Test des Samsung SGH-D800

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 25.04.2006
Software Version: D800XXFA2
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: KD dem Autor Feedback senden
 
Als flachstes Sliderhandy der Welt steht aktuell das D800 von Samsung in den Regalen. Mit dem Werbespruch "Wide and Slim Slider" - zu Deutsch umfangreicher und flacher Slider - will Samsung aus dem D800 einen weiteren Verkaufsschlager machen. Zielorientiert an einem guten Design und vielen Funktionen möchte Samsung die Spitze an den Sliderherstellern behalten, aber gelingt dies nach Erfolgsgeräten wie dem D500, dessen Nachfolger dem D600 und vielen Slidern der Konkurrenz immer noch? Was passt alles in den dünnsten Slider der Welt und wie sind diese Funktionen in der Handysoftware integriert? Was kann ein Gerät welches gleichzeitig für Fashion-Typen sowie Business-Typen ausgerichtet ist? Diese Fragen und viele mehr beantwortet unser ausführlicher Testbericht.

Verpackung & Lieferumfang

Flach, flacher am flachsten - So ungefähr zeigt sich schon die Verpackung, in der man das D800 bekommt - das flachste Sliderhandy der Welt. Mit einer Tiefe von nur 3,5 cm ist der schwarze Karton dünner als viele andere, in denen aktuelle Handys ausgeliefert werden. Von der Höhe (17 cm) und der Breite (25 cm) unterscheidet sich der Karton nicht stark von den Kartons anderer Geräte. Um den Karton befindet sich eine Banderole auf dessen Vorderseite das D800 abgebildet ist. Auf der Rückseite der Banderole sind die wichtigsten Grunddaten des Gerätes in verschiedenen Sprachen abgedruckt. Alles ist in einem schlichten schwarz gehalten und man merkt schon bei der Verpackung, dass das D800 ein Gerät der edlen Klasse ist.


Wird der Karton geöffnet, stellt sich die Frage wie es die Designer wohl geschafft haben, so viel in so wenig Platz zu bekommen. Auf der linken Seite befindet sich das D800. Auf der rechten Seite befinden sich dann, unter einer kleinen Verdeckung, noch folgende Teile im Lieferumfang: Ein Akku, ein Ladegerät, ein Stereo-Headset, ein USB-Datenkabel, eine Software-CD, die Bedienungsanleitung in Deutsch und Englisch sowie die Garantiehinweise und Werbung für den "Samsung Fun Club". Vermissen wird man allerdings das kleine Arm-Handyband, das Samsung bei fast allen anderen Geräten mitliefert.
 
Die inside-handy Wertung: 90%

Verarbeitung & Design

Wer sofort mit dem D800 loslegen will, sollte auch keine Probleme damit haben. Die SIM-Karte verschwindet auf der Rückseite des Gerätes neben dem Akku. Ein kleiner, aber dennoch sichtbarer Eindruck zeigt einem die Stelle, wo die SIM-Karte ihren Platz findet. Der Akku lässt sich nur richtig herum einsetzen und zeigt mit einem kleinen, roten Pfeil in Richtung der Kontakte. Nun muss nur noch der Akkudeckel darüber gelegt und eingerastet werden. Etwas komplizierter wird es bei dem Auseinanderbau. Wenn man den Akkudeckel aufschieben will öffnet sich gleichzeitig der Slider des D800. Auch der Akku selbst ist etwas schwierig zu entfernen da seine Kante abgerundet ist. Alles in allem sitzen die Teile aber fest aufeinander und es wackelt nichts.


Das Gehäuse des D800 besteht teilweise aus Kunststoff und teilweise aus Metall, wobei das Metall die Kontur des D800 umschließt und für die Slidertechnik verantwortlich ist. Egal von welcher Seite sich das Gerät zeigt, es ist flach. Eine leichte geschwungene Linie zieht sich vom oberen zum unteren Ende des Gerätes. Auch durch die abgerundeten Ecken und Kanten wirkt das D800 harmonisch gut und nicht eckig. Wenn man den Slider aufschiebt befindet sich unter diesem die Tastatur. Auch hier findet man Metall, diesmal aber nur als Abgrenzung zwischen den vier Tastenreihen. Eingegrenzt ist die Tastatur von allen Seiten durch den Slider oder dessen Führungsschienen.

Das gesamte Verarbeitungsmaterial wirkt, wie das Gerät selbst, edel. Es wackelt oder knirscht rein gar nichts. Der Slidermechanismus läuft nicht zu weich, aber auch nicht zu hart. Nach einem leichten antippen nach oben bzw. nach unten springt das Gerät von alleine auf oder zu. Wenn das Gerät geöffnet ist, lässt sich ein kleines Spiel der beiden Sliderteile bemerken. Das Gerät wirkt alles in allem sehr robust, trotzdem sollte es nicht auf einen harten Gegenstand treffen oder fallen gelassen werden, da sich sonst schnell kleine Kratzer in der Glanzfläche der Oberschale bilden. Durch seinen symmetrischen Aufbau ist das Gerät in der linken, wie in der rechten Hand gleichgut zu bedienen.

Obwohl es ein Slidergerät ist, sind die Spaltmaße der einzelnen Teile sehr gering. Auch zwischen den beiden Sliderteilen kann kein Staub in das Gerät eindringen. Die Zifferntastatur im unteren Segment besteht aus einem Teil und bei dem oberen Sliderteil sitzen alle Tasten gut ineinander. Auch über die Öffnung der Hörmuschel, über die Akkuabdeckung und über die seitlichen Sondertasten kann kein Staub eindringen. Der Anschluss für das Zubehör ist mit einer Gummikappe geschützt. Über dem Anschluss der externen Antenne sitzt ein kleiner Gumminippel zum Schutz.

Ladegerät, Headset und Datenkabel werden, anders als bei Vorgänger-Slidergeräten, an der linken Seite des D800 angeschlossen. Da die Anschlüsse flach und lang sind, sitzen diese fest im Gerät und es wackelt nichts. Trotzdem können sie aber durch ein einfaches ziehen wieder voneinander getrennt werden. Auch mit einem angeschlossenen Gerät kann das Handy weiterbenutzt werden und man wird nicht durch den Anschlussstecker gestört.

Zusätzlich zu dem Geräteanschluss befindet sich auf der linken Seite des Samsung D800 noch ein Wipptaster. Auf der rechten Seite findet sich eine Schnellwahltaste für die Kamera. Schiebt man den Slider auf kommt auf der Rückseite des oberen Segmentes die 1,3 Megapixel Kamera zum Vorschein. Neben dieser befindet sich ein kleiner Portraitspiegel und links davon ein extra Mikrofon für Videoaufnahmen. Auf der Rückseite des unteren Slidersegments befindet sich ein externer Antennenanschluss.

Im aufgeschobenen Zustand findet sich im unteren Slidersegment die Standard-Nummerntastatur. Da die einzelnen Tastenreihen aus einem Stück bestehen, kann man nicht genau fühlen auf welcher Taste man sich aktuell befindet. Lediglich die Zifferntaste fünf hat zwei leichte Erhebungen an den Seiten. An der rechten und linken Seite der Zifferntastatur befinden sich die Führungsstege des Sliders. An diesen ist noch eine Orientierung möglich, wenn man nicht die ganze Zeit auf die Tastatur blicken möchte. Auf dem oberen Sliderteil befinden sich unter dem Display verschiedene Steuerungstasten. In der Mitte ein Fünf-Wege-Navigationskey, unter diesem die Korrektur-Taste. Links und rechts davon zwei Menüsoftkeys sowie die Tasten zum Annehmen und Beenden von Anrufen. Da sich zwischen jeder Taste ein kleiner Spalt befindet kann man sich auf diesen sehr gut Orientieren und drückt auch nur die Taste, die gedrückt werden sollte.

Die Tasten der Nummerntastatur haben einen Druckpunkt, der etwas gewöhnungsbedürftig ist. Nach einiger Zeit und mit etwas Übung trifft man diesen aber dann gut. Da die Tastenreihen aus einem einzelnen Teil bestehen ist das einzig hörbare der Druckpunkt. Ein Knacken oder Schleifen wegen anderen Tasten gibt es nicht. Die Tasten des oberen Slidersegments haben, dadurch dass sie nicht aus einem Komplettteil bestehen, einen genauen und gut spürbaren Druckpunkt. Dafür knacken sie aber etwas lauter als die der Zifferntastatur. Die Seitentaste für die Kamera und der Wipptaster haben auch einen genauen und einfachen Druckpunkt und wackeln nicht. Der Tastatur, vor allem der aus einem Teil bestehenden Zifferntastatur, ist eine lange Lebensdauer zuzutrauen.

Dadurch, dass die Tastatur aus einem einzelnen Teil besteht, braucht es etwas mehr Übung, bis eine SMS oder eine Telefonnummer komplett blind eingetippt werden kann. Die Navigation mit dem Navikey und den Softkeytasten ist im Gegenteil von Anfang an ohne Probleme zu vollziehen.

Der Vibrationsalarm ist nicht der stärkste und so kann das Gerät auch mal in der Hosentasche überspürt werden. Wenn das Gerät aber auf einem Tisch oder einem anderen Hohlkörper liegt, scheppert es laut vor sich hin. Leider ist hier, wie bei vielen Samsunggeräten, der Vibrationsalarm nicht gleichzeitig mit einem Klingelton kombinierbar. Entweder das Gerät klingelt, es vibriert, oder es vibriert zuerst und fängt dann mit dem klingeln an.

Obwohl das D800 mit seinem flachen Design in vielen Augen ein extravagantes Fashionphone ist, fehlt diesem eine Öse für Handyschmuck, ein Handyband oder ähnliches. Dies sollte auch die Frage beantworten, warum Samsung zu diesem Gerät kein Handyband mitgeliefert hat.
 
Die inside-handy Wertung: 75%
 
 

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