen fest und fast ohne Spiel in dem Slot. Hinter dem Steckplatz befindet sich eine breite Öse, an der man eine Schlaufe, beispielsweise zum Befestigen des Gerätes am Gürtel anbringen kann.
Das alphanumerische Tastenfeld des XT-520 verfügt über zwölf angenehm breite Drücker in klassischer Anordnung. Die Tasten haben einen strammen und gleichmäßigen Druckpunkt und sitzen fest im Gehäuse. Dass hier keine edlen Materialien sondern dickes, glattes Plastik verbaut wurde, lässt sich erfühlen. Allerdings ist dieses besonders dann von Vorteil, wenn das Gerät mal mit nicht ganz sauberen Händen zur Hand genommen wird. Die Tastensymbole sind hellweiß beleuchtet. Über dem alphanumerischen Tastenfeld befinden sich Funktionstasten. Direkt unter dem Display sieht man zwei Auswahltasten mit weiß beleuchteten Symbolen, unter denen sich die Drücker für das Anrufmanagement mit gewohnten Symbolen in Grün beziehungsweise Rot befinden. In der Mitte der Funktionstasten prangt ein leuchtendgelb beleuchteter Vier-Wege-Navigationskey mit einem ebenfalls gelben OK-Button in der Mitte. Die Oberfläche von Navigations-Key und OK-Button ist grob geriffelt, was sich zwar nicht besonders angenehm anfühlt, jedoch von Vorteil bei der Bedienung mit nassen Händen ist. Allerdings bleibt man bei der Anwahl des OK-Buttons schnell mal am porösen Rand des Navigations-Keys hängen, so dass dieser dann ebenfalls betätigt wird, was von Nachteil ist. Eine Taste zur Lautstärkeregulierung hat das Handy nicht.

Das Menu ist sehr ähnlich aufgebaut, sodass ich denke, dass diese Funktion bei beiden Handys gleich ausfallen wird.
Einfach mal ausprobieren.