Test des Samsung SGH-X670

Einführung

Test-Datum: 29.12.2006
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Runde, fließende Formen, eine schlanke Silhouette und eine edle matt-silberne Optik – das neue Samsung SGH-X670 besticht schon auf den ersten Blick durch seine elegante Optik. Das Lifestyle-Handy möchte aber nicht nur wegen seines perfekten Looks überzeugen: Funktionen wie Schnappschüsse mit der integrierten VGA-Kamera, das Hören von Nachrichten im Radio oder der Lieblingssongs als MP3 sollen das Handy zum perfekten Begleiter machen. Gleichzeitig hat Samsung mit dem SGH-X670 versucht, die „Schönheitsfehler“ der Vorgängermodelle zu beseitigen, und das Handy als „Allrounder“ konzipiert. So ist das Handy im Gegensatz zu dem SGH-X660 z. B. mit einer Bluetooth-Schnittstelle bestückt, mit Hilfe derer man Daten problemlos versenden und empfangen kann. Wer neugierig ist, ob es Samsung mit dem SGH-X670 tatsächlich gelungen ist, einen „Allrounder mit vielen Vorzügen“ zu konzipieren, der sollte den folgenden Testbericht lesen. So viel sei noch vorweggenommen: Auch auf die Zuverlässigkeit von Basisfunktionen - wie dem Telefonieren - hat Samsung viel Wert gelegt.

Verpackung & Lieferumfang

Die kompakte, schwarze Verpackung des Samsung SGH-X670 lässt den Kunden auf ein Lifestyle-Handy in schlichter Eleganz schließen, das auch gehobenen Designansprüchen gerecht wird.

Der Lieferumfang des Zubehörs ist überschaubar: So ist neben dem Handy, einem Li-Ion Akku (800 mAh), einem Reiseladegerät und der deutschen Bedienungsanleitung lediglich ein kabelgebundenes Stereo-Headset enthalten.

Ein derart minimalistischer Lieferumfang ist mittlerweile Standard, und im Hinblick auf den Funktionsumfang des Samsung SGH-X670 auch ausreichend.

Auf der Vorder- und Rückseite der Verpackung ist das Handy selbst abgebildet. Hier sticht einem oben links auch der orangefarbene Slogan „Functionality at its Simplest“ („Funktionalitätsvielfalt auf einfachste Art und Weise“) ins Auge, und macht neugierig auf den Inhalt.

Verarbeitung & Handhabung


Der Zusammenbau des Handys gelingt auch dem ungeübten Nutzer auf Anhieb. Die SIM-Karte wird von oben unter den Metallbügel geschoben. Der Akku, der gleichzeitig die Rückseite des Geräts darstellt, sitzt absolut fest und lässt sich nach oben abnehmen. Sowohl die SIM-Kartenhalterung als auch der Verriegelungsmechanismus des Akkus machen einen sehr stabilen und vertrauenswürdigen Eindruck – so auch die Verarbeitung des gesamten Gerätes. Die Spaltmaße sind minimal gehalten und bieten so Schutz gegen Staub und Verschmutzungen. Der Eindruck einer erstklassigen Verarbeitung wird weiter unterstützt durch kaum wahrnehmbare Knarzgeräusche und den straffen Federmechanismus der Klappe. Letzterer ermöglicht ein problemloses Öffnen des Handys, das mit ein wenig Übung auch einhändig möglich ist. Weiteres Plus sind die Gummierungen auf der Innenseite des Handys, die ein Aufeinanderschlagen der Gehäuseteile beim schnellen Zuklappen verhindern. Die Anschlüsse für die Kopfhörer auf der linken oberen Seite und der Steckplatz für USB- und Ladekabel in der Mitte unten sind zudem mit Plastikverschlüssen versehen. Vorbildlich hier der Schiebemechanismus des Verschlussteils beim Headset-Ausgang. Das Verbummeln der Verschlussnippel dürfte mit diesem Patent endgültig der Vergangenheit angehören. Headset, USB- und Ladekabel lassen sich leicht anstecken und wie immer bei Samsung: sie halten auch.

Wie das Vorgängermodell SGH-X660 ist das SGH-X670 mit einer Größe von 87 x 45 x 21 Millimetern und den gerade einmal 79 Gramm ein wahres Fliegengewicht, und somit das ideale Gerät für die Hemd- und Hosentasche. Damit man das Handy auch um den Hals tragen kann, befindet sich in der Mitte oben eine Öse für eine Trageschlaufe. Optisch setzt das SGH-X670 auf ein eher rundes, feminines Design. Die Außenkanten sind abgerundet und die ausgeprägten Kerben, die das Frontdisplay einrahmen, bilden hierzu einen reizvollen Kontrast. Frontdisplay und Kamera sind tiefer gelegt und bieten damit einen Schutz gegen Kratzer. Das Gehäuse selbst besticht durch seine mattsilberne Optik und hinterlässt einen guten Eindruck, auch wenn es nur aus Hartplastik besteht. Das Material ist stoß- und kratzfest, hinterlässt keine lästigen Fingerabdrücke und sorgt für ein angenehm griffiges Gefühl in der Hand.

Bei der Tastatur hat sich Samsung für ein klassisches Tastenmodell entschieden. Die einzelnen Tasten sind ausreichend groß und das Hartplastik scheint abnutzungsresistent zu sein. Der Druckpunkt ist wie gewohnt deutlich und auch das Blind-SMS-Tippen bereitet keine Probleme. So sind neben dem Markierungspunkt auf der mitlleren Taste, sowohl die Fünf als auch die Acht hervorgehoben und bieten so eine gute Orientierung auf dem Tastenfeld. Leider hält Samsung an einem Ärgernis fest: Die Mitte des Navikeys (Fünf-Wege-Navigationstaste) führt direkt ins mobile Internetportal (WAP), und lässt sich im Gegensatz zu den anderen Richtungen (links, oben, rechts, unten) auch nicht mit einer anderen Menüfunktion belegen. Innerhalb der Menüsteuerung dient die Mitte des Navikeys, neben der linken Softkey-Taste, auch zum Bestätigen. Dies macht ein Hin- und Herwandern zwischen dem Navikey und der linken Softkey-Taste überflüssig. Unter dem Navikey befindet sich schließlich noch die Korrekturtaste (c), mittels derer beim Verfassen von SMS, MMS und E-Mail Zeichen und Objekte gelöscht werden können. Gleichzeitig kommt man mit dieser Taste auch eine Ebene im Menü zurück. Neu hinzugekommen ist die Funktion Erweiterte Verknüpfung. Dahinter verbirgt sich eine weitere Schnellzugriffsfunktion, mit der man in der Wählanzeige schnell auf Anwendungen wie SMS, Alarm, Kalender und Umrechnung zugreifen kann. Am linken Rand befindet sich eine Tastenwippe, mittels derer man die Tasten- und Gesprächslautstärke regulieren kann. Wer das Handy mit einer Hand bedient, kann hiermit auch die Menüfunktionen auf- und abrollen - eine wirklich praktische Sache. Durch längeres Drücken dieser Taste schaltet sich im geschlossen Zustand die Beleuchtung des Außendisplays ein. Am rechten Rand befindet sich die Kamera-Taste. Hiermit kann man die Kamera einschalten und im Kameramodus ist sie der Auslöser. Auch eine Bedienung der Kamera im geschlossenen Zustand ist möglich. Hier ist wichtig darauf zu achten, dass zum Auslösen der Kamera die Taste nur ganz kurz gedrückt wird, ansonsten schaltet sich die Kamera wieder ab. Im Dunkeln schimmert das Tastenfeld in einem leuchtenden Hellblau und ermöglicht so eine problemlose Bedienung. Ein witziges und überaus praktisches Detail sind auch die individualisierbaren Tastentöne. (Nicht nur) Leute mit Sehproblemen können zwischen vier Tönen (MFV, Signalton, Xylophon, Trommeln) auswählen und sich so beim Tippen vor allem auch auf ihr Gehör verlassen. Zuverlässig ist beim SGH-X670 auch der Vibrationsalarm - man kann ihn auch in Taschen ohne direkten Körperkontakt wahrnehmen. Zudem können Klingelton und Vibrationsalarm gleichzeitig aktiviert werden.

Sprachqualität & Empfang

Die Empfangsleistung des Triband-Handys (GSM 900, 1800, 1900 MHz), ablesbar an der Balkenanzeige links oben im Display, ist in Berlin in allen vier Netzen (T-Mobile, Vodafone, E-Plus, O2) gut. Der äußerst selten auftretene, vollständige Verlust der Empfangsbalken ist wohl eher auf Überlastungen bzw. den Wechsel einer Funkzelle zurückzuführen. Auch die Sprachqualität lässt nichts zu wünschen übrig. Störende Hintergrundgeräusche gibt es kaum und auch die Gesprächspartner bestätigen einem den klaren und deutlichen Klang. Dasselbe gilt für die eingebaute Freisprechfunktion. Diese kann während eines Gesprächs mit der Mitte des Navikeys aktivieren. Lediglich in kritischen Situationen, wie an einer lauten Strasse, sollte man lieber auf das mitgelieferte Headset zurückgreifen. Damit ist das SGH-X670 im Bereich der Telefonie ein wirklich verlässlicher Partner, zumal die vom Hersteller angegebenen drei Stunden Gesprächszeit und 200 Stunden Standbyzeit keineswegs übertrieben sind.

Display & Kamera

Spektakulär ist das Hauptdisplay des SGH-X670 mit seinen 65.536 Farben und einer Auflösung von 128 x 160 Pixel sicher nicht. Die UFB-Technologie führt dazu, dass selbst kleinste Abweichungen von der senkrechten Position zu erheblichen Sichteinbußen führen. Immerhin, im Vergleich zu den Displays der niedrigeren Modelle, wie dem des SGH-X300 oder des SGH-X480, bleibt das Display des SGH-X670 auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesbar. Auch auf die für Samsung typische Farbbrillianz muss man nicht verzichten. Es empfiehlt sich allerdings den Kontrast des Displays so weit wie möglich runter zu regeln. Bei der Displayhelligkeit sind nur die zwei höchsten Stufen zu empfehlen, da bei den energiesparenden niedrigeren Stufen die Lesbarkeit erheblich leidet. Um Energie zu sparen, kann man auch die Beleuchtungsdauer des Hauptdisplays (fünfzehn Sekunden bis zehn Minuten) und eine Dimmfunktion (fünfzehn Sekunden bis drei Minuten) festlegen. Das Frontdisplay hat mit 96 x 96 Pixel eine geringe Auflösung mit max. 65.536 Farben, bietet aber einen zufriedenstellenden Überblick über die wichtigsten Statusinformationen wie die Ladeanzeige, die Empfangsstärke und die Uhrzeit. Unbeantwortete Anrufe oder neu eingegangene Nachrichten werden über Piktogramme angezeigt, wenn sich das Frontdisplay nach knapp fünf Sekunden ausschaltet.

Die VGA-Kamera des SGH-X670 ist unter dem Durchschnitt anzusiedeln: die Bildqualität der Fotos und Videoclips reicht für Schnappschüsse mit lebendigen Farben und guter Tonqualität bei den Videos. Nur bei voller Lautstärke klingt der Sound ein wenig verzerrt. Fotoaufnahmen sind in einer Auflösung von 640x480 Pixel (VGA), 320x240 Pixel (QVGA), 160x120 Pixel (QQVGA) oder 128X96 Pixel (Sub-QCIF) möglich. Bei Videoclips sind es 160x120 Pixel (QQVGA) oder 128X96 Pixel (Sub-QCIF). Die Motive sind im Display gut zu erkennen und mit Hilfe der Navigationstaste kann man sich das gewünschte Motiv heran- (nach oben rollen) bzw. wegzoomen (nach unten rollen). Die Helligkeit reguliert man durch Abrollen der Navigationstaste nach rechts (heller) bzw. links (dunkler). Zwar auch schon in älteren Modellen von Samsung wie dem SGH-E760 enthalten, aber nicht jedem bekannt, sind die Schnellzugriffsfunktionen im Kameramodus. So ist zum Beispiel ein Wechsel vom Kamera- in den Videomodus über die Taste Eins möglich. Eine Erklärung der einzelnen Tastenfunktionen befindet sich im Menü Kamera/Optionen (linke Softkeytaste)/Kamera-Tastenfunktionen (8). Sehr anschaulich hier die grafische Darstellung der Tastenbelegung. Leider hat das Samsung SGH-X670 kein integriertes Fotolicht, so dass mangels Ausleuchtung auf Fotos und Videos in dunkleren Situationen kaum etwas zu erkennen ist. Für Fotos und Videoclips steht der variable Speicher des Geräts in Höhe von ca. 16 Megabyte zur Verfügung. Dieser variable Speicherplatz wird auch mit Musik, MMS, E-Mail und sonstigen Dateien belegt und lässt sich leider nicht erweitern. Das Auslösen eines Bildes dauert ca. eine Sekunde, im Bildfolgemodus sind sogar fünfzehn Serienaufnahmen in zehn Sekunden möglich. Die gemachten Bilder werden automatisch im Ordner Fotos im JPG-Format, die Videoclips im Ordner Videos im 3GP-Format abgespeichert. Neben der Aufnahme von Bildern, kann man die Fotos auch mit Effekten versehen : So kann man den Bildern Smileys oder Rahmen hinzufügen und die Effekte Schwarzweiß, Negativ, Sepia, Prägung, Skizze, Orange und Aqua auslösen.
X670 - beim Fotografieren



Eine weitere Bearbeitung und Gestaltung der Videoclips auf dem Handy ist allerdings nicht möglich. Schaut man sich die Bilder in der Dateiverwaltung an, hat man die Möglichkeit eine Präsentation zu starten.

OS & Bedienung

In Bezug auf die Menüführung erwartet einem beim Samsung SGH-X670 nichts Neues. Es handelt sich um ein 4-Wege-Konzept in Gitteransicht. Die neun Menüpunkte des Hauptmenüs sind bildlich dargestellt, und erfreulicherweise verbirgt sich hinter den Piktogrammen auch, was man dahinter vermutet. Bevor die wichtigsten Menüfunktionen weiter beschrieben werden, hier eine Übersicht:

1. Anrufliste: Letzte Kontakte (1), Unbeantwortete Anrufe (2), Gewählte Rufnummern (3), Empfangene Anrufe (4), Alle Löschen (5), Gesprächszeit (6), Gesprächgebühren (7)
2. Telefonbuch: Kontakte (1), Feste Rufnummer (2), Neuen Kontakt hinzufügen (3), Gruppe (4), Kurzwahl (5), Eigene Visitenkarte (6), Eigene Rufnummer (7), Verwaltung (8), Servicenummern (9)
3. Programme: Music Player (1), Sprachmemo (2), JAVA World (3), Radio (UKW) (4), Zeitzone (5), Alarm (6), Rechner (7), Umrechnung (8), Timer (9), Stoppuhr (10), Anbieterdienste (11)
3. Netzdienste: Anruf umleiten (1), Anruf sperren (2), Anklopfen (3), Netzwahl (4), Übertragung der eigenen Rufnr. (5), Geschlossene Benutzergruppe (6), Bandauswahl (7)
4. Internet: Startseite (1), Favoriten (2), URL aufrufen (3), Cache löschen (4), Profileinstellungen (5), Aktuelles Profil (6)
5. Nachrichten: Neue Nachricht erstellen (1), Gespeicherte Nachrichten (2), Vorlagen (3), Alle löschen (4), Einstellungen (5), Infomeldungen(6), Speicherstatus (7)
4. Töne: Klingeltöne (1), Klingelton-Lautstärke (2), Alarmtyp (3), Tastenton (4), Nachrichtentöne (5), Klappenton (6), Alarmton beim Anruf (7), Ein-/Ausschalten (8), Sondertöne (9)
6. Dateiverwaltung: Bilder (1), Videos (2), Musik (3), Töne (4), Andere Dateien (5), Speicherstatus (6)
7. Kalender
8. Kamera
9. Einstellungen: Uhrzeit & Datum (1), Telefon (2), Displayeinstellungen (3), Töne (4), Beleuchtungseinstellungen (5), Netzdienste (6), Bluetooth (7), Sicherheit (8), Speicherstatus (9), Einstellungen zurücksetzen (10)

Die jeweiligen Untermenüs sind in Listenform angeordnet und rein textbasiert. Je nach Belieben kann man sie entweder mit dem Navikey oder den alphanumerischen Tasten ansteuern. Auch wenn das Menü relativ umfangreich ist, kann man sich mit Hilfe der Schnellzugriffsfunktionen den Umgang mit dem Samsung SGH-X670 sehr erleichtern. So erreicht man z. B. das Schreiben einer neuen SMS normalerweise erst durch viermaliges Drücken der linken Softkeytaste. Es empfiehlt sich in jedem Fall sich am Anfang mit Hilfe der Bedienungsanleitung mit den Funktionen des Samsung SGH-X670 vertraut zu machen. Dank deren übersichtlichen Darstellung hat man das Handy auf diese Art und Weise sehr schnell im Griff.

Zwar ist die Schriftgröße für das Menü fixiert, die Wählanzeige und die Textanzeige beim Verfassen einer SMS, MMS oder E-Mail lassen sich jedoch verändern. Bei letzterem hat man neben der Textgröße (Klein, Mittel, Groß) sogar noch die Möglichkeit den Textmodus (Normal, Unterstrichen, Durchgestrichen), die Stilelemente Fett/Kursiv und die Ausrichtung (Mitte, Rechts, Links) einzustellen. Die Schrift ist sehr gut lesbar und insgesamt überzeugt das SGH-X670 in punkto Nachrichten. Beim Verfassen von Texten kann man mit Hilfe der *-Taste zwischen den verschiedenen Eingabemodi T9 (ab), T9 (Ab), T9 (AB) und 123 wechseln. Um die automatische Texterkennung T9 zu deaktivieren, hält man die *-Taste einfach länger gedrückt. In welchem Modus man sich befindet, wird einem rechts oben im Display angezeigt. Damit man nicht ständig den Eingabemodus ändern muss, kann der Nutzer auch im Buchstabenmodus eine Ziffer einfügen, indem einfach die gewünschte Zifferntaste länger gedrückt wird. Schreibt man mit T9, kann man mit der 0-Taste zwischen den Wörtern aus der Trefferliste wählen, und gegebenenfalls auch mittels der linken Auswahltaste das fehlende Wort buchstabieren. Zukünftig ist es dann im Wörterbuch enthalten. Auch der Funfaktor kommt beim SMS, MMS und E-Mail Schreiben nicht zu kurz. Man hat die Möglichkeit neben kleinen Bildvorlagen auch witzige Emotions- und Animationsvorlagen hinzuzufügen. Bei MMS existiert sogar eine Auswahl von vorgefertigten Vorlagen für wichtige Alltagssituationen (Danke Schön, Es tut mir leid, etc.).

Zum Archivieren der SMS hat man ausreichend Platz: bis zu 200 SMS können abgespeichert werden. MMS und E-Mail hingegen belegen den flexiblen Speicher, und dass dieser mit seinen 16 MB nicht ausreicht, wird jedem klar, der sich ein paar Songs in MP3-Format auf dem Gerät abgespeichert hat. Wenigstens stößt man beim Schreiben von MMS und auf keinerlei Probleme. In der übersichtlichen Ausgangsanzeige für eine neue MMS werden einem folgende Punkte angezeigt: Betreff, Bild oder Video, Ton und Text. Vor dem Verschicken kann man sich schließlich eine Vorschau der erstellten Nachricht anzeigen lassen. Vorbildlich auch hier wieder, dass - zumindest in der Softwarefassung des Testgerätes - sämtliche MMS-Zugangspunkte der Netzbetreiber für den Empfang und das Senden von MMS bereits vorkonfiguriert sind. Ist dies mal nicht der Fall, sollte man sich den MMS-Zugangspunkt am besten per SMS (auch Over-The–Air/OTA genannt) konfigurieren. In der Regel bieten die die jeweiligen Netzbetreiber oder Mobilfunkprovider diesen Dienst an.

Auch für das Senden und Empfangen von E-Mails muss zunächst eine Menge konfiguriert werden. Die E-Mail-Profile der Netzbetreiber waren in diesem Fall ebenfalls vorinstalliert. Da in der Regel keine OTA-Konfiguration für gängige Internet-Provider möglich ist, muss man die Einstellungen für ein anderes E-Mail-Konto manuell vornehmen. Unter Nachrichten (5)/ Einstellungen (5)/ E-Mail (3)/ E-Mail-Konto gilt in der Regel für den POP3/IMAP4-Port dieselbe Benutzer-ID bzw. dasselbe Passwort . Wenn ja, braucht man nur das Kontrollfeld Gleiche ID und Passwort aktivieren. Falls nicht, muss man es nachfolgend eingeben. Schließlich muss man noch über Nachrichten (5)/ Einstellungen (5)/ E-Mail (3)/ E-Mail-Profil (4) /E-Mail-Profil/Aktuelles Profil (1) den Internetzugangspunkt via GPRS auswählen. Hier sind wieder die Konfigurationen der Netzbetreiber vorkonfiguriert gewesen, bei Bedarf sollte man erneut auf eine OTA-Konfiguration zurückgreifen.

Bei der Sprachauswahl entpuppt sich das Samsung SGH-X670 in jedem Fall als ein „Allrounder“: Es stehen in der Original-Softwareversion von Samsung insgesamt acht Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch und Türkisch) fürs Menü zur Verfügung. Auch bei den Klingeltönen kann sich das Gerät sehen lassen. Möglich ist hier die Verwendung von 40-polyphonen Klingeltönen sowie echten Musik- und Klangaufnahmen im MP3-Format.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Möchte man sich beispielsweise seinen Lieblingssong vom PC auf das Handy laden, hat man zum Verbinden zwei Möglichkeiten: via Bluetooth oder mit einem USB-Datenkabel. Über beide Schnittstellen funktioniert der Datenaustausch gut, so dass es sich empfiehlt statt des Datenkabels gegebenenfalls einen Bluetooth-Dongle für den PC zu kaufen. Letzterer ist im allgemeinen nicht nur billiger, sondern kann darüber hinaus auch für allen anderen Geräte mit Bluetooth-Schnittstelle verwendet werden. Via Bluetooth ist auch die Verbindung mit einem Headset kein Problem.

Multimedia & Organizer

Ein echtes „Highlight“ beim Samsung SGH-X670 das integrierte UKW-Radio. Bequem kann der Nutzer sich mit Hilfe eines automatischen Suchlaufs seine Lieblingssender einstellen und hat Speicherplatz für bis zu 30 Sender. Das mitgelieferte Headset enttäuscht nicht und hat eine sehr gute Klangqualität. Wirklich praktisch ist auch der Recorder für Sprachmemos. Zum Speichern wird wieder der flexible Speicher des Geräts benutzt, so dass maximal eine Stunde Memo möglich sind. Damit hätte man dann aber auch schon den gesamten flexiblen Speicher des Geräts erschöpft und keinen Platz mehr für andere Dateien. Der unzureichende Speicher ist auch das größte Manko des Music-Players. Ansonsten werden die MP3’s in sehr guter Qualität wahlweise über das Headset oder den integrierten Lautsprecher abgespielt. Darüber hinaus verfügt der Player über fortgeschrittene Funktionen wie die Möglichkeit zum Erstellen von Wiedergabelisten, zum Einstellen von zwei Equalizer-Visualisierungen, einem Wiederholmodus (Repeat-Funktion) und einer Zufallswiedergabe (Shuffle-Funktion). Während der Wiedergabe dient das Navigationskreuz zur Steuerung: in der Mitte, kann die Wiedergabe unterbrochen oder fortgesetzt werden. Links kommt man zurück zur vorherigen Datei und wenn die Taste gedrückt gehalten wird, spult man innerhalb der Datei zurück. Rechts kommt man dementsprechend weiter zur nächsten Datei bzw. kann man bei gedrückter Taste vorspulen. Oben schließlich gelangt man in die Wiedergabeliste und durch ein Drücken nach Unten wird die Wiedergabe beendet. Beim Schließen des Folders wird der Music-Player nicht beendet, und man kann das Gerät auch in die Tasche packen und weiter Musik hören. Schade nur, dass eine Bedienung im geschlossenen Zustand nicht möglich ist.

Im Gegensatz zum kärglichen flexiblen Speicher, ist der fest vorgegebene Speicher für Kontakte mit seinen 1000 möglichen Einträgen ausreichend groß bemessen. Man hat die Möglichkeit jedem Kontakt eine Mobil-, Privat-, Büro- und Faxnummer, eine E-Mail-Adresse, ein Bild, einen individuellen Klingelton und Notizen hinzuzufügen. Lediglich ein Feld für Adressen vermisst man hier. Ordnet man einem Kontakt ein Bild zu, erscheint es bei eingehenden Anrufen auf dem Innendisplay, in der Kontaktliste-Ansicht sieht man es hingegen nicht. Verschickt man öfters SMS, MMS oder E-Mails an mehrere Empfänger, empfiehlt sich die Erstellung von Kontaktgruppen. Auch den Kontaktgruppen kann man bestimmte Klingeltöne zuordnen. Ausreichend Platz hat auch der Kalender mit seinen maximal 400 Einträgen. Man hat die Wahl zwischen einer Tages-, Wochen- und Monatsansicht und kann Termine, Jahrestage, Verschiedenes und Aufgaben vermerken. Bei den Terminen kann man das Start- und Enddatum sowie eine Start- und Endzeit eingeben. Bei Bedarf kann hier auch die Wiederholungsfunktion aktiviert werden. Schließlich kann man sich für bestimmte Ereignisse (Termine, Jahrestage) einen Alarm einstellen. Insgesamt genügt der Organizer also durchaus gehobeneren Ansprüchen. Dasselbe gilt für den Wecker. Der Wecker hat eine Schlummerfunktion und funktioniert auch im ausgeschalteten Zustand.

Die Java-Engine des Samsung SGH-X670 basiert auf MIDP2.0 und drei vorinstallierte Spiele sollen für Unterhaltung sorgen: Forgotten Warrior, ein Abenteuerspiel vor einer mittelalterlichen Kulisse, Freekick, ein grafisch ansprechendes Fußball Elf-Meter Schießen und Arch Angel, eine Science-Fiction-Flugsimulation in 3D-Perspektive. Alle drei Spiele sind „alte Bekannte“ und ein idealer Zeitvertreib für unterwegs. Für wen noch nicht das Richtige dabei ist, der kann sich jederzeit per WAP (kostenpflichtig) weitere Java-Games herunterladen. Bei einer Speicherkapazität von 2048 KB für die Java-Anwendungen hat man hier auch noch genügend Platz.

Fazit


Das Samsung SGH-X670 ist ein „Allrounder“ für echten Multimedia-Spaß: Eine Vielzahl an Funktionen, wie der MP3-Player, das UKW-Radio und die Bluetooth-Schnittstelle machen das schicke Klappen-Handy zum idealen Kommunikationsmittel für trendbewusste Anwender. Das Gerät ist tadellos verarbeitet und der Nutzer kann sich auf einen gewohnt hohen Bedienkomfort verlassen. Einzige Wehmutstropfen sind die geringe Qualität der Kamera und der nicht erweiterbare Speicher, der von Haus aus schon viel zu knapp bemessen ist. Auch von einem Handy, dass sich lediglich in der Midrange der X-Serie platzieren möchte, hätte man da mehr erwarten können.

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