Test des Samsung Galaxy Nexus
Das Galaxy Nexus ist das erste Smartphone, welches mit Googles neuem Android 4.0 alias ‚Ice Cream Sandwich‘ daher kommt. Diverse Hersteller werden erst 2012 nach und nach die neue Version für ihre Geräte zur Verfügung stellen. Mit Ice Cream Sandwich schafft Google die Brücke zwischen Smartphones und Tablets. Während es Apple von Anfang schaffte, ihr Betriebssystem auf beiden Geräteklassen zu vereinheitlichen, brauchte Google etwas länger dafür. Android 4.0 ist eine konsequente Weiterentwicklung. Mehr noch, Android wirkt nun wesentlich aufgeräumter, durchdachter und optisch weniger verspielt, ohne auf liebgewonnene Funktionen zu verzichten.
Am oberen Rand befindet sich weiterhin die herunterziehbare Informationsleiste, die alle erhaltenen Benachrichtigungen enthält. Verschwunden sind die Symbole für die Aktivierung der Datenübertragungsmöglichkeiten. Dafür gelangt man nun mit einem Klick in das Einstellungsmenü. Ebenfalls verschwunden ist die Taste für das Kontextmenü. Die Einstellungen lassen sich nun über eine virtuelle Taste (drei Punkte) direkt aus dem jeweiligen Programm aufrufen. Wie von Android Honeycomb auf den Tablets schon bekannt, lässt sich über eine virtuelle Taste am unteren Rand der Taskmanager öffnen. Dieser stellt alle offenen und zuletzt verwendeten Programme als kleine Screenshots dar. Damit ist ein Wechsel zwischen den Applikationen schnell und zielsicher möglich. Um ein Programm zu schließen, muss lediglich der Screenshot nach rechts geschoben werden. Da die virtuellen Knöpfe in jedem Programm am unteren Ende eingeblendet werden, bedarf es keiner physischen Tasten. Allerdings geht dadurch etwas von dem dargestellten Inhalt verloren. Aufgrund der Displaygröße ist dies beim Galaxy Nexus weniger störend.
Nachdem man nach dem ersten Start sein Google Konto eingerichtet hat, werden automatisch alle vorher installierten Applikationen vom Google Server herunter geladen und automatisch installiert. Dies erleichtert den Umstieg zwischen verschiedenen Geräten ungemein. Zum Senden einer SMS oder MMS steht eine intuitive Eingabemaske bereit. Nachdem man den Empfänger festgelegt und das Textfeld angetippt hat, öffnet sich die Tastatur. Je nach Lage des Handys, wird diese im Hoch- oder im Querformat angezeigt. Das Tastenlayout hat sich so gut wie nicht geändert. Einzig das Design ist etwas anders. Die einzelnen Tasten sind nun wesentlich kleiner, als man es von früheren Versionen gewohnt ist. Das wirkt auf den ersten Blick befremdlich und unverständlich. Aber trotz kleinerer Tasten, ist die Eingabe besser und treffsicherer als zuvor.
Die Texteingabe verfügt über Wortvervollständigung. Hierfür ist es nicht nötig, das komplette Wort zu schreiben. Nach den ersten paar Buchstaben erkennt das System den Wortstamm und gibt nun drei Vorschläge aus, wie das Wort lauten könnte. Wird ein Wort bestätigt, wird es automatisch im Text eingetragen. Weitere häufig genutzte Wörter können selbst hinzugefügt werden.
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