Test des Samsung Night Effect

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 09.03.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
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Samsung Night Effect
 
Scusi, parla italiano? Dass Markenhersteller interdisziplinäre Zusammenarbeit für sich als gewinnbringend entdeckt haben ist nichts Neues. Bei Samsung geht der Start eines gemeinsamen Produkts mittlerweile in die zweite Runde. Mit Giorgio Armani ist nun das Barrenhandy "Night Effect" in den Läden erhältlich und sicherlich dürfte nicht nur die Modewelt interessiert sein, wie sich der Verkauf des Gerätes entwickeln wird. Denn immerhin hoffen in Zeiten der allgegenwärtigen Wirtschaftskrise alle Unternehmen auf erfolgreiche Marktstrategien.

Das Rezept war in dem Fall nicht ganz so einfach, denn mit ein bisschen Pasta mit etwas Kokosmilchsoße war es hier lange nicht getan. Es musste etwas Besonderes her. Aber wie schaut die Umsetzung der guten Vorsätze á la Bella Italia letztendlich aus? Ist das Night Effect ein neuer Stern am Handy-Glamour-Himmel oder doch nur ein verlöschender Sternenschweif der einschlägigen Industrien? Mehr Details zum mobilen Prêt-à-porter und Antworten auf weitere Fragen, können Sie im folgenden redaktionellen Test von inside-handy.de nachlesen.

Verpackung & Lieferumfang

Samsung Night EffectDall'unghia si conosce il leone - an der Kralle erkannt man den Löwen. Und an der Verpackung des Italo-Koreaners wohl seinen Inhalt! Denn dieser zeigt sich wie die Giorgios Marke es erwarten lassen würde - kurz gesagt sehr schick: Ein schwarzes, schlicht wirkender Karton mit dem abgebildeten Armani-Phone zwischen einigen wenigen dezenten Lichtspielen lässt die Vorfreude auf das Produkt steigen. Das stylische Telefon verspricht vom Namen sowie vom ersten bildlichen Eindruck der Verpackung her sehr viel. Öffnet man die Kartonage, präsentiert sich ein Behältnis, das sehr stark an den Kulturbeutel vom letzten Strandurlaub an der Adria erinnert - ob hier ein Italo-Urlaubsflair erzeugt werden soll? Wie dem auch sei, das Täschchen wirkt sehr stabil und könnte sogar durch seine kunststoffartige Oberfläche Wasser und Schmutz vom kostbaren Inhalt abhalten - durch die weiche und üppig gepolsterte Beschichtung scheint das Handy inklusive Zubehör sogar vor größeren Stürzen geschützt.

Im Inneren erblickt der Nutzer das Emporio-Armani auf einem schwarzen Luftkissen, wo es den Mittelpunkt deutlich markiert. Die Anordnung im Inneren ist schick und praktisch zugleich konzipiert: Während auf der Oberseite, die sehr einfach und pragmatisch geschriebenen Bedienungsanleitungen und die Software-CD in einem Steckfach sitzen, befindet sich das restliche Zubehör unterhalb des Telefons. Der weitere Lieferumfang ist schön ordentlich in einem zweigeteilten Sachet gepackt, wo sich Lade- und USB-Kabel, ein 900 mAh-Akku sowie ein Bändchen zum Befestigen befinden. Für mobilen Audio-Genuss ist auch ein Paar Miniklink-Kopfhörer mit einem weiteren USB-Kabel inklusive Steckplatz für die Miniklinke-Kopfhörer beigefügt. Man kann die Kopfhörer auch ohne den USB-Adapter in das Telefon stecken, dann ist es aber nicht möglich, das Radio zu aktivieren. Ob mit oder ohne Adapter, es können alle handelsüblichen Kopfhörer verwendet werden. Um Musik oder sonstige multimediale Inhalte auf dem Night Effect speichern zu können, wurde eine 1GB große MicroSD-Speicherkarte mitgeliefert.

 

Samsung Night Effect
 

Verarbeitung & Handhabung

Samsung Night Effect

E' bello ciò che piace - schön ist, was gefällt. Die Verarbeitung ist typisch für Samsung-Erzeugnisse: Die Spaltenmaße sind minimal, sämtliche Anbauteile, wie Akku und der Schließdeckel passen minuziös genau und lassen sich inklusive SIM-Karte einfach ein- und auch wieder ausbauen.

Samsung Night EffectLediglich das Handylook lässt für mitteleuropäischen Geschmack etwas zu wünschen übrig und hier wird deutlich, dass unsere italienischen Nachbarn mit Koreanern anscheinend einen Hang zum pompös Übertriebenen und schrill Leuchtenden haben: Alles, was schrill ist und möglichst in vielen Farben leuchtet ist erlaubt. Das erkennt man sobald der Akku eingesetzt und das Telefon eingeschaltet ist, denn was dann folgt ist eine wahrhaftige Lichtspielorgie à la dolce vita. Leider sieht das Night Effect neben dem schon reichlich vorhandenen Kitsch vom Material her nicht sehr imposant aus - zumindest die weiße, so genannte "Licht-Version", die beim Test verwendet wurde. Wenn man bedenkt, dass man sich ein Marken-Handy kauft, das noch von einem italienischen Modedesigner aufpoliert wurde, sind nur zwei Schlussfolgerungen möglich. Die erste: entweder waren die Designer von Armani so teuer, dass Samsung an anderer Stelle sparen musste oder die zweite: bald wird von Italien aus ein Vorliebe für billigen Plastik ganz Europa überschwemmen - ohne große Modekenntnisse scheint die erste Vermutung wahrscheinlicher. Durch diese Aufmachung leidet das Äußere des Night Effect und für den Preis von knapp 300 Euro hätte man durchaus mehr erwarten können. Was davon aber massiv abweicht ist der haptische Eindruck, der im Gegensatz dazu recht hochwertig ausfällt - also doch die Plastik-Mode?


Samsung Night EffectWie schaut der Italo-Barren noch so aus? Auf der Vorderseite präsentiert sich unten die numerische Tastatur, welche durch die Aufmachung als eine Fläche erstellt wurde und man daher die einzelnen Tasten beim blinden Tippen nur erraten kann, diese dafür aber einen sehr angenehmen Druckpunkt aufweisen - vorausgesetzt man erwischt den richtigen Punkt. Oberhalb befinden sich sowohl die Rufannahme- als auch Auflegen-Taste darüber und an den äußeren Rändern liegen die Softkeys. In der Mitte dieser Tasten sitzt der mit einem Silberring umwundene Navigationsbutton, der aus der Konstruktion optisch und vor allem aber auch baulich im wahrsten Sinne des Wortes herausragt und beim Handling durch seinen guten Druckpunkt und Haptik eine präzise Ansteuerung der gewünschten Elemente ermöglicht. An die angeraute Tastenphalanx schließt sich die sehr glatte Displayoberfläche an - natürlich von einem unübersehbaren Armani-Logo geziert. Das schwarze Display macht den Großteil der Vorderseite aus und schließt mit einer kleinen vorderen Kamera für Videotelefonie sowie dem Ohrhörer ab. Auf der linken Seite befindet sich neben dem abdeckbaren USB-Anschluss wieder ein großes Armani-Logo mit Schriftzug - diesmal sogar mit Beleuchtung sobald man das Gerät verwendet. Daran schließt eine ebenfalls in Blau beleuchtete Linie an umfasst fast das gesamte Telefon. Im Menü lassen sich sogar die Farben der länglichen Diode verändern - und seinen Mitmenschen diverse unterbewusste Botschaften signalisieren?

Samsung Night EffectAuf der rechten Seite fällt auf, dass sich dort eine Menge Knöpfe befindet, was darauf schließen lässt, dass die Bedienung des Night Effect Rechtshändern leichter fallen wird. Neben dem Lautstärkeregler sowie dem Auslöser für die Kamera befinden sich dort auch Tasten für die rudimentäre Musiksteuerung (Zurück, Play, Vorwärts). Die Rückseite wäre auf Grund der Kameralinse und des kleinen Samsung-Schriftzugs recht unauffällig, wenn da nicht das überdimensionale Armani-Logo wäre, das den Nutzer des Telefons ständig verfolgt - teilweise sogar mit Licht und Farbspiel!

 
 

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