Test des Samsung Qbowl

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Einführung

Test-Datum: 28.02.2008
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Samsung Qbowl: Draufsicht
Das iPhone von Apple hat allen anderen Beteuerungen zum Trotz zu einiger Verunsicherung in der Branche geführt: Nur noch Touchscreen und ein Design, dass es so nicht gab, soll die Mobilfunkbranche in eine neue Zeit führen. Kein Wunder, dass viele Handyproduzenten nachziehen und Smartphones auf den Markt bringen, die ähnlich aussehen. Gerade Samsung legt mit dem Qbowl ein Handy nach, dass technisch mehr zu bieten hat als die Amerikaner: HSDPA und eine ausschiebbare Tastatur haben die Koreaner ihrem iPhone-Konkurrenten spendiert. inside-handy.de hat den iPhone-Clone ins Testlabor geschickt, um festzustellen, ob auch Vodafone-Kunden jetzt ein ebenbürtiges Telefon in Händen halten können.

Verpackung & Lieferumfang

Samsung QbowlDas Qbowl kommt in einer recht ungewöhnlichen Verpackung daher: Eine silberne Box erwartet den Besitzer, die es in sich hat: Innerhalb der anscheinend stoßfesten Verpackung wartet eine zweite Schachtel, die den eigentlichen Handykarton enthält. Welchen Sinn das ergibt, sei dahingestellt, denn die Pappschachtel im Inneren dürfte das Telefon ebenfalls ausreichend schützen. Vermutlich wollte man nur eine wuchtigere Umverpackung auf den Markt bringen. Das ist auch gelungen.

Klappt man den zweiten, im Vodafone-typischen Design gehaltenen Karton auf, erwartet einen zunächst ein Stoß Papiere, sowie die Bedienungsanleitung und auch die Software, die gleich mitgeliefert wurde. Erst unterhalb davon erspäht man das Handy in einer klassischen Pappschale, die alles andere als edel wirkt.

Direkt neben dem QBowl findet man das mitgelieferte Zubehör. Das ist ganz ordentlich ausgefallen: Den Kunden erwarten der Akku, das Ladegerät, das Stereoheadset mit 3,5-Milimeter-Klinkensteckeradapter, die mit vier Gigabyte sehr gut dimensionierte Micro-SD-Karte, ein Datenkabel, die obligatorische CD-ROM mit der PC Suite sowie das mit Ausnahme des Covers in schwarz-weiß gehaltene Handbuch.

Samsung Qbowl: Lieferumfang
 
Die inside-handy Wertung: 93%

Verarbeitung & Design

Samsung Qbowl: Tasten
Der erste Zusammenbau des Handys geht leicht von der Hand. Die SIM-Karte lässt sich ebenso leicht einlegen wie der Akku. Möchte man allerdings die SIM-Karte wechseln bekommt man den Akku nur mit langen Fingernägeln wieder aus dem Gerät heraus operiert.

Der Akkudeckel schließt leicht, lässt sich jedoch nur mit einigem Schieben wieder öffnen. Gut, das macht der normale Handynutzer nur selten, aber bei einem so teuren Gerät sollte das nun wirklich nicht sein. Der Deckel besteht aus recht hochwertig anmutendem Kunststoff und schließt das Handy elegant auf der Rückseite ab.

Samsung Qbowl: GrößenverhältnisWerfen wir als nächstes einen Blick auf das Handy selbst: Das Samsung Qbowl besteht, zumindest im zusammengeschobenen Zustand, hauptsächlich aus Display. Dies nimmt einen erheblichen Teil der Oberseite ein und ist von einem schwarzen Nadelstreifenmuster umgeben. Wenn man so will, hat man hier ein Business-iPhone in den Händen. Der Kunststoff wirkt recht solide und gut verarbeitet. Abzüge in der B-Note erhalten die Koreaner jedoch für die Anbringung der Kamera: Diese ist nicht ins Handy eingelassen worden, sondern schließt plan mit der Oberfläche ab. Wenn da keine Kratzer entstehen, dann nur, weil es immer auf samtenen Oberflächen abgelegt wird. Mit der Realität eines Business-Handys (Schreibtische, Jackentaschen, Aktenkoffer) hat das nichts zu tun.

Kommen wir zur Bedienung. Hier erweist sich das Telefon doch als besonders vielseitig: Neben dem Touchscreen haben die Ingenieure dem Handy schließlich auch noch eine ausfahrbare Tastatur spendiert. Oben findet man ein großes, schwarzes und dann doch spiegelndes Display, gleich darunter eine Schnellwahltaste, mit der man ruckzuck zu den am häufigsten benutzten Funktionen hüpfen kann.

Die aufschiebbare Tastatur auf der linken Seite des Handys fährt mit wenig Kraftaufwand heraus, und gibt eine komplette Qwertz-Tastatur frei. Sie rastet mit einem satten Schnappen ein, hat jedoch immer ein wenig Spiel, sodass sie das ganze Gerät ein wenig wackelig wirken lässt.

Samsung Qbowl: AkkuDie Tasten der Qwertz-Tastatur sind erstaunlich gut handhabbar, und das, weil sie ausreichend groß dimensioniert ausfallen, dabei aber nicht zu groß wirken. Einzige die obere, direkt unter dem Display befindliche Reihe, fällt etwas mager aus, da sie zu wenig Spiel zum Display hin bieten. Man stößt andauernd an die Kante, das dürfte beim Verfassen langer Texte nicht wirklich nett sein.

Nun zu dem, was das Handy außen sonst noch umgibt: Auf der rechten Seite des QBowl findet man recht großzügig dimensionierte Lautstärketasten, darüber eine manuelle Tastensperre (gute Idee, danke!) und darunter die Taste zum Aktivieren der Fotofunktion. Oben und damit vollkommen Schreibtischaufsteller-inkompatibel findet man den Anschluss des Ladekabels und den Anschluss für das Headset. Mit dem Handy zu telefonieren, während es am Ladegerät hängt, ist ein echtes Kuriosum.

Die Spaltmaße sind minimal und die Tasten weisen keinerlei Angriffsflächen für Schmutz und Staub auf. Das liegt im Fall der Tastatur maßgeblich daran, dass diese einer Matte ähnlich aufgebracht wurden und die Tasten nicht einzeln nebeneinander stehen. Das Handy wirkt trotz seines glänzenden Auftretens recht robust gegenüber der Umwelt. Es dürfte auch einen Sturz ohne größere Schäden überstehen können.Samsung Qbowl: Rückseite

Wie schon die Größe von soliden 112 x 56 x 16 Millimetern ist auch das Gewicht von 139 Gramm deutlich über der Norm. Hier kauft man ein Stück Wertarbeit, das so manch eine Anzuginnentasche ausbeulen dürfte. Viel leichter ist das iPhone freilich auch nicht.

Der Vibrationsalarm ist gut spürbar, funktioniert auch mit Klingelton und ist leise genug, um im Theater nicht die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Navigieren in den verschiedenen Menüs und das Steuern der Musik geht ausschließlich mit dem Touchscreen vonstatten.

 
Die inside-handy Wertung: 77%
 
 

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