Test des Samsung Galaxy Nexus
Wer mit seinem Laptop oder Tablet unterwegs auf eine Internetverbindung angewiesen ist, der kann das Galaxy Nexus als mobilen Hotspot einrichten. Dabei wird die HSPA+ Verbindung des Handys per WLAN mit anderen Geräten geteilt. Zudem kommt das Smartphone mit einem NFC-Chip daher. Damit lassen sich Einkäufe im Geschäft drahtlos mit dem Handy bezahlen. In Deutschland ist dieser Dienst allerdings noch nicht stark verbreitet. Zudem ermöglich NFC die Funktion Android Beam, welche einen Datenaustauch zwischen zwei NFC-Geräten erlaubt. Hierfür müssen beide Geräte nur nebeneinander gelegt werden. Der Chip erkennt das andere Gerät und stellt auf dem Display verschiedene Optionen dar, um einen Datenaustausch vorzunehmen. Wie das HTC Sensation und das Samsung Galaxy S2, unterstützt auch das Galaxy Nexus den neuen MHL-Standard zur Übertragung hochauflösender Bilder und Videos. Der ‚Mobile High-Definition Link‘ erweitert den Micro-USB-Ausgang um eine HDMI-Konnektivität. So lässt sich mit einem entsprechenden MicroUSB-HDMI-Kabel das Handy an einen Beamer oder Fernseher anschließen. Ein entsprechender MHL-zertifizierter Fernseher kann das Handy während der Übertragung laden und per Fernbedienung auf die Inhalte zugreifen. Zudem lässt sich die komplette Anzeige auf den TV erweitern. Spiele können in Full HD auf dem TV betrachtet oder das Internet durchforstet werden.
Als Prozessor kommt ein Texas Instrument OMAP 4460 zum Einsatz, welcher über zwei Kerne mit jeweils 1,2 Gigahertz verfügt. Der Arbeitsspeicher umfasst ein Gigabyte. Als Grafikchip verwendet Samsung eine Power VR SGX 540 aus dem Hause Texas Instrument. Damit kommt das Galaxy Nexus nicht ganz an die Grafikperformance vom S2 oder dem iPhone 4S heran, stellt aber grundsätzlich ausreichend Leistung zur Verfügung. Der interne Speicher beträgt 16 Gigabyte, was mit einer ordentlich gefüllten Musikdatenbank, einigen Videos und grafikintensiven Spielen sehr knapp bemessen ist. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Speicher nicht erweiterbar ist. |
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![]() ![]() ![]() ![]() Mit Android 4.0 hält auch ein neuer Browser Einzug. Google hat für den mobilen Zugriff an der Performance-Schraube gedreht, so dass das Rendering der Seiten nun deutlich schneller von statten geht. Für das vollständige Laden der komplexen Startseite von inside-handy.de benötigt das Galaxy Nexus mittels WLAN gerade einmal acht Sekunden. Nach nur vier Sekunden ist das Gros der Seite schon geladen und kann betrachtet werden. Per UMTS dauert der Vorgang nur unmerklich länger. In elf Sekunden ist die Seite komplett geladen. Eingebettete Videos werden – insofern man es eingestellt hat – erst auf Wunsch geladen und gezeigt. Dies geschieht ebenfalls fast ohne Verzögerung. Das Durchsuchen einer Seite verläuft äußerst flüssig. Verbessert wurde auch die Darstellung und Sortierung der geöffneten Seiten. Wie auch beim Taskmanager, werden die Seiten untereinander angezeigt und können durchsucht werden. Möchte man eine Seite schließen, wird diese einfach rechts aus dem Bild gewischt. Der komplette Inhalt einer Internetseite kann lokal auf dem Handy gespeichert und später offline betrachtet werden. Lesezeichen lassen sich komfortabel mit dem Google Chrome synchronisieren. Die Schrift- und Zoomgröße kann der Nutzer individuell bestimmen. Der Browser macht eine sehr gute Figur und bringt ein wenig Desktop-Feeling auf das Smartphone, ohne dabei überladen zu wirken. Mit Android 4.0 führt Google auch einen Datenzähler dem Betriebssystem hinzu und gibt dem Nutzer somit ein weiteres wichtiges Werkzeug zur Hand. Bei bisherigen Versionen ist es nur möglich, dass jeweils verbrauchte Datenvolumen über Drittanbieterapplikationen zu bestimmen. Über die Einstellungen kann der Datenverbrauch grafisch aufgearbeitet betrachte, ein bestimmest Volumen definiert oder unnötiger Datenfresser ausfindig gemacht werden. Durch das große Display eignet sich das Gerät sehr gut als Navigationssystem. Eine eigenständige Navigationslösung wurde seitens des Herstellers nicht installiert. Dafür steht Google Maps Navigation zur Verfügung. Für Satfix unter freiem Himmel brauchte der integrierte GPS-Empfänger lediglich fünf Sekunden. Auch in geschlossenen Räumen konnte eine Verbindung zu den Satelliten problemlos aufgebaut werden. Für die sprachgeführte Routenberechnung wird das jeweilige Kartenmaterial ad hoc bei der Berechnung der Route herunter geladen. Es empfiehlt sich also, ein entsprechendes Datenpaket oder –Flatrate bei einem häufigeren Einsatz zu buchen. Die Routenplanung lässt keine Wünsch offen. Neben der Möglichkeit, die Adresse händisch einzugeben, lässt sich auch eine Spracherkennung aktivieren. Die Ansagen sind klar und deutlich und erfolgen zur rechten Zeit. Die Anzeige ist leicht verständlich. Neben der Darstellung der üblichen Kartenansicht, lassen sich diverse Ebenen mit einblenden. So zum Beispiel die aktuelle Verkehrslage oder eine Satelittenansicht für die reale Straßenansicht. Wer auf die Online-Navigation verzichten möchte, der kann sich aus dem Android Market eine andere Lösung kaufen und herunterladen. ![]() ![]() ![]() ![]() Auch beim Thema Musik legte Google grafisch Hand an. Die komplette Musiksammlung lässt sich nach bekannten Kategorien filtern, wie die Auflistung nach Alben, Interpreten, Alben, Titeln, Playlisten. Die einzelnen Kategorien werden mit einem Fingerwisch nach rechts oder links durchsucht. Über das Menü, welches sich oben rechts befindet und durch drei Punkte dargestellt wird, lässt sich der Equalizer aufrufen. Dieser hat insgesamt zehn vordefinierte Varianten. Zudem lässt sich die der Equalizer benutzerdefiniert regeln. Eine Basssteuerung und 3D-Effekte können bei Bedarf über Schieberegler nach eigenem Gusto angepasst werden. Die Qualität des rückseitig verbauten Lautsprechers ist ok. Die Ausgabe ist klar - es fehlt allerdings an Dynamik. Bei der Verwendung der mitgelieferten Kopfhörer ist die Ausgabe gut. Höhen, Mitten und Bässe werden ausgewogen wiedergegeben. Dennoch ist die Musik zu leise und den Bässen fehlt es trotz Bassverstärkung an Druck. An die Qualität des HTC Sensation kommt das Galaxy Nexus nicht heran, macht aber – zumindest mit Kopfhörern – eine recht ordentliche Figur. Das Herzstück von Smartphones ist die Kontakt- und Kalenderfunktion. Diese war in den bisherigen Android-Versionen schon sehr gut, doch Google sorgte noch einmal für den Feinschliff. Die Kalenderfunktion des Galaxy Nexus stellt Termine und Erinnerungen in der wählbaren Ansicht für den Tag, die Woche, Monat und Listen dar und können direkt aus dem Kalender heraus gewählt werden. Dafür öffnet sich ein Pulldown-Fenster. Ereignisse können mit dem Veranstaltungsort, einer Beschreibung und einem Alarm versehen werden. Zudem kann die Vertraulichkeit des Termins definiert werden. Wer über ein Google-Konto verfügt und seine Geschäfts- und Privattermine über den Google Kalender pflegt, hat die Möglichkeit das Handy damit zu synchronisieren. Farblich unterlegt, lassen sich unterschiedliche Kalender anzeigen. So können geschäftliche und private Termine sauber getrennt verwaltet werden. Die Kontaktedatenbank stellt alle Einträge in einer nach unten durchscrollbaren Liste dar. Außer optischen Verbesserungen wie größere Felder oder eine saubere Unterteilung, können nun Informationen und Neuigkeiten aus sozialen Netzwerken direkt mit in den Kontakt einfließen. Am Rand befindet sich zur besseren Orientierung eine Buchstabenleiste. Scrollt man hier das Telefonbuch durch, wird der jeweilige Anfangsbuchstabe vergrößert in der Displaymitte angezeigt. Das Navigieren durch eine große Kontaktdatenbank wird damit immens vereinfacht. Das Kontaktbild wird nun hinter dem Namen angezeigt. Einem Kontakt können schier unzählige Informationen hinzu gefügt werden. Neben den obligatorischen Daten wie Name, Anruferbild, zwölf verschiedenen Telefonnummern, mehreren E-Mail-Adressen können Postanschriften, Firmeninformationen und Kontaktdaten sozialer Netzwerke hinzugefügt werden. Alle Daten können mittels eines Google-Kontos auch online abgeglichen werden. Von Haus kommt das Galaxy Nexus nur mit den wichtigsten Anwendungen daher. Neben den obligatorischen Google Diensten Maps, Navigation, Youtube, GTalk und Google+, stehen unter anderem noch ein Nachrichten und Wetter-Applikation bereit, sowie ein Videobearbeitungsprogramm. Für alles andere steht dem Nutzer im Android Market eine Vielzahl weiterer kostenloser und kostenpflichtiger Programme zur Verfügung. |
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Die Datenturbos HSDPA und HSUPA sorgen mit 21 Megabit/s für den Download und 5,7 Megabit/s für den Upload für ausreichend Geschwindigkeit im mobilen Internet. Für den Internetzugang im Heimnetzwerk oder an öffentlichen Hotspots steht WLAN mit dem a/b/g/n-Standard zur Verfügung. Die lokale Datenübertragung geht zum einen per Bluetooth 3.0 oder per USB-Verbindung von statten. Der Massenspeichermodus sorgt für einen reibungslosen und schnellen Datenaustausch. Zudem verfügt das Gerät über den Standard ‚Wi-fi direct‘. Daten können so auf einfache Weise über das WLAN-Netzwerk mit angeschlossenen Geräten ausgetauscht werden, ohne eine bestimmte PC-Applikation verwenden zu müssen.









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