Test des Samsung S7220 UltraClassic

Einführung

Test-Datum: 20.07.2009
Software Version: Eigenentwicklung
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: CKr dem Autor Feedback senden
 
Samsung S7220 UltraClassic

Wie der Name schon verrät, präsentiert sich das Samsung S7220 Ultra Classic in schlichtem klassischen Äußeren. Dabei könnte es optisch der Bruder S8300 Ultra Touch sein, wäre da nicht die Barrenform, anstatt des Sliders. Mit HSDPA, UMTS, EDGE und Bluetooth ist es in Puncto Connectivity gut im Rennen. Multimediaqualitäten bescheinigt der Hersteller diesem Modell dank 5-Megapixel-Kamera, MP3-Player und AMOLED-Display. Spitzentechnologie in attraktivem Design oder Mogelpackung? Das verrät der Praxistest auf inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Samsung S7220 UltraClassicDas Samsung S7220 Ultra Classic wird in einem recht großen rechteckigen Karton geliefert. Auf der schwarzen Oberfläche sind Fotos des Handys sowie an den Seitenwänden Handyfeatures, abgebildet. Insgesamt macht die äußere Verpackung einen eleganten Eindruck. Ein aufklappbarer Deckel offenbart den Blick auf eine rot-schwarz verlaufenden Ebene mit Profilbild des Handymodells. Öffnen lässt sich der Karton mit einer Seitenlasche. Zum Vorschein kommt ein eierpappartiger Karton, in dem Handy und Zubehör liegen. Nicht wirklich hübsch anzusehen, aber funktionell und schützend für den Inhalt. Mit dem S7220 liefert Samsung: ein Netzteil, einen Akku, ein USB-Datenkabel, ein Stereo-Headset mit Klinkenstecker und Adapter, eine Mini-Software-CD und jeweils eine Bedienungsanleitung in deutscher und englischer Sprache. Leider ist trotz MicroSD-Steckplatz keine Speicherkarte im Lieferumfang enthalten.

Samsung S7220 UltraClassic

Verarbeitung & Handhabung

Samsung S7220 UltraClassic

Mit einem raffinierten Mechanismus lässt sich die Akkuabdeckung des Samsung S7220 öffnen. Am unteren Rand der Rückseite ist ein Schiebemechanismus angebracht, der die Abdeckung in ihrer Verankerung hält. Schiebt man diesen nach unten, lässt sich der Deckel leicht abheben. Darunter sitzen Akku und Steckplatz für die Simkarte. Der SIM-Kartensteckplatz befindet sich nicht einfach unter einer Metalllasche, sondern wurde so ins innere Cover eingearbeitet, dass die Karte fast darin verschwindet. Gut geschützt ist sie zudem vom Rand des Akkus, den diesen muss man entfernen, bevor man die Simkarte einstecken kann.

Samsung S7220 UltraClassicSeitlich am Handy, aber unter der Akkuabdeckung, ist zudem ein Steckplatz für die MicroSD-Speicherkarte. Zwar muss man, um diese einzusetzen, nicht jedes mal den Akku, wohl aber die Abdeckung entfernen, was etwas umständlich ist. Dank der sicheren Halterung sitzt die Akkuabdeckung fest an ihrem Platz. Das Handy macht insgesamt einen hochwertigen Eindruck. Im Test kommt das platinum-red-farbene Modell zum Einsatz (es gibt den Barren auch in seagrass-blue). Wie schon im Vorwort erwähnt, ähnelt dieses Modell sehr dem S8300 Ultra Touch. Auch hier wurde anthrazitfarbenes Plastik mit Elementen in gebürstetem Metalllook verbaut. Das schwarz glänzende Display beherrscht etwas mehr als die Hälfte der Handyfront und wird von einem dezenten weinroten Streifen umrandet. Angenehm ist auch das Handyfeel. Schlank und mit angenehm abgerundeten Kanten, liegt es gut und 83 Gramm leicht, in der Hand.

Selbst bei stärkerem Druck auf das S7220 knarzt nichts. Die Hauptelemente des Barrens sind gut und ohne große Spaltmaße verarbeitet. Einzig zwischen Seitentasten und Cover tun sich etwas breitere Spalten auf, in denen sich auf Dauer Schmutz ansammeln könnte. Wie von Samsung gewohnt ist der Multifunktions-Steckplatz für Netzteil, Datenkabel und Headset, unter einer Abdeckung verborgen. Die Anbauteile lassen sich leicht in den Multifunktions-Steckplatz stecken, wackeln aber etwas hin- und her, was auf längere Zeit zu Kontaktproblemen führen könnte. Weniger gut geschützt ist die Kameralinse auf der Rückseite des Handys. Zwar ist diese mitsamt der Fotoleuchte, durch einen leicht erhabenen Rand vor Abrieb geschützt, aber spätestens beim Transport in der Tasche, zusammen mit Schlüssel oder anderen spitzen Gegenständen, dürfte es Kratzer geben.

Samsung S7220 UltraClassicUnter der Kameralinse prangt ein silberner Samsung-Schriftzug. An der linken Außenseite sieht man die Wipptaste zur Lautstärkeregulierung. Der schon erwähnte Multifunktions-Steckplatz befindet sich an der rechten Außenseite und unter ihm eine Kamerataste. Über dem Display auf der Frontseite des S7220 sind eine kleine Kameralinse für Videotelefonie und daneben der Hörer angebracht. Sowohl die Außentasten, als auch die alphanumerische Tastatur unter dem Display, haben die gleiche Farbe wie der Korpus, was die elegante Wirkung des Handys noch unterstreicht. Auch unterhalb des Displays prangt ein silberner Samsung-Schriftzug. Darunter ist mittig der Navigationskey angebracht. Dieser besteht aus einem angenehm breiten erhabenen Silberrand, in dessen Mitte ein schwarzer OK-Button liegt. Sehr unglücklich ist die Platzierung der Sofftasten, zwischen Navigationskey und den außenliegenden Anruf- und Beenden-/Aus-Tasten. Die Navigationskeys sind so schmal gestaltet, dass man schnell mal auf die nebenliegende Taste rutscht – dazu bedarf es nicht mal allzu dicker Finger. Besonders während der Navigation durch die Menüs nervt das sehr, da der rechte Softbutton meistens mit den Zurück-/Aus-Funktionen und der linke mit den Speichern-/Auswahl-/Optionen-Funktionen belegt ist, die ensprechenden Links dazu aber über Anruf- bzw. Beenden-/Aus-Taste angezeigt werden. So ist es fast unvermeidlich, sich öfter mal zu vertippen und wieder von vorne beginnen zu müssen (wenn man dadurch beispielsweise,anstatt auf der vorherigen Seite, wieder auf dem Standbybildschirm gelandet ist).

Im Gegensatz dazu lässt sich der Navigationskey, dank seiner erhabenen Oberfläche, gut und präzise bedienen. Etwas größer könnte der OK-Button in seiner Mitte ausfallen. Das alphanumerische Tastenfeld zeigt eine klassische Anordnung. Die etwas geschwungenen Samsung S7220 UltraClassicDreierreihen weisen eine leichte Wölbung auf und grenzen sich dadurch von der jeweils darunter liegenden Reihe ab. Das kommt dem Nutzer beim „blinden“ Eingeben einer SMS zugute, obwohl es hier wünschenswert wäre, wenn auch die nebeneinander liegenden Tasten, eine deutlichere Abgrenzung aufweisen würden. Der Druckpunkt fällt bei den seitlichen Tasten leicht ab, was daran liegen könnte, dass diese flacher gestaltet sind, als die mittleren Tasten. Insgesamt bietet das Tastenfeld aber, dank stumpfer Oberfläche, eine komfortable Bedienbarkeit. Der Vibrationsalarm lässt sich wahlweise als separat, Vibration und Melodie, erst Vibration, dann Melodie oder Vibration und ansteigende Melodie, einstellen. Durch Hemden- und Hosentaschen ist die Vibration zu spüren aber leider auch zu hören, denn der Vibrationsalarm wird von einem deutlichen Summen begleitet.

Sprachqualität & Empfang

Samsung S7220 UltraClassicDie Sprachqualität des Samsung S7220 ist mittelprächtig. Der Gesprächspartner im Festnetz ist zeitweise abgehackt zu hören, auch zeigt sich ein leises Hintergrundrauschen. Von Festnetzseite wird die Stimme als zu höhenbetont und leicht gequetscht beschrieben. Mit der seitlichen Wipptaste lässt sich der Lautsprecher des Handys bis zu einer enormen Lautstärke hochregeln, so dass man den Gesprächspartner auch in lauterer Umgebung, beispielsweise auf einem Bahnhof, noch sehr gut verstehen kann. In D-Netzen, mit guter Netzabdeckung, zeigte die Empfangsanzeige im Test immer den höchsten Wert an. Nicht ganz so gut, aber dennoch ausreichend, um ein Telefonat zu führen, war der Empfang im E+-Netz.

Für Gesprächszeiten im GSM-Netz bescheinigt der Hersteller dem Handy einen Wert von bis zu 5,5 Stunden, für Gesprächszeiten im UMTS-Netz von bis zu 4 Stunden. Der 960 mAh Li-Ion-Akku soll eine Standbyzeit von bis zu 400 Stunden schaffen. Diesen Wert erreichte er im Test nicht. Bei intensivem Gebrauch stromfressender Anwendungen wie Kamera, Bluetooth oder MP3-Player, musste das S7220 schon nach fast einem Tag wieder ans Netz. Im reinen Standbybetrieb hielt es knapp drei Tage durch. Hierbei sollte jedoch bedacht werden, dass es sich im Test um einen neuen, untrainierten Akku handelte. Nach mehrmaligen Lade- und Entladevorgängen des Akkus, können sich Standby- und Gesprächszeiten durchaus noch verlängern.

Samsung gibt für dieses Handymodell einen maximalen SAR-Wert von 1,08 W/kg an.

Display & Kamera

Samsung S7220 UltraClassicDas 2,2 Zoll AMOLED-Display des Samsung S7220 weist eine sichtbare Breite von 3,4 cm und eine sichtbare Höhe von 4,5 cm auf. 262144 Farben werden sehr brillant wiedergegeben. Dank einer Auflösung von 240 x 320 Pixel ist die Anzeige gestochen scharf. Hübsch anzusehen, aber nicht gut für die Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung, ist die glänzende Oberfläche des Monitors. Auch Glühlampenlicht spiegelt sich darin und trübt die schönen Aussichten auf die Anzeige. Bei normalem Tageslicht und in der Dunkelheit, kann das leuchtende Display jedoch punkten. Da die Symbole von alphanumerischem Tastenfeld, Softtasten, Anruf- und Beende-/Aus-Taste, von unten weiß beleuchtet werden, sind auch diese bei Dunkelheit gut zu erkennen. Sehr erfreulich ist die Möglichkeit, sich auf dem Handy neben den drei voreingestellten Themes, eigene Themes kreativ selbst gestalten zu können. Die zwei Schwierigkeitsmodi „Einfach“ und „Experte“ sorgen dafür, dass hier jeder, entsprechend des eigenen Gestaltungsdrangs, zu seinen Gunsten kommt. Für den Startbildschirm lassen sich wahlweise das Hauptbild des eingestellten Themes, ein Bild oder eine Foto-Slideshow, einstellen.

Auch die Wählanzeige lässt das kreative Herz höher schlagen, hier kann man nämlich zwischen verschiedenen Schriftarten, Schriftgrößen, Schrift- und Hintergrundfarben, wählen. Eine Möglichkeit, die Schriftgröße der Listenmenüs zu verändern, gibt es leider nicht, was besonders für Menschen mit einer Sehschwäche bedauerlich ist, da die Schrift allenfalls mittelgroß angezeigt wird. Dafür kann man eine Begrüßungsmeldung verfassen, die einen beim Einschalten des Handys willkommen heißt. Um die Displayhelligkeit der Umgebung anzupassen, kann diese in fünf Stufen reguliert werden. Die Displaybeleuchtungsdauer ist in fünf Schritten zwischen 10 Sekunden und 10 Minuten anpassbar. Soll das Display vor dem kompletten Abdunkeln erst einmal gedimmt werden, ist auch dieses in fünf Schritten zwischen „Aus“ und drei Minuten vor Abschalten der Displaybeleuchtung, wählbar.

Die Tastatur kann immer beleuchtet sein, während auch das Display leuchtet, sie kann aber auch benutzerdefiniert oder in einen Nachtmodus mit einer entsprechenden Uhrzeit, eingestellt werden. In den Kameramodus des Samsung S7220 gelangt man wahlweise über einen langen Druck auf die Kamerataste oder über das Hauptmenü. Das Handydisplay dient im Querformat als Sucher für die 5-Megapixelkamera. Der gewählte Bildausschnitt ist identisch mit dem geschossenen Foto und auch Details werden klar im Display angezeigt. Als Auslöser dienen wahlweise die OK-Taste (bei der allerdings kein Autofokus aktiviert wird) oder die Kamerataste. Ohne Autofokus ist das Bild in unter einer Sekunde geknipst, mit Autofokus braucht der Auslöser etwas über eine Sekunde. Optional werden die gewählten Kamerafunktionen als Symbole im Display dargestellt. Die rechte Softtaste ist mit dem Optionsmenü belegt. Auch hier kollidiert man zwangsweise wieder einmal mit der Beenden-/Aus-Taste, da das Options-Symbol direkt darüber liegt. Ferner können Funktionen über die Navigationstaste sowie einige alphanumerische Tasten angewählt werden. Im Kameramodus gibt es folgenden Einstellungsmöglichkeiten:

  • Samsung S7220 UltraClassicModus (Kamera, Videokamera)
  • Aufnahmemodus (Einzeln, Smile, Serie, Panorama, Mosaik, Rahmen)
  • Szene (Keine, Hochformat, Querformat, Sport, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Nachtaufnahme, Gegenlicht, Text)
  • Auflösung (2560x1920, 2048x1536, 1600x1200, 640x480)
  • Gesichtserkennung (Ein, Aus)
  • Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Glühlampenlicht, Fluoreszierend, Bewölkt)
  • Effekte (Keine Effekte, Grau, Sepia, Negativ, Antik, Wasserfarben)
  • ISO (Automatisch, 50, 100, 200, 400)
  • Belichtungsmessung (Normal, Mittenbetont, Spot)
  • Bildstabilisator
  • Wide Dynamic Range
  • Fotoqualität (Sehr Fein, Fein, Normal, Sparsam)
  • Autofokus
  • Kontrast
  • Sättigung
  • Schärfe
  • Suchermodus (Symbole, Keine Symbole, Hilfslinien)
  • Überprüfen
  • Autorotation
  • GPS-Verbindung
  • Auslöserton
  • Speicher (Telefon, Speicherkarte)
  • Schnellzugriff-Info

Der 4-fach Digitalzoom ist erfreulicherweise auch bei höchster Bildauflösung einsetzbar. Fotos nimmt die Kamera im JPEG-Format auf. Durch die Bildbearbeitungsfunktion kann ein Foto mit Effekten, partieller Unschärfe, in Helligkeit, Kontrast und Farbe, durch Drehen und Kippen oder Ändern der Größe, Einfügen von Rahmen, Cliparts, Emoticons oder Texten und Auswahl eines Bildausschnitts, nachbearbeitet werden. Im Videomodus gibt es die Einstellungsmöglichkeiten:

  • Modus (Kamera, Videokamera)
  • Aufzeichnungsmodus (Normal, MMS)
  • Auflösung (320x240, 176x144)
  • Weißabgleich (Automatisch, Tageslicht, Glühlampenlicht, Fluoreszierend, Bewölkt)
  • Effekte (Keine Effekte, Grau, Sepia, Negativ, Antik, Wasserfarben)
  • Kontrast
  • Sättigung
  • Schärfe
  • Suchermodus (Symbole, Keine Symbole, Hilfslinien)
  • Überprüfen
  • Autorotation
  • GPS-Verbindung
  • Audioaufnahme
  • Speicher (Telefon, Speicherkarte)
  • Schnellzugriff-Info

Videos werden im MPEG4- oder 3GP-Format aufgenommen. Die Videoclips können im Video-Editor zugeschnitten, geteilt, mit Effekten und Texten versehen und Teile davon ausgeschnitten, werden. Auch kann man hier aus Videos, Bildern und Audiodateien, ein ganz neues Video kreieren. Sowohl Fotos als auch Videos werden in den entsprechenden Ordnern, unter dem Hauptmenüpunkt „Eigene Dateien“, gespeichert. Dort lassen sich zudem beliebig viele weitere Ordner zum Speichern von Bildern und Videos erstellen.

Auffällig im Test war, dass einzelne selbstaufgenommene Videos vorübergehend aus dem Videoordner verschwanden und erst wieder auftauchten, als ein weiteres Video aufgenommen und abgespeichert wurde. Bei optimalen Lichtverhältnissen werden Fotos recht ordentlich, weisen aber eine leichte Unschärfe zu den Rändern hin auf. Auch wirken die Bilder in der Grundeinstellung überbelichtet, die Farben blass und milchig. Dieses lässt sich jedoch durch Weißableich und entsprechende ISO-Einstellungen verbessern. In etwas dunklerer Umgebung, in der normalerweise noch kein Fotolicht notwendig ist, muss das Handy trotz eingeschaltetem Bildstabilisator, sehr ruhig gehalten werden, da die Fotos ansonsten schnell unscharf werden. Mit eingeschaltetem Fotolicht, welches ähnlich einem Blitz, erst während des Auslösevorgangs aktiviert wird, werden Bilder bei Dunkelheit jedoch erstaunlich gut. Die Fotoleuchte zeigt eine bemerkenswerte Leuchtkraft und ist durchaus in der Lage, einen 30 Quadratmeter großen Raum gut auszuleuchten. Qualitativ kommt die Handykamera nicht an eine gute Digitalkamera heran, ist jedoch, für nette Schnappschüsse in Urlaub oder Freizeit, durchaus zu gebrauchen. Auf dem Handydisplay betrachtet, sind die selbst aufgenommenen Videoclips recht ansehnlich. Anders schaut es bei der Betrachtung auf einem Computermonitor aus. Die Clips wirken hier sehr ruckelig und eher wie eine Aneinanderreihung von Standbildern.

OS & Bedienung

Samsung S7220 UltraClassic
Samsung S7220 UltraClassic
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Die Menüstruktur des Samsung S7220 bietet verglichen mit anderen Samsung-Geräten der aktuellen Generation nicht viel Neues. Das Hauptmenü ist ausgestattet mit den 12 Menüicons: Anrufliste, Telefonbuch, Musik, Internet, Nachrichten, Eigene Dateien, Organizer, Kamera, Google, Anwendungen, Alarm und Einstellungen. Die Reihenfolge der Menüpunkte lässt sich nicht ändern.

Unter den Hauptmenüpunkten verbergen sich Listenmenüs, in weitestgehend logischer Anordnung, so dass man sich schnell und intuitiv darin zurechtfinden kann. Viele Wege führen beim S7220, zum schnellen Verfassen einer SMS. Zum Einen kann man dazu in die Nachrichtenfunktion des Hauptmenüs gehen. Wenn das jemandem zu langwierig ist, kann er entweder eine der vier Schnellzugriffsfunktionen, mit denen man den Navigationskey belegen kann, mit der Nachrichtenfunktion bestücken oder im Standbymenü auf den linken Softkey klicken: Dann öffnet sich nämlich das „Eigene Menü“. Auch hier hat der Nutzer noch einmal die Möglichkeit, zwölf Menüicons mit Wunschfunktionen zu belegen.

Wie schon zuvor erwähnt, lässt sich die Schriftgröße leider nur für die Wählanzeige verändern. Zwischen verschiedenen Schriftfarben für die Listenmenüs, kann man in der Funktion zur Erstellung eigener Themes wählen. Nicht ganz logisch, ist Funktion zur Unterdrückung der eigenen Rufnummer untergebracht. Diese ist nämlich nicht in den Telefon-, sondern in den Anwendungseinstellungen zu finden. Hierzu geht man folgenden Weg: Hauptmenü > Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Anruf > Alle Anrufe > Rufnummernübertragung.

Ähnlich ist der Weg zur automatischen Wahlwiederholung: Hauptmenü > Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Anruf > Sprachanruf > Automatische Wahlwiederholung. Die Anrufliste des Barrens gibt ausführliche Auskunft über aktuelle Kontakte, unbeantwortete Anrufe, gewählte Rufnummern, empfangene Anrufe, gesendete Nachrichten und empfangene Nachrichten. Zu jedem Eintrag in der Liste werden Name, Rufnummer, Datum und Uhrzeit, angezeigt.

SMS und MMS kann man wahlweise mit ein- oder abgeschalteter T9-Funktion verfassen. Durch Aktivierung der Wortlistenfunktion, werden zu jedem angefangenen Wort Vervollständigungsvorschäge gegeben. Bis zu 2295 Zeichen lassen sich in einer überlangen Nachricht unterbringen. Die noch verbleibenden Zeichen werden am oberen Bildschirmrand angezeigt. Einer Nachricht kann man Symbole, Bilder, Videos, Töne, aus dieser Funktion heraus neu aufgenommene Fotos, Videos und Töne, Textvorlagen, Emoticons, Visitenkarten, Kalender, Aufgaben und Memos, hinzufügen.

Je nachdem, wie groß die hinzugefügte Anlage ist, wird die Nachricht als SMS oder MMS erkannt und versendet. Man kann die Nachricht aber auch schon von vornherein als MMS konfigurieren. Ist ein ausgewähltes Foto zu groß für eine MMS, wird es automatisch auf die passende Größe verkleinert. Nachrichten lassen sich an beliebig viele Kontakte oder Gruppen gleichzeitig versenden. Um eine E-Mail verfassen zu können, muss man zuerst ein E-Mail-Konto einrichten. Bis zu fünf Konten können mithilfe eines E-Mail-Einrichtungsassistenten in wenigen Schritten eingerichtet werden. Eine E-Mail kann an beliebig viele Kontakte oder Gruppen verschickt werden. Der Text der Mail darf bis zu 2000 Zeichen lang sein. Außerdem kann man der Mail Bilder, Videos, Töne, andere Dateien, Fotos oder Videos die von hieraus aufgenommen wurden, Visitenkarten, Kalender, Aufgaben, Memos, Favoriten, Textvorlagen, Text-Emoticons und Symbole anhängen.

20 Klingeltöne im MP3-Format sind schon auf dem Samsung S7220 gespeichert. Die Töne werden sehr laut und klar vom Handylautsprecher wiedergegeben. Auch Musikstücke in den Formaten AAC, AAC+, AMR und MP3 können als Rufzeichen für Sprach- oder Videoanrufe eingestellt werden. Vier Effekttöne sind als Nachrichtenton eingespeichert, aber auch hierfür kann man auf die normalen Klingeltöne oder Musikstücke, in den genannten Formaten, zurückgreifen. Für Tastenton, Einschalt- und Ausschalttyp, stehen weitere Töne bereit. Videos kann das Handy in den Formaten 3GP, H.263, H.264, MPEG4 und WMV, abspielen.

Eine ein- und ausschaltbare automatische Tastatursperre, schützt die Tastatur vor ungewollter Bedienung, beim Transport in der Tasche. Die automatische Tastatursperre schaltet sich, wenn sie aktiviert ist, automatisch ein, sobald sich die Displaybeleuchtung ausschaltet. Durch langes Drücken der Sterntaste lässt sich die Tastatur wieder entsperren. Hat man das Display auf eine lange Beleuchtungsdauer gestellt und möchte die Tastatur vor dem Ausschalten der Beleuchtung manuell sperren, reicht auch hierfür ein langer Druck auf die Sterntaste.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Samsung S7220 UltraClassicMit Connectivitymöglichkeiten ist das Samsung S7220 reich gesegnet. Hierzu gehören:

  • GPRS, Class 12
  • EDGE
  • UMTS, Down: 384 KBit/s Up: 64 KBit/s
  • HSDPA, bis zu 7,2 KBit/s
  • Bluetooth 2.1 mit Stereo-Audio-Streaming (A2DP)
  • USB/ POP-Port Schnittstelle
  • USB-Massenspeicher
  • GPS Funktion für Geo-Tagging
  • MicroSD-Speicherkartensteckplatz
  • SyncML DS

Mit WLAN und Infrarot wurde der Barren nicht ausgestattet. Schnell im Internet surfen kann man aber trotz fehlender WLAN-Ausstattung mit UMTS und EDGE. Mit HSDPA erreicht man eine schnelle Downloadgeschwindigkeit aus dem Internet. Wer keine UMTS- oder EDGE-Netzabdeckung hat, ist auch noch recht fix mit GPRS unterwegs.

Nicht ganz so schnell, dafür aber zuverlässig, arbeitet die Bluetoothfunktion des Handys. Zwar klappte der Aufbau sowohl zwischen zwei Handys und Handy/Notebook reibungslos, für die Übertragung eines 1,8 MB großen Fotos vom Handy auf das Notebook, brauchte es aber lange 40 Sekunden. Schneller geht da eine Übertragung, wenn man das S7220 via USB-Datenkabel als Massenspeicher ans Notebook anschließt. Auch lassen sich per Datenkabel oder Bluetooth, und mit der mitgelieferten Software für das Samsung PC Studio, spielend leicht Daten zwischen Handy und PC synchronisieren. Außerdem können auf diesem Weg Kontakte und Nachrichten organisiert, Daten übertragen und Multimedia-Nachrichten erstellt werden. Sollte der 110 MB große flexible Speicher des Telefons einmal nicht ausreichen, kann man diesen, mit einer bis zu 8 GB großen MicroSD-Speicherkarte, aufrüsten.

Multimedia & Organizer

Samsung S7220 UltraClassic
Samsung S7220 UltraClassic
Samsung S7220 UltraClassic
Samsung S7220 UltraClassic

Auf Sprachwahl und Sprachsteuerung muss man beim Samsung S7220 leider verzichten. Dafür hat der Barren eine Sprachaufzeichnungsfunktion mit an Bord, die Sprachmemos in einer Länge von bis zu 60 Minuten aufnehmen kann. Die Freispechfunktion des Handys ist ordentlich. Man hört den Gegenüber ausreichend laut und wird umgekehrt auch gut gehört. Das Mikrofon lässt sich im Optionsmenü während eines Gespräches stumm schalten. Um das Telefon den äußeren Gegebenheiten anzupassen, sind die Profile Normal, Stumm, PKW, Besprechung, Im Freien und Offline, voreingestellt. Weitere Profile lassen sich zwar nicht erstellen, aber die Einstellungsmöglichkeiten, um das einzelne Profil den eigenen Bedürfnissen anzupassen, sind zahlreich. Eine zeitgesteuerte Profilauswahl gibt es nicht.

Im Telefonbuch des Handys lassen sich Kontakte und Gruppen abspeichern. Hat man einen Kontakt direkt im Telefon gespeichert, kann man ihm Vorname, Nachname, Handynummer, Festnetznummer, E-Mail, Gruppe, Anruferkennung, Anruferklingelton, Notizen, Fax, URL, Geburtstag und vieles mehr, hinzufügen. Auch während eines Telefongespräches kann man auf die Kontaktliste zugreifen. Im Organizer des S7220 findet man einen Kalender, eine Memofunktion für Textmemos, eine Aufgabenliste, eine Weltuhr, einen Rechner und eine Umrechnungsfunktion. Der Kalender ist wahlweise in Tages- Wochen- oder Monatsansicht einstellbar. In ihm lassen sich Jahrestage, Urlaub, wichtige Termine und Privates speichern. Termine kann man mit Titel, Details, Startdatum, Startzeit, Enddatum, Endzeit, Ort, Alarm und Alarm-Wiederholungsoptionen versehen. In einer Ereignisliste kann man sich die gespeicherten Termine anzeigen lassen. Auch eine Stoppuhr und einen Timer hat man mit diesem Handy immer dabei. Diese Funktionen findet man jedoch im Anwendungsmenü. Uhrzeit und Datum werden im Standbybildschirm angezeigt. Die Uhrzeit ist auch während der Navigation durch die Handymenüs konstant am oberen Bildschirmrand zu sehen. Eine automatische Zeitaktualisierung sorgt dafür, dass einem immer die richtige Stunde schlägt.

 

Hierfür dienen auch die fünf einstellbaren Weckrufe/Alarme des Handys. In dieser Funktion kann man Alarmzeit, Alarmtyp, Alarmton, Alarmlautstärke, Wochentage (Mo – So), Erinnerung, Wiederholung, automatisches Einschalten des Weckers bei ausgeschaltetem Handy, einstellen. Auf dem S7200 sind die Spiele Asphalt3, Brain Challenge Vol2, Midnight Pool2, Tetris Mania und World Series of Poker vorinstalliert. Alle Spiele hätten wegen des brillanten Displays einen wirklich hohen Spaßfaktor, wären sie nicht, wie bei Samsung-Handys leider häufiger üblich, lediglich in der Demoversion vorhanden. So lassen sich alle Spiele nur kurz anspielen. Will man mehr, muss man sich die Spiele kostenpflichtig freischalten lassen.

Samsung S7220 UltraClassic
Samsung S7220 UltraClassic
Samsung S7220 UltraClassic
Samsung S7220 UltraClassic

Ein NetFront Browser v3.5 macht das Surfen im Internet möglich. Dieser bietet jedoch nur eine eingeschränkte Funktionsvielfalt. So gibt es keine vernünftige Lupenfunktion, Seiteninhalte werden zum Teil nicht originalgetreu, sondern in abgespeckter Version angezeigt und auch die Anzeige einzelner Website-Ausschnitte ist nicht möglich. Immerhin ermöglicht der Browser das Ausführen von JavaScripts, Anzeige von Bildern und Abspielen von Tönen. Außerdem hat er eine Favoritenliste und kann Bilder oder Websites speichern. Die Anzeige wird durch den Lagesensor beim Drehen des Handys vom Längs- ins Querformat gebracht. Allerdings ist eine Texteingabe nur im Längsformat möglich. Für das gelegentliche Surfen im Internet reicht der Browser aus – weitaus mehr Funktionsvielfalt bietet aber beispielsweise ein Opera Mini Browser. Das auf dem Handy vorhandene GPS eignet sich leider nur für Geo-Tagging. Für den Einsatz von Navigationssoftware ist der GPS-Chip nicht ausgestattet. Möchte man dennoch seine Reiserouten planen, muss man auf das vorinstallierte Google Maps zurückgreifen. Möchte man aus einer unerwünschten Gesprächssituation oder Konferenz unauffällig verschwinden, bietet das Handy die Möglichkeit eines Täuschungsanrufes durch Knopfdruck. Hier wird eine zuvor aufgenommene Stimme vom Handy abgespielt, mit der sich der Nutzer dann - zum Schein - unterhalten kann. Die Ortung eines verlorengegangenen oder gestohlenen Handys macht die uTrack-Funktion möglich. Wird eine fremde Simkarte in des Handy eingesetzt, schickt es eine SMS, mit den Daten der fremden Simkarte, an eine vorher festgelegte Adresse. Mobile Blogging ermöglicht das S7220 nach vorheriger ShoZu-Aktivierung. Eine sehr praktische Funktion des Handys ist der Etikette-Modus. Ist dieser aktiviert, stellt das Telefon seine Töne auf stumm, wenn man es auf die Displayseite legt. Die eingestellte Profileinstellung wird dadurch nicht verändert.

 

Musiktitel können per Bluetooth, USB-Datenkabel oder eine MicroSD-Speicherkarte vom PC oder durch Download aus dem Internet, auf das Handy übertragen werden. Im MP3-Player des S7220 werden die Titel dann nach Wiedergabelisten (von denen man beliebig viele erstellen kann), Interpreten, Alben, Genres oder Podcasts, geordnet. Eine Musikerkennungsfunktion verrät Interpreten und Titel eines Stückes, wenn es auf dem Handy abgespeichert und über die Erkennungsfunktion abgespielt wurde. Eine Resumeefunktion ermöglicht das mehrmalige Abspielen einzelner Titel oder Abspielen von Wiedergabelisten in Endlosschleife, sowie eine Zufallswiedergabe. Surft man durch die Handymenüs, kann der MP3-Player, auf Wunsch, im Hintergrund weiterlaufen. Der Player bietet die Sound-Effekte: Normal, Pop, Rock, Dance, Klassik, Jazz, Höhen, Bassregler, Megabass, Weit, Dynamisch, Surround und Automatisch. Wer es auch für die Augen abwechslungsreich mag, hat die Qual der Wahl zwischen drei Visualisierungstypen.

Während der Titelwiedergabe werden Interpret, Titel und Album, angezeigt. Unter dem Hauptmenüpunkt „Eigene Dateien“ lassen sich im Musikordner beliebig viele Unterordner, für die Speicherung von Musiktiteln, neu erstellen. Ein Dauereinsatz des MP3-Players wirkt sich naturgemäß ziemlich negativ auf die Akkulaufzeit aus. Der Klang des Players ist gut und knackig, selbst über den Handylautsprecher. Vollen Musikgenuss bietet aber erst der Einsatz des mitgelieferten Headsets. Das S7220 kann Musik in den Formaten AAC, eAAC, eAAC+, WMA und MP3 abspielen. Zum Einsatz des UKW-Radios ist ein Headset nötig, da das Kabel des Headsets als Antenne benötigt wird.

Fazit

Samsung S7220 UltraClassic

 

Mit dem S7220 Ultra Classic bringt Samsung ein edel aussehendes Handy mit umfangreichen Multimediafunktionen auf dem Markt. Die 5-Megapixel-Kamera könnte, trotz großer Funktionsvielfalt, Fotos in besserer Qualität bringen – dafür weiß aber der MP3-Player durch gute Klangqualität zu überzeugen. Das hervorragend brillante Display hätte sich sicher über Spiele in Vollversion gefreut, diese sind leider nur in der Demoversion vorhanden. Zu kleine und unglücklich angebrachte Softkeys machen die Navigation durch die Handymenüs nicht immer einfach. Wirklich super sind die Personalisierungsmöglichkeiten des Handys, wozu besonders die Möglichkeit beiträgt, eigene Themes zu erstellen. Mit zahlreichen Connectivitymöglichkeiten und geläufigen Officefunktionen dürften auch manche Business-Nutzer gut mit dem S7220 unterwegs sein. Summa summarum: ein gut gelungenes Handy mit einigen kleinen Mankos zu einem durchaus akzeptablen Preis.

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06.02.2011, 15:10 Uhr
Chris [Gast]
Hey. ich habe das Handy auch , nur ich habe wohl einen software fehler , denn es zeigt die ganze zeit an das es mit dem pc verbunden ist und ich kann keine musik mehr über die kopfhörer hören , sowohl auch nicht mehr das handy aufladen , wenn es an ist.
Weiß jmd . wie ich das problem lösen kann?

17.10.2010, 11:06 Uhr
tobi [Gast]
Das haandy ist der hamma bei mir geht alles exzellent also ich kann es einfach nur jedem entfehelen
27.06.2010, 9:50 Uhr
kira06
TOP HANDY!!! Habe aber Probleme mit der Einstellung E-Mail-Konto. Kann keine Mail versenden???
Auch Bluetooth lässt sich nicht aktivieren.
Kamera ist der Hit, 1A Bilder!!! Ansonsten ein wirklich TOP Handy. :thumbsup:
26.05.2010, 16:02 Uhr
Tabea [Gast]
Ich habe dieses Handy und ich liebe es!!Ich bin sowieso ein treuer Samsung-Kunde...dieses Handy kann ich nur weiter empfehlen...
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