Test des Samsung Galaxy S3

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 08.06.2012
Software Version: Android 4.0.4
Testversion mit Branding: -
Test-Autor: MR dem Autor Feedback senden
 
Samsung Galaxy S3

Seit Monaten häuften sich die Spekulationen und Gerüchte um das neue Flaggschiff von Samsung: Das Galaxy S3. Die Koreaner verzichteten auf eine Präsentation auf der Mobilfunkmesse in Barcelona und zollten dem gewachsenen Hype Tribut. Mit einer eigenen Veranstaltung in London wurde das S3 unter großem Presserummel veröffentlicht, wie man es sonst nur von Apple-Präsentationen kennt. Die technischen Daten waren größtenteils schon im Vorfeld durchgesickert. Nur beim Design und dem Gehäusematerial tappte man im Dunkeln. Das S3 gehört jetzt schon zu den wichtigsten Geräten im Jahr 2012, bringt es doch technisch alles mit, was man erwartet. Zudem arbeitete Samsung an diversen Kleinigkeiten, welche die Bedienung des Smartphones zu einem Erlebnis machen sollen. Was Samsung mit dem Slogan „Design for humans“ meint, welche Änderungen das S3 gegenüber seinem Vorgänger mitbringt und wie es sich im Vergleich mit dem HTC One X schlägt, verrät der Testbericht auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Das S3 kommt in einer schicken weißen Verpackung. Darin befindet sich das Handy samt Zubehör. Dieses umfasst das Daten- und Ladekabel und einen Steckdosenadapter. Beides ist ein wenig unverständlich in Schwarz gehalten. Zu einem weißen Handy hätte ein gleichfarbiges Ladekabel besser ausgesehen. Dafür ist das Headset in schickem Weiß. Diverse gedruckte Anleitungen runden das Zubehör ab. Eine Speicherkarte findet man indes nicht, wird aber aufgrund der 16 Gigabytes großen Speicher vorerst nicht wirklich benötigt.

Samsung Galaxy S3
 

Verarbeitung & Handhabung

Samsung Galaxy S3

Die abnehmbare Rückseite wird an der Stirnseite mit einem Fingernagel nach oben gehoben. Der Akkudeckel ist sehr biegsam, aber stabil. In der Mitte des Handys befinden sich der Einschub für die Micro-SD-Karte und der Einschub für die SIM-Karte. Bei letzterer folgt Samsung dem Trend anderer Hersteller wie Nokia und Sony, auf die kleinen Karten zu setzen. Nachdem man beide Karten eingelegt hat, kann der Deckel wieder geschlossen werden. Dazu wird die weiße Abdeckung einfach auf das Gerät gelegt und rings um angedrückt.

Über das verwendete Material gab es im Vorfeld diverse Spekulationen. Die Wahrscheinlichste war, ein Keramik-ähnliches Gehäuse, wie HTC es beim One S verwendet. Des Weiteren stand ein Aluminiumkleid als Gerücht im Raum. Beides hat sich im Nachhinein nicht bestätigt. Diese Tatsache sorgte zum Teil für Unmut bei einigen wartenden Fans. So besteht die Rückseite aus Polycarbonat in Hochglanz Optik. Die Vorderseite verfügt über die zweite Generation des kratzresistenten Gorilla-Glas, welches in einem komplett um das Gerät verlaufenden Alurahmen eingefasst ist. Die Kritik am Kunststoff kann nicht wirklich nachvollzogen werden. Das verwendete Polycarbonat wirkt keinesfalls billig. Des Weiteren bringt es diverse Vorteile mit sich. So bleibt das Smartphone trotz seiner Ausmaße leicht. Auch die Wärmeableitung ist sehr gut, doch dazu später mehr.

Samsung Galaxy S3Die Haptik ist sehr gut. Das Gerät wirkt hochwertig und ist sauber verarbeitet. Eigentlich erweckt es den Anschein, als wäre es aus einem Unibody gefertigt. Spaltmaße gibt es so gut wie keine. Das Glas und der Rahmen gehen nahtlos in einander über und so gibt es auch keine störenden Kanten. Trotz glatter Oberflächen, liegt das Handy gut in der Hand. Mit 137 x 71 x 8,6 Millimetern ist es nur minimal größer wie das HTC One X (134.3 x 69.9 x 8.9 Millimetern) und mit 130 Grammgleich leicht. Letzteres passt perfekt zur Größe und ist nicht zu gering, so dass es den haptisch guten Eindruck unterstreicht. Zugegeben, das One X hat die wertigere Haptik, allerdings fühlt sich das S3 einfach besser an, was nicht zuletzt an der kühlen Oberfläche und der Linienführung liegt. War das Samsung S2 noch recht gradlinig, so lehnt sich Samsung beim Design an dem Galaxy Nexus an, und macht das S3 runder. Die seitliche Linienführung ist geschwungen und erweckt den Anschein, dass es sich um ein konkaves Display wie beim Samsung Galaxy Nexus handelt. Der Schein trügt, denn lediglich der Rahmen fällt zur Mitte hin ab, das Display und die Rückseite sind jedoch plan. Gleiches kann man übrigens dem HTC One X bescheinigen, welches ein paar Monate vor dem S3 präsentiert wurde.

Die weiße Oberfläche der Rückseite ist sehr anfällig für Fingerabdrücke. Gleiches gilt auch für die blaue Variante. Mit dieser hat Samsung so seine Probleme, weshalb sie verspätet auf den Markt kommt. So soll das Farbschema nicht zum Rest des Handys passen und aufgrund dieser Qualitätsmängel überarbeitet wurde. Über Farbprobleme am weißen S3 können wir nicht klagen. Allerdings über ein anderes Problem. So gehen sehr dünne sternförmige Streifen – es sind keine Kratzer – von den Aussparungen für den Klinkenstecker und der Foto-LED, welche circa drei Zentimeter lang sind, entlang. Diese witzigen Streifen scheinen unter der Oberfläche zu liegen, da sie mit dem Fingernagel nicht zu erfühlen sind. Ob es sich hier um ein generelles Problem der sehr biegsamen Akkuabdeckung handelt und somit Spannungsrisse sind, können wir nicht sagen. Samsung konnte zum Testzeitpunkt inside-handy.de auch keine Auskunft darüber geben. Wirklich problematisch ist dies allerdings nicht, da man sie nur beim ganz genauen Hinschauen erkennt, wenn das Handy gegen das Licht gehalten und bewegt wird.

Samsung Galaxy S3

Unter dem Display befindet sich nur eine Hardware-Taste, welche das Gerät aus dem Standby aufweckt und als Home-Taste fungiert. Daneben erstrahlen in hellem weiß zwei Sensortasten. Über dem Display befinden sich rechtsseitig die vordere Kamera, sowie die Sensoren für die Helligkeit und die Annäherung. Auf der anderen Seite liegt versteckt eine Status-LED. Diese ist selbst beim genauen Hinsehen auf dem weißen Bereich nicht zu erkennen und erstrahlt in definierbaren Farben, sobald eine neue Nachricht eingeht, der Akku schwach wird oder sonstige Benachrichtigungen anstehen. An der Stirnseite liegt der Kopfhöreranschluss, dem gegenüber findet sich der Anschluss für das Daten- und Ladekabel. Die linke Geräteseite beherbergt die Lautstärkewippe und rechts findet man den An-/Ausschalter. Die seitlichen Tasten sind ebenfalls in Chrom gehalten und stehen nur minimal aus dem Rahmen hervor. Auf Rückseite liegen die Kamera, die Foto- und Video-LED, sowie der Lautsprecher in einer Reihe im oberen Drittel. Darunter prangt der fühlbare Samsung-Schriftzug.

Samsung Galaxy S3
 
 

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28.06.2012, 20:48 Uhr
phips243
Wer schon mal einen richtigen MP3-Player hatte (natürlich Cowon), empfindet mp3-Hören übers Handy ohnehin als Frevel...Mein Galaxy S3 liebe ich natürlich trotzdem...ironischer Weise kommt Cowon auch aus Südkorea ;)

10.06.2012, 23:25 Uhr
Rainmaker
Zitat: "...nicht an die Ausgabe des One X mit BeatsAudio heran..."

BeatsAudio könnte man auch "Müllaudio" nennen.
Tut mir leid aber wer HTC Phones als guten MP3 Player nutzt, der muss wirklich taub sein.

Und man sollte auch mit ordentlichen Kopfhörern arbeiten, nicht dem Dreck der standartisiert mitgeliefert wird.
Objektivität gleich nu...[mehr]ll, tut mir leid.

Klemmt bitte das nächste Mal wirklich gute IEs an das Phone.
Das HTC One X rauscht euch die Ohren voll, versprochen.
Der eingebaute DAC ist grottenschlecht.
Der des SGS3 hingegen sogar besser als der des SGS1, welcher mit geeigneter Firmware sogar das iPhone um Längen schlägt.

Herje...
09.06.2012, 16:19 Uhr
ichwarsnicht
schöner test, aber ihr schreibt, dass pen tile bei maximaler vergrößerung eine treppchenbildung zeigt. Meint ihr eine vergrößerung des diplays mit einer lupe? an sich sollte ein display immer die gleiche treppchenbildung haben, unabhängig von der vergrößerung der darstellung. Der inhalt sollte doch neu skaliert werden. ich sollte also nur e...[mehr]ine vergrößerung der treppchenbildung wahrnehmen, wenn ich näher an das display herangehe, nicht aber wenn ich zoome, oder?
08.06.2012, 17:54 Uhr
Horrorschaf
Anständiger Bericht, kann ich zum Großteil nur bestätigen, da ich es schon besitze.

Das Material ist Geschmackssache, ich finde das Plastik nicht schlimm, mich kotzt nur an, dass Samsungs Qualitätskontrolle dauerhaft pennt, denn bei meinem weißen sind zwei sichtbare Macken auf dem Deckel...

Weitere Negativpunkte sind bisher nur softwares...[mehr]eitig:

- Kameraton lässt sich nicht abstellen
- Apps lassen sich nicht vom internen Speicher auf die SD verschieben

kommt mir nicht mit Root, ich finds beknackt sowas teures auf Teufel komm raus kaputtzumachen, besonders wenn ich noch über einen Umtausch wegen der Lackfehler nachdenke
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