Test des Samsung SGH-E590

Einführung

Test-Datum: 27.12.2007
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Samsung SGH-E590: Draufsicht

Handys mit Stil sind gefragt: Immer mehr Hersteller arbeiten inzwischen nicht nur mit den hausinternen Designabteilungen zusammen, sondern auch mit externen. Das Ergebnis, wie das „Serene" von Samsung, das in Zusammenarbeit mit Bang&Olufsen entstanden ist, kann sich sehen lassen. Doch wo das Serene an Grenzen stößt, nämlich die des Massenmarktes, zieht nun das mit dem Designer Jasper Morrison entworfene Samsung SGH-E590 ins Feld. Wir haben den schicken schwarzen Barren auf den Prüfstand geschickt.

Verpackung & Lieferumfang

Was erhält der Kunde, der sich für ein Samsung SGH-E590 entscheidet? Nun, neben dem Handy zunächst einmal eine schicke mattschwarze Schachtel, deren Form ähnlich der des Handys ist: Eckig, dezent und minimalistisch. Darauf abgebildet ist eine Zeichnung des Mobiltelefons sowie ein Umriss einer Kamera auf der Rückseite. Auf der Seite wurden ein paar Features angezeigt, doch hier regiert die Schlichtheit. Haptisch ist die Umverpackung jedoch eher enttäuschend, die dunkle Oberfläche ist mit einer Kunststoffschicht versiegelt, die man zwar gerne anschaut, jedoch weniger gerne anfasst.

Öffnet man den Karton, erklärt sich auch sogleich das Gefühl für die eher abstoßende Haptik: Es handelt sich tatsächlich um einen einfachen Wellpappe-Karton, der hier auf einer Seite bedampft wurde. Denn wer so weit kommt, der hat das Telefon eigentlich schon gekauft. Das Handy selbst liegt mittig in der Schachtel, festgehalten durch eine Pappform, die nicht so recht zu einem derart schicken Handy passen mag. Doch keine Sorge, liebe Samsung-Mitarbeiter, das führt hier nicht zur Abwertung, schließlich ist das E590 ein unter-200-Euro-Handy und damit ist der Verpackung (fast) alles verziehen.

Zum Lieferumfang gehört neben dem Ladekabel und dem Handbuch ein Headset, ein Datenkabel, das Handbuch sowie ein Stativsack, der beim Fotografieren das ruhige Händchen liefern soll. Mehr dazu ein wenig später.

Samsung SGH-E590: Lieferumfang

Verarbeitung & Handhabung

Samsung SGH-E590: offenes Gerät hinten

Samsung SGH-E590: TastaturGerade weil es ganz bescheiden daher kommt, ist das SGH-E590 eigentlich ein echter Hingucker. Denn die Tatsache, dass nichts leuchtet, schimmert oder nach Aufmerksamkeit schreit, wie es so viele andere Mobiltelefone tun, macht es zu einem dezenten aber durchaus wahrnehmbaren Begleiter.

Das Zusammensetzen des Handys ist einfach, wie man es bei Samsung kaum anders kennt. Akku, Heckklappe und SIM-Karte finden schnell und ohne großen Logik- oder Kraftaufwand zu einander. Das Auseinandernehmen, was in dieser Häufigkeit eher Testern als Handybesitzern vorbehalten ist, gestaltet sich ähnlich simpel. Sogar die SIM-Karte, im Leben des normalen Handybesitzers sonst wenig bewegt, lässt sich durch einfaches Schieben mit dem Daumen leicht in das Handy einlegen und aus dem Fach wieder herausnehmen.

Das Handy selbst macht schon auf den ersten Blick einen soliden und wertigen Eindruck. Der schwarze Kunststoff wirkt nicht billig, sondern sein Geld wert, und ist rund um das Gerät einheitlich. Auch das verdient leider inzwischen Erwähnung, ist doch gerade in der telefonischen Oberklasse inzwischen vorne hui, und hinten pfui gang und gäbe.

Samsung SGH-E590: GrößenverhältnisEin weiterer Vorteil der mattierten Oberfläche: Sie erscheint wesentlich kratzfester als viele auf Hochglanz lackierte Edelhandys, und sie ist es auch. Doch selbst wenn man mit einem scharfen Gerät Spuren auf der Oberfläche hinterlassen sollte, fällt das dank Mattlack nicht so schnell ins Auge. Eine Gürteltasche dürfte zwar den detaillierten Blick auf das Handy nach zwei Jahren noch hübscher gestalten, ist aber wohl nicht notwendig.

Die Spaltmaße sind beim E590 recht gering, was das Eindringen von Staub recht unwahrscheinlich macht. Es wirkt vielmehr wie „aus einem Guss", nicht nur optisch, sondern auch in punkto Fertigung.

Die Softkeys mit den zarten drei Punkten haben einen guten Druckpunkt und geben ein leicht klickendes Feedback, das unzweifelhaft darauf hinweist, dass man soeben eine Taste gedrückt hat. Drücken kann man übrigens auf das ganze Gehäuse, und wird erfreut feststellen, dass da nichts ruckelt, wackelt oder einen irgendwie minderwertigen Eindruck erweckt.

Etwas ärgerlich ist leider der Joystick-Stummel, will dieser doch nur mit größerem Kraftaufwand in die richtige Richtung. Das ist angewandte Physik, die hier mitspielt: Da er so weit ins Gerät hinein eingelassen wurde, und sich der Hebel verkleinert, muss man recht kräftig drücken.

Samsung SGH-E590: LadegerätDie zahlreichen Zusatzkomponenten mit dem klassischen Standard-Anschluss wie ein Datenkabel, ein Headset und das Ladegerät, die an der linken Seite des Handys angeschlossen werden, sitzen fest und haben praktisch kein Spiel. Zum Entfernen zieht man den jeweiligen Stecker mit leichtem Druck nach unten, um dadurch die Arretierung des Steckers zu lösen. Angst vor Beschädigung ist dabei unbegründet: Alle in einander greifenden Teile sind solide verarbeitet. Etwas ärgerlich ist, dass sich Samsung immer noch nicht zu einem Standard-Anschluss hinreißen lassen kann, ist doch der Stecker nicht zu jedem anderen Samsung-Handy kompatibel.

Die Zahl der Tasten ist sehr übersichtlich gehalten, wenn auch eher auf der Vorderseite denn rechts oder links: Am oberen Ende der Tastatur wurde der zum Navigieren bestens geeignete Joystick, recht und links von den Softkeys sowie der Rufannahme- wie Auflegetaste ergänzt. Gerade optisch ist das ein echter Leckerbissen, fällt der „Knüppel" doch sonst oft negativ groß oder zu klein auf.

Die Tastatur des Samsung SGH-E590 hat trotz kleiner Bauart eine sehr gute Tastengröße, die man auch mit dickeren Fingern gut treffen kann. Die mittlere Taste „5" ist gesondert mit einer ganz kleinen Erhebung markiert, was auch ein Blind-Tippen von Kurznachrichten ermöglichen soll. Das wäre auch einwandfrei möglich, hätte man nicht zugunsten des Designs die mittlere Tastenreihe um ein paar Millimeter nach unten verschoben, was die Tasten selbst ohne hinschauen nicht auffindbar macht.Samsung SGH-E590: Rückseite

Wieder einmal einen Minuspunkt handelt sich Samsung mit dem Vibrationsalarm ein: Der ist etwas zu laut aufgefallen, dafür kann man ihn jedoch in der Tasche auch gut spüren. Lediglich wenn das Gerät auf einem Tisch oder einem Hohlkörper liegt, hört man ein intensives Brummen. Aktivieren lässt sich dieser kinderleicht über die #-Taste, wie schon bei vielen Vorgängern.

Ergänzungen wie ein Handyband, Schmuckanhänger oder aber der Stativsack lassen sich am E590 ebenfalls einfach befestigen: Unten links am Handy befindet sich eine Öse, die entsprechende Anbauten aufnimmt. Das Einfügen ist kinderleicht und entsprechend ohne große Anstrengung zu bewerkstelligen.

Sprachqualität & Empfang

Samsung SGH-E590: HeadsetDer Empfang ist sowohl im E- als auch im D-Netz überdurchschnittlich gut. Das E590 findet auch dort Netz, wo andere Handys schon aufgeben, das heißt in schlecht versorgten ländlichen Gebieten, in der unteren Etage eines Regionalexpress sowie auch innerhalb von massiven Gebäuden oder im Keller, einem der neuralgischen Punkte der E-Netze, besonders von o2 Germany.

Nicht gerade überragend, doch auch für längere Gespräche geeignet, präsentiert sich die Sprachqualität: Im E- wie im D-Netz leistet es einen soliden Dienst am Kunden, und sorgt für eine klare, verständliche Übertragung der Stimme.

Sehr ordentlich schlägt sich der Akku des E590: Die Standby-Zeit des SGH-E590 beträgt nach zwei Testläufen acht Tage, die Gesprächsdauer jedoch liegt mit nur knappen vier Stunden im Mittelfeld.

Display & Kamera

Samsung SGH-E590: BeleuchtungEtwas irritierend für viele Menschen, die ein Handydisplay aus dem Reich des Hochkantformats kennen, ist selbiges im E590: hier ist es quadratisch. Die 220x220 Pixel verwirren aber nur, solange das Handy ausgeschaltet ist. Dreht man den Strom auf, fügt es sich so harmonisch in das Gesamtbild des Handys ein wie alle anderen Komponenten.

Hat man das E590 einmal nicht in Gebrauch, schaltet sich das Display schnell wieder ab und spart dadurch Strom. Aus dem Dämmerschlaf kann man es jedoch ganz einfach durch Druck auf eine beliebige Taste zurückholen.

Erstaunlich ist beim E590 die Kamera, ist es doch eher ungewöhnlich, eine solche Auflösung im niedrigen Preisbereich einzubauen. Ein weiteres Statement, dass die ordentliche Digitalfotografie den Massenmarkt erobert. Allerdings handelt es sich nicht um eine Top-Kamera, sondern um reine Mittelklasse, die trotz zahlreicher Einstellmöglichkeiten durchaus Schwächen hat: Der Autofokus möchte nur nach einiger Verzögerung und am liebsten bei Nahaufnahmen und Weitaufnahmen scharf schalten.

Wirft man einen Blick auf die Kamera-Bedienung, rundet sich das durchwachsene Bild ab. Aktiviert wird die Kamera entweder „kompliziert" über das Menü oder aber einfach über die auf der rechten Seite befindliche Kamerataste. Geschützt ist die Linse leider nicht, auch wenn sie ein wenig in das Gerät hineingesetzt wurde. Hier sollte man Aufmerksamkeit walten lassen, will man nicht die Bildqualität durch flüchtige Kratzer verringern.

Beim Bildermachen dient das Display als Sucher, und liefert im Querformat die schon von anderen Samsung-Handys gewohnte Bedienung mittels eines Optionsmenüs, das als Balken quer über das Display läuft. Das wirkt freundlich formuliert wie ein Ausflug in einen koreanischen Spielsalon: Alles ist bunt, die Grafik eher albern und lange nicht so seriös wie das restliche, sonst so edel gehaltene Menü.

Samsung SGH-E590: KameraWirft man einen Blick auf die verschiedenen Einstellungen, bekommt man jedoch den Eindruck, eine echte Digitalkamera vor sich zu haben. Denn einstellen lässt sich an der Kamera so einiges: Neben dem Weißabgleich lassen sich auch die Bildgröße und die Qualität neu justieren oder auch bei besonders nahen Motiven der Makromodus, wie auch in verschiedenen Umgebungen unterschiedliche Profile verwenden.

Bemerkenswert: Die Kamera produziert nun, wie schon bei Sony Ericsson mit dem Feature „Best Pic", Serienbilder in höchster Qualität. Satte neun Bilder lassen sich in Reihe aufnehmen und werden auch gleich abgespeichert. Das sorgt zwar zum einen für eine Überschwemmung des Speichers, da man seinen Liebling erst nachher wählen kann, hat aber den Vorteil, keinen „perfekten" Schuss zu verpassen.

Gut überlegt und ausgeführt ist übrigens der mitgelieferte Stativsack: Hierbei handelt es sich um einen kleinen, mit Sand befüllten Stoffbeutel, der unten am Handy befestigt wird, um das Telefon zum Fotografieren fest und ruhig zu platzieren.

Ebenfalls ganz einfach, jedoch nicht so intuitiv wie bei anderen Herstellern, ist die Erstellung eines Videos. Das lässt sich nämlich nicht im Fotomodus einfach erstellen, die Auswahl sollte schon bei Erstellung der Kamera getätigt werden. Dafür ist die Auflösung durchaus ordentlich: Mit 352 x 288 Pixeln liefert das E590 bewegte Bilder in einer recht annehmbaren Qualität.

Samsung SGH-E590: Foto Schloss

OS & Bedienung

Samsung SGH-E590: Menü
Samsung SGH-E590: Telefonbuch
Samsung SGH-E590: neuer Kontakt
Samsung SGH-E590: MP3-Player
Samsung SGH-E590: Spiele
Samsung SGH-E590. Nachrichten
Samsung SGH-E590: Dateimanager
Samsung SGH-E590: Kalender
Samsung SGH-E590: Umrechner
Samsung SGH-E590: Einstellungen
Samsung SGH-E590: Display
Samsung SGH-E590: Netzdienste
Samsung SGH-E590: Internet
Samsung SGH-E590: Spiele

Das Menü liefert, was man von einem Samsung erwarten mag: Eine schlichte, dem Design des Handys angemessene Struktur. Die Icons verleihen auch dem angeschalteten Gerät einen edlen Touch.

Aufgeräumt und damit übersichtlich geht es auch in der Struktur zu: Mit neun Menüpunkten vermittelt es den Eindruck, ganz einfach bedienbar zu sein. Dieser Eindruck ist jedoch trügerisch, sieht man die Vielzahl der Funktionen, die ein E590 beinhaltet.

Ein Rückfall in alte Gewohnheiten ist jedoch beim mittleren Steuerknüppel festzustellen: Nachdem Handys wie das U700 endlich den Navi-Key als Menüzugang festlegten, führt der Druck hier wieder einmal ins mobile Internet. Während alle anderen Bewegungen des Joysticks frei konfigurierbar sind, hat man hier keine Wahl.

Sehr positiv fällt ins Auge, dass sowohl die Schrift als auch die Grafik aufgrund der guten Displayauslösung und des Flash-Menüs viel glatter und schicker aussehen als bei vielen anderen Handys, pixelig wirkt am gesamten Handymenü kein einziger Punkt, mit Ausnahme des bereits erwähnten Kameramenüs, das so gar nicht zu diesem Handy passen will.

Navigiert wird mittels des Joysticks, was einfach und intuitiv vonstatten geht, obwohl er nur sehr klein, fast wie ein Stummel, scheint.

Die Schriftgröße und Art für das Menü ist fixiert und lässt sich nicht mehr ändern. Schlimm ist das nicht: Die Schrift ist durchgehend in einer sehr übersichtlichen Größe und in jeder Situation gut abzulesen. Die Rufnummernübermittlung kann man einfach im Einstellungsmenü verwalten, hier kann man aus den drei Standardfunktionen auswählen. In einem anderen Menü lässt sich einstellen, ob eine automatische Wahlwiederholung aktiviert werden soll.

Die Anruferlisten sind wie gewohnt gut, man kann sowohl verpasste, als auch angenommene oder abgegangene Gespräche einsehen, oder aber auf einer gemischten Liste alle auf einmal Revue passieren lassen. Allerdings sind nur die oberen vier Kontakte in der jeweiligen Liste sichtbar, was die „alten" Kontakte praktisch unsichtbar macht. Für Vieltelefonierer ist das nichts, Wenigtelefonierern oder Menschen, die immer die gleichen Nummern anrufen, dürfte das hingegen wenig ausmachen.

Beim SMS-Schreiben wird der Anwender von einer lernfähigen T9 Funktion unterstützt. Auch wer zuvor kein Samsung-Handy hatte, der gewöhnt sich schnell daran. In der oberen rechten Ecke findet man einen Zähler, der die übrigen Zeichen einer einzelnen SMS abzählt. Dieser zählt komplett vom ersten bis zum letzten Zeichen mit.

Im Nachrichtenmenü findet man neben der Möglichkeit, SMS in alle Welt zu senden, auch den MMS-Editor. Ganz einfach kann man einen Betreff, ein Bild oder ein Video, einen Ton und Text zu einer MMS hinzufügen. Hier lässt sich aus den Standardspeicherorten des Gerätes auswählen oder noch selbst die Datei, die man einfügen will, erstellen. Die maximale MMS-Größe beträgt, wie bei modernen Multimedia-Handys üblich, 300 KB.

Die integrierte Email-Software ist erstaunlich umfangreich und sollte den meisten Anwendern locker reichen. Die Konfiguration ist dabei nicht ganz so einfach, muss man doch alle Daten wie Server-Namen etc. erst von Hand eingeben. Praktisch ist jedoch die Abfrage, ob die gesamte Mail, oder aber nur der Absender so wie die Betreffzeile auf das Handy herunter geladen werden sollen. Erstaunlich ist, dass bis zu fünf verschiedene Konten mit dem Handy abgefragt werden können. Diesen Luxus erwartet man bei einem derartigen Telefon kaum.

Trotz des niedrigen Preises ist Multimedia auch im E590 ein Thema: Midi, MP3 und alle möglichen Klingeltonformate spielt das Handy locker ab, auch lässt sich der Spieler in den Hintergrund verbannen, um im Vordergrund E-Mails zu schreiben oder anderweitig zu arbeiten.

Zur Wiedergabe kann man auch den integrierten Lautsprecher verwenden, doch ist dieser recht schwachbrüstig und wenig bassig. Das mag daran liegen, dass das E590 keinen dezidierten Lautsprecher für die Tonwiedergabe hat, sondern lediglich seinen Hörer verwendet.

Die Tastatursperre lässt sich einfach und schnell mit einer Tastenkombinaton von *-Taste und Softkey bewerkstelligen. Eine automatische Tastensperre ist vorhanden.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Samsung SGH-E590. VerbindungenAls erklärt vielseitiges Handy kann das E590 auch bei möglichen Verbindungen zur Außenwelt mitreden, wenn auch in einem dem Gerät angemessen geringen Umfang. Der Designbarren ist nicht nur mit einem für den Wap-Browser unentbehrlichen GPRS-Modem, sondern auch mit EDGE ausgestattet, was es für die E-Netze attraktiver machen dürfte. Will man nicht nur das Handy selbst, sondern auch einen PC ins Netz der Netze befördern, dann hilft neben dem mitgelieferten Datenkabel auch die eingebaute Bluetooth-Schnittstelle.

A propos Datenkabel: Mithilfe des selbigen lassen sich nicht nur www-Daten transferieren, sondern auch die internen Speicher verwalten. Das Telefon kann wahlweise auch in einem USB 2.0-Modus versetzt werden und funktioniert damit als externer Massenspeicher.

Die mitgelieferte Software erledigt ihre Arbeit wie gewohnt souverän und schnell z. B. Telefoneinstellungen, Kontakte und Daten bearbeiten und zwischen Mobiltelefon und einem kompatiblen PC abgleichen. Das funktioniert über das Datenkabel oder aber über Bluetooth, was die Anwendung zusätzlich vereinfacht. Auch lassen sich Musikstücke von einer CD einlesen und anschließend auf das Handy verschieben, um nicht immer den gleichen Klingelton hören zu müssen oder aber die Musiksammlung auf das Handy zu verschieben.

Multimedia & Organizer

Was man hierzulande als „Komfort" verkauft, ist in koreanischen Handys im Regelfall Standard. Das ist auch hier der Fall, lassen sich die Funktionen doch anscheinend kinderleicht in das Menü integrieren, was hier auch getan wurde.

Äußerst komfortabel und gleichzeitig superpraktisch sind Sprachwahl und Sprachsteuerung. Nicht ganz so praktisch ist die integrierte Mitschneide-Funktion untergebracht: Zwar lässt sich diese auch während eines Telefonats verwenden, doch muss sie manuell über das Menü gestartet werden, eine Schnellzugriffstaste fehlt leider. Die Freisprechfunktion wiederum ist schnell zur Hand, ein einfacher Tastendruck genügt, um das Handy einfach auf den Tisch zu legen und so Telefonate führen zu können.

Was fehlt, weil anscheinend in Korea nur wenig nachgefragt, sind die bei anderen Herstellern seit Jahren üblichen Umgebungsprofile. Will man ein wenig Ruhe ins Telefon bringen, aktiviert man den Stumm-Modus zwar über die #-Taste, weitere Einstellungen sucht man jedoch vergebens. Schade, hier wäre mehr drin gewesen. Allerdings sollte man einmal loben hervorheben, dass Samsung an anderer Stelle nachgebessert hat: Gleichzeitiges Vibrieren und Klingeln ist mit dem E590 problemlos möglich.

Praktisch ist auch das Telefonbuch: Satte 1000 Kontakte lassen sich hier eingeben, und diese sind mit einer Vielzahl von Informationen versehen. So können pro Name jeweils eine Handy-, Privat- Büro- und sogar Fax-Nummer wie auch eine für „Sonstiges" hinzugefügt werden. Auch sonst bleibt kein Wunsch offen: Mehrere Postadressen, eine Emailadresse, Webseite und das Geburtsdatum fehlen ebenso wenig wie ein persönlicher Klingelton oder ein Anruferbild. Sollte in der langen und vom Tester gekürzten Liste etwas fehlen, lässt es sich spielend manuell hinzufügen. Wer sich jedoch viel Zeit sparen möchte, der sollte sämtliche Kontaktdaten aus seinem gut gepflegten Outlook herüberholen. Vorausgesetzt, man hat eines.

Samsung SGH-E590: Seitenansicht oben
Samsung SGH-E590: Ecke oben links
Samsung SGH-E590: Seite links
Samsung SGH-E590: Ecke unten links

Der Kalender des U700 ist mit maximal 100 Einträgen recht umfangreich und praxisorientiert, wie es sich für ein Handy dieser Bauart gehört. Als Ansichten stehen die Klassiker Monats- und Wochenansicht zur Verfügung, Erinnerungen können schnell erstellt und ausreichend lange im voraus alarmiert werden. Diese lassen sich übrigens auch sehr gut offline erstellen, was um einiges bequemer ist, als sie im Handy zu editieren.

Die eingebaute Uhr fügt sich gut in die restlichen Funktionen des Samsung E590 ein, lassen sich doch durch automatische Zeitzonen je nach Aufenthaltsort Zeit und Datum des Handys angleichen. Dabei kommt das exklusive U-Menü zum Einsatz, das sich der jeweiligen Umgebung anpasst. Gut gelungen: Der Wecker ist recht komfortabel, bietet er doch die Möglichkeit, täglich zu wecken, oder aber nur einmalig. Selbstverständlich wird der Alarm auch bei ausgeschaltetem Gerät aktiviert.

Spiele liefert das E590 ab Werk reichlich, so zumindest dem ersten Eindruck zufolge. Doch aktiviert man einen der hochwertigen Titel, ist das Gesicht schnell lang: Vier der fünf Versionen sind nur Demos, die jeweilige Vollversion ist mit einem einfach Klick und den damit entstehenden Kauf- und Transferkosten zu haben. Halten wir also damit fest, dass das Handy nur ein Spiel hat, was wiederum nicht gerade üppig ist.

Fazit

Samsung SGH-E590: offenes Gerät vorne

Das Samsung SGH-E590 ist ein solider und wirklich schicker Allrounder, der alles mitbringt, was man heute von einem Handy erwartet: Eine gute aufgelöste Kamera, eine solide Akkuleistung und ein gut gelungenes Menü. Ebenfalls positiv fällt die gute Verarbeitung auf, auch haben die Ingenieure mit der schlichten aber guten Erfindung des Stativsacks punkten können. Echte Highlights fehlen, gravierende Minuspunkte ebenfalls.

Somit müsste es sich im Mittelfeld vieler Handys wieder finden und könnte auch da in Hinblick auf die vielen Mitbewerber verloren gehen. Doch das hätte es nicht verdient, denn in seiner Preisklasse ist das E590 auf dem Spitzenplatz, was das Preis-Leistungsverhältnis angeht. Gerade Menschen, die ein gutes Mobiltelefon suchen, das ihnen zwei Jahre lang zur Seite steht, und das ohne Vertrag, sollten auch einen zweiten oder dritten Blick aus das Handy werfen. Den hat es zweifelsohne verdient.

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