| Testdatum: | 06.08.2009 |
| Software Version: | Eigenentwicklung |
| Testversion mit Branding: | nein |
| Autor: | CKr ![]() |
![]() „Nie wieder Speedlimits“ verspricht Samsung vollmundig seiner Kundschaft und bringt das Samsung S8000 Jet auf den Markt. Unterscheidet sich das rasante Handy mit seiner Touchwiz 2.0 Oberfläche auf den ersten Blick nicht wesentlich von anderen aktuellen Samsung-Geräten, verrät spätestens ein Blick in das Datenblatt, dass darunter ein 800 MHz Prozessor arbeitet. HSDPA und WLAN sollen zudem für schnelle Geschwindigkeit im Internet sorgen. Eine 5-Megapixel-Digitalkamera, MP3-Player und ein Touchscreen mit AMOLED-Technologie lassen den Nutzer in Multimedia-Sphären fliegen. Ist der Name beim Jet tatsächlich Programm oder ist die gute Laune bei der Nutzung schnell verflogen? Das verrät der Praxistest auf inside-handy.de. |
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| Die inside-handy Wertung: | 73% |
![]() Der Akkudeckel des Samsung Jet nimmt, bis auf eine Aussparung für Kameralinse und LED-Blitz, die gesamte Handyrückseite ein. Um ihn abzulösen hakt man mit dem Fingernagel in eine kleine Rille und hebt ihn aus seiner Verankerung. Da er sehr fest sitzt, erfordert dieses zunächst etwas Überwindung. Gefahr, den Deckel dabei zu zerbrechen besteht aber kaum, da er an den Kanten stark abgerundet ist, was dem verbauten Plastik Stabilität verleiht. Unter der Abdeckung sieht man einen relativ klein ausfallenden Akku und daneben die SIM-Kartenhalterung, in die die SIM-Karte unter einen schmalen Metallbügel geschoben wird. Der Akku muss dazu nicht entfernt werden. Neben der Kameralinse befindet sich der MicroSD-Speicherkartenslot. Auch zum Einschieben und Entnehmen der Speicherkarte muss man nicht den Akku, sehr wohl aber die Akkuabdeckung, entfernen. Eine Anbringung an der Seite des Handys wäre da sicherlich praktischer gewesen.
Bei ganz genauem Hinsehen sieht man, dass die Spaltmaße zwischen Display und Umrandung nicht hundertprozentig gleichmäßig sind. Beim Testmodell besteht auf der rechten Seite eine etwas breitere Rille, als auf der linken. Auch könnten die Spaltmaße zwischen den Funktionstasten und ihrer Umgebung etwas geringer ausfallen, da sich auch hier auf Dauer sicherlich Staub ansammeln wird. Lobenswert ist die Schutzabdeckung über der Multifunktionsbuchse für Netzteil und Datenkabel. Diese fehlt allerdings, anders als sonst von Samsung gewohnt, über der Klinkensteckerbuchse. Auch die Kameralinse ist zwar ein Stück weit im Gehäuse versenkt, beziehungsweise durch einen erhabenen silbernen Rand während des Ablegens auf dem Tisch vor Kratzern geschützt, hat aber keine zusätzliche Abdeckung. Beim Transport in der Tasche, zusammen mit Schlüsseln oder anderen spitzen Gegenständen, sind sichttrübende Kratzer vorprogrammiert, vorausgesetzt, man transportiert das Jet nicht in der mitgelieferten Handytasche. Netzteil und Datenkabel sitzen fest in ihren Steckplätzen, lassen sich aber seitlich hin- und herwackeln, so dass auf Dauer Kontaktprobleme entstehen könnten. Der Klinkenstecker passt da schon besser in seine Buchse und hat zu den Seiten hin wenig Spiel. Am oberen Ende der Handyfrontseite befindet sich ein schmales Gitter über dem Handylautsprecher, rechts daneben ist das zweite Kameraobjektiv für Videotelefonie angeordnet. Direkt über dem Display hat Samsung einen silbernen Hersteller-Schriftzug angebracht. Das glänzende Display ist sehr anfällig für Fingertapsen, so dass demjenigen das Mitführen eines Putztuches angeraten sei, der Wert auf ein schickes Äußeres seines Privat-Jets legt. Die beiden schwarzen Anruf- und Ein-/Aus-/Menü-Ende-Taste sind aus einem Guss gefertigt. Ihre Symbole sind chromfarben. In ihrer Mitte prangt eine durchscheinende wie ein dreidimensionaler Würfel geschliffene Menütaste, die ebenfalls in einen Chromrand eingefasst wurde und ein Hingucker ist. Pfiffig ist auch die dunkelrot schillernde Rückseite des Smartphones gestaltet. Hier scheint es, als würde man durch rotes Plexiglas hindurch, auf glänzende nebeneinander liegende Rohre schauen. Die schon erwähnte Kameralinse befindet sich am oberen Rand. Zwei Rillen über dem Außenlautsprecher des Handys sind ganz unten auf der Rückseite zu sehen, darüber ein weiterer Samsung-Schriftzug. Auf der linken Handyseite findet man eine schwarze Wipptaste zur Lautstärkeregulierung.
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| Die inside-handy Wertung: | 87% |
| >> weiter zum 2. Teil des Tests (u.a. Display & Kamera) >> | |
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Samsung liefert das S8000 Jet im „kleinen Schwarzen“ an seine Kundschaft aus. Der mattschwarze quadratische Karton mit eingeprägtem Samsung-Schriftzug wirkt schlicht und edel. Verziert wird der Karton von einer bedruckten Banderole mit Fotos des Smartphones und Angaben der Handyfeatures. Ein stabiler Klappdeckel gibt den Blick frei auf das Jet, das gut geschützt in einer dunkelgrauen, pappmachéartigen Schale liegt. Diese kann man herausheben und findet darunter, in einer weiteren Schale aus gleichem Material, das Handyzubehör. Hierzu gehören: ein Akku, ein Netzteil, ein USB-Datenkabel, ein Stereo-Headset mit Klinkenstecker, ein Handyetui, deutsch- und englischsprachige Bedienungsanleitungen und eine CD mit der Software „Samsung New PC Studio“. Leider ist, trotz vorhandenem Steckplatz keine MicroSD-Speicherkarte im Lieferumfang vorhanden. Bei einem solchen Multimedia-Gerät hätte etwas mehr Spendierlaune vom Hersteller erwarten dürfen. Der interne Speicher ist schließlich nur zwei Gigabyte groß.

Da man ja nun schon weiß, dass der Akkudeckel nicht allzu zerbrechlich ist, geht das Wiedereinsetzen deutlich einfacher vonstatten. Der Deckel rastet fest in seine Verankerungen ein, sitzt fest und wackelt oder knarzt nicht. Auf den ersten Blick wirkt das Samsung Jet mit seinen Maßen von 109 x 54 x 11,9 Millimetern und 110 Gramm Gewicht erstaunlich zierlich und leicht für ein Handy mit Touchscreen. Dabei wirken die verbauten Materialien, obwohl hauptsächlich Plastik verwendet wurde, sehr hochwertig. Das mag unter anderem an der mit Spiegelreflexen versehenen Rückseite und den auf der Gerätefront angebrachten schwarzen Funktionstasten im gebürsteten Metalllook liegen. Das 3,1 Zoll große Display darüber nimmt einen Großteil der Frontseite des Smartphones ein. Insgesamt macht das Handy einen sehr soliden und stabil gebauten Eindruck. Auch bei festerem Zupacken knackt oder knarrt nichts. Dank abgerundeter Ecken und Kanten liegt es während der Bedienung angenehm in der Hand. Wegen seiner zierlichen Maße ist es auch für Menschen mit kleineren Händen gut einhändig zu bedienen, da man, wenn es in der Handfläche liegt, trotzdem noch mit dem Daumen alle Ecken des Displays erreicht.
Auf der rechten Handyseite ist zuoberst eine kleine Sperrtaste zum Sperren von Display und Funktionstasten. Außerdem findet man hier die zusammen liegende Gate- und Kamerataste, wobei die Gate-Taste eine Neuheit bei Samsung darstellt. Drückt man darauf, findet man auf dem Display den schon vom Menübutton bekannten dreidimensionalen Würfel für das Cube-Menü wieder. Den Seitenwänden ist jeweils eine Funktion, wie Album, MP3-Player, Video-Player, UKW-Radio, Spiele und Internet zugeordnet. Mit dem Finger oder per Lagesensor kann man den Würfel drehen und die gewünschte Funktion auswählen – eine nette und praktische Spielerei. Auf der Oberkante des Handys sieht man die 3.5 mm Klinkenbuchse und daneben die Multifunktionsbuchse samt Abdeckung. Eine physische alphanumerische oder QWERTZ-Tastatur hat das Samsung Jet nicht. Alle beschriebenen Funktionstasten haben einen guten und strammen Druckpunkt und sind ausreichend groß für die Bedienung mit dickeren Fingern. Zum Eintippen von SMS oder E-Mail muss man auf die virtuelle Tastatur auf dem Display zurückgreifen. Wer Probleme mit der Größe der Tasten hat, sollte die alphanumerischen Tastatur nutzen, die bei Eingabe im Hochformat eingeblendet wird. Aus Platzgründen fällt die im Querformat eingeblendete QWERTZ-Tastatur zwar für zierliche Finger ausreichend groß aus, Menschen mit dickeren Fingern werden sich vermutlich jedoch des Öfteren darauf vertippen. Hier zeigen sich die Vorteile eines noch etwas größeren Displays, wie beispielsweise das des Samsung I8910 HD, denn darauf lassen sich die Tasten naturgemäß größer darstellen. Blindes Eintippen einer SMS ist auf einem virtuellen Tastenfeld wohl eher unmöglich.
Besonders, wenn das Samsung Jet während eines „losrappelnden“ Vibrationsalarms auf dem Tisch liegt, macht es seinem Namen alle Ehre. Zwar ist das scheppernde Geräusch, welches der Vibrationsalarm dabei von sich gibt, nicht ganz so laut wie das eines Düsenjets, kann aber durchaus einen leisen Klingelton ersetzen - nicht wirklich gut geeignet für eine dezente Gesprächsannahme während einer Besprechung. Sollte der Vibrationsalarm tonlich dann aber doch nicht reichen, kann zusätzlich noch ein Klingelton hinzugeschaltet werden. Damit nicht genug, stehen als Anrufsignal fünf Vibrationsalarme mit verschiedenen Vibrationsintervallen zur Verfügung. Deutlich schwächer und dementsprechend dezenter, fällt da die Vibration aus, mit der Berührungen des Touchscreens vom Handy quittiert werden.



















