Test des Samsung SGH-C200N

Einführung

Test-Datum: 22.03.2005
Software Version: ?
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: JEF dem Autor Feedback senden
 
Mit dem SGH-C200N hat Samsung ein Einsteiger-Handy auf den Markt gebracht, dass offenbar vor allem den weiblichen Mobiltelefonierern gefallen will. Es ist leicht, es ist klein, es ist schön und passt in jede Handtasche. Was aber steckt in ihm?

Verpackung & Lieferumfang

Samsung SGH-C200N - VerpackungDas Samsung SGH C200N ist in einer handelsüblichen, farbenfrohen Verpackung erhältlich. Da dreiviertel des Kartons von einer sportlich Frau mit wehendem blonden Haar bedeckt ist, könnte er allerdings auch Schampoo, Spülung und Tönung, Yoghurt-Schokolade oder auch ein Sportbustier enthalten – das Handy in der linken Ecke fällt jedenfalls erst beim dritten Blick auf. Man(n) erkennt dann auch, dass an der vermeintlichen Halskette der Dame ebenfalls ein solches Handy baumelt, dass zusätzlich noch mit den Worten „light&slim“ gekennzeichnet ist – „1 Mal Samsung-Lights bitte!“. Da fehlt nur noch der Aufdruck „Achtung, Handytelefonieren lässt Ihr Konto schneller alt aussehen“ oder so ähnlich.

Samsung SGH-C200N - Lieferumfang

Verpackt in einem beigefarbenen Eierkarton findet man neben dem Handy einen Akku, der wie üblich bei Samsung gleichzeitig auch der Deckel ist, einen Reiseadapter, eine Bedienungsanleitung, eine Kurzanleitung zur Benutzung von Unicode in SMS, die Garantiekarte und Werbung für den Samsung FUN-Club-naja wer’s braucht… Ein Headset wäre ein wünschenswertes Extra gewesen.

Verarbeitung & Handhabung

Innerhalb von Sekunden ist das Handy betriebsbereit. Dazu lässt sich die SIM-Karte leicht einlegen und nachdem der Akku mit einem Klick einrastet, ist das Gerät startbereit. Einfacher geht’s nicht! Genauso leicht lässt sich das Handy auch wieder zerlegen und die SIM-Karte entfernen.

Samsung SGH-C200N - ohne Akku

Optisch macht das C200N einen rundherum eleganten Eindruck. Ganz in Silber gehalten passen Tastatur, Display und sonstiges Gehäuse im Design genau zusammen.

Samsung SGH-C200N - VoderseiteBeim ersten in die Hand nehmen überzeugt das Gerät durch wenig Gewicht und einem hochwertigen Fühleindruck der Materialien, der den optischen Eindruck mindestens bestätigt. Es liegt prima in der Hand, wirkt trotz seiner Eleganz robust und hat anscheinend genau die richtige Größe, wobei es noch flacher scheint als es tatsächlich ist. Lediglich das Display ist offenbar ziemlich Fingerabdruck-anfällig, was aber den positiven Gesamteindruck kaum schmälern kann.

Auch bei den Spaltmassen fällt die gute Verarbeitungsqualität besonders auf. Alle Teile passen wunderbar zusammen und scheinen „aus einem Guss“. Die Öffnungen für Ladekabel und Headset sind hinter Schutzklappen verborgen, so dass auch dort kein Staub eindringen kann. An der Stelle ein Lob für die Idee, diese Klappen so am Gerät zu befestigen, dass sie sich gut öffnen lassen und doch fest mit dem Gerät verbunden sind und nicht verloren gehen können. So gibt es an dem Gerät überhaupt nur drei nadelgroße „Löcher“ im Gehäuse, von denen zwei auf dem Lautsprecher sitzen und das dritte eine gute Sprech-Verbindung zum Mikrophon garantiert. Das C200N ist ein Multi-Talent und kann rechts wie links…

Samsung SGH-C200N - RückseiteDas Zubehör lässt sich ziemlich einfach einstecken und wieder entfernen. Einfach die entsprechende Klappe öffnen, und schon kann man das Headset, Ladekabel etc. anschließen. Das Ladekabel hakt ein bisschen und könnte etwas passgenauer sein.

Die Tastatur macht einen guten Eindruck. Sie ist gut erreichbar, auch mit nur einer Hand. Oberhalb des Ziffernblocks und unter dem Display befinden sich die Navigationstasten, mittig die OK-Taste, rechts und links davon die beiden Softkeys und unter den Softkeys die Senden- und Beenden/An- & Aus-Taste. Unter den Navigationstasten ist noch die C/Löschtaste gefolgt von dem üblichen 4*3 Block an Ziffern/Buchstaben und Sonderzeichen. An der linken Seite gibt es außerdem noch einen Wipp-schalter der vor allem die Lautstärke regelt.

Die Tasten fühlen sich, passend zum Gerät, hochwertig und angenehm an. Sie haben genau den richtigen Abstand und lassen sich auch blind prima ertasten. Der Druckpunkt ist deutlich zu spüren. Es knirscht und knarrt nichts und manch anderer Hersteller könnte sich hier ein Beispiel nehmen. Die Softkey-Tasten starten das Menü (links) bzw. das Telefonbuch (rechts).

Der Vibrationsalarm ist leise aber auch eher schwach. Und wo kann man diesen eigentlich ein- oder ausschalten? Ach so, bei Samsung heißt das also Summer! Da kann man ja lange suchen.

Sprachqualität & Empfang

In Punkto Sprachqualität ist das C200N richtig gut. Es gibt keine Eigengeräusche und auch bei lauter Umgebung ist der Telefonierende klar und deutlich zu verstehen. Die Lautstärke lässt sich auch während dem Telefonieren mit dem seitlichen Wipp-Schalter prima regulieren. Die Default-Lautstärke ist allerdings sehr laut. Der Empfang scheint in beiden Netzen wirklich gleichermaßen super.

Display & Kamera

Samsung SGH-C200N - DisplayDas 128x128 Pixel große UFB - Display passt genau zu dem Handy und obwohl die Größe eigentlich eher durchschnittlich ist, hat man zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, es könnte oder müsste größer sein. Die 65536 Farben geben dem Display richtig Pep. Die Farbwiedergabe ist super - lediglich bei starker Sonneneinstrahlung lässt die Lesbarkeit etwas nach, ist aber immer noch mit zufriedenstellend zu bewerten.

Im Dunkeln leuchtet das Handy sehr intensiv aber nicht grell. Findet man an der Haustür im Dunkeln das Schlüsselloch nicht kann man das Handy prima als Taschenlampe einsetzen. Die Tasten sind dabei in dem „blau macht glücklich“ Ton, den man von VW kennt, gehalten, und super erkennbar.

Samsung SGH-C200N - MenüDisplayhelligkeit, Dauer der Displaybeleuchtung, Hintergrundbild und das Grafik-Logo des Netzbetreibers lassen sich bei den Displayeinstellungen anpassen. Für den Hintergrund stehen mehrere Motive bereit, es lässt sich aber auch ein eigenes Bild benutzen. Ebenfalls lässt sich die Begrüßung per eigenem Text gestalten.

Leider hat das C200N keine Kamera und kann auch nicht mit einer Aufsteckkamera bestückt werden. Wirklich schade, da dies natürlich Punktabzug gibt, wenn auch nur in der B-Note - immerhin hat dies ja keinen Einfluss auf das Telefonierverhalten.

OS & Bedienung

Samsung SGH-C200N - MenüDas Menü des Samsung ist übersichtlich und intuitiv zu verstehen. Es gibt 9 Punkte, die wahlweise durch Icons einzeln dargestellt oder in Listform angezeigt werden und sich auch direkt per Taste anwählen lassen. Für die Icons wäre allerdings eine Übersicht über alle 9 als Übersicht, wünschenswert gewesen. Dafür gefällt die Listform umso mehr. Eine tolle Idee ist das Unterlegen der Menüpunkte mit verschiedenen Farben, die dann durchgängig auch die Untermenüs prägen, so dass man immer genau weiß, wo im großen Menübaum man gerade ist. Durchgängig hat das Menü eine Tiefe von 3 Ebenen, was noch ein weiteres Indiz für die gute Menüführung ist. Die Navigation ist dabei einfach und selbsterklärend, jeder Menüpunkt enthält genau das, was man dort erwarten würde.

Es gibt dabei die folgenden Menüpunkte:
SMS (Postein und - ausgang, Neue Nachrichten, Vorlagen, Einstellungen, SMS-Speicher und Voicemail und Infomeldungen), MMS (Postein und - ausgang, Entwürfe, Neue Nachrichten, Vorlagen, Einstellungen, MMS-Speicher und MMS Profile), Anruflisten (Unbeantwortete, Empfangene, Gewählte, Alle Löschen, Gesprächszeit und Gebühren), Töne (Klingeltöne, Lautstärke, Alarmtyp, Tastenton, Nachrichtentöne, Alarm bei Anruf, Ein/Ausschalten und Sondertöne), Einstellungen (Display, Grußmeldung, Eigene Rufnummer, Sprache, Sicherheit, weiter Einstellungen, Schnellzugriff und Einstellungen zurücksetzen), Organizer (Alarm, Kalender, Zeit und Datum, Rechner, Aufgabenliste, Sprachmemo und Währungsrechner), Netzdienste (Anruf umleiten, sperren, anklopfen, Netzwahl, Übertragung der eigenen Nummer und geschlossene Benutzergruppe), Funbox (WAP, Spiele Töne, Bilder, Alle löschen und Speicherstatus), SMS-Dienste (nur falls die SIM-Karte dies unterstützt).

Samsung SGH-C200N - TastaturUm eine SMS zu schreiben, muss man entweder 3 Tasten drücken oder den Schnellzugriff über „Pfeil nach links“ direkt nutzen. Da es 4 Pfeile und die OK-Taste gibt, existieren auch viele Abkürzungen, die dem Nutzer die Navigation mit etwas Übung noch einfacher machen. Nach links kann man wie gesagt eine neue SMS verfassen. Nach oben erreicht man mit einem Tastendruck den Kalender, nach rechts kann man die Einstellungen der Klingeltöne ändern, nach unten eröffnet die Möglichkeit, ein Sprachmemo aufzunehmen und per OK wird eine Verbindung ins Internet aufgebaut. Per grüner Hörertaste lässt sich die Liste der zuletzt angerufenen Nummern aufrufen. Die Zifferntasten lassen sich mit Schnellwahlnummern belegen, die aber erst über 3 Klicks erreichbar sind. Die Tasten auf der linken Seite lassen sich benutzen, um im Menü hoch oder runter zu scrollen oder, um während eines Telefonats die Hörerlautstärke einzustellen. Im Standby-Betrieb lässt sich darüber auch die Tastenlautstärke einstellen, sofern die Tastentöne aktiviert sind. Während eines Gesprächs lässt sich das Telefonbuch benutzen. Die Tastatursperre funktioniert dank zwei zu betätigenden Tasten sehr zuverlässig.

Samsung SGH-C200N - Unterseite
Samsung SGH-C200N - Unterseite
Samsung SGH-C200N - Oberseite
Änderungen an Schrift, Schriftgröße, Farbe oder Art sind leider nicht vorgesehen. Einen Anruf ohne die Übermittlung der eigenen Rufnummer kann man nach dem Drücken von nur 4 Tasten tätigen. Eine Tastensperre gibt es selbstverständlich auch und es lässt sich sogar einstellen, wann diese automatisch aktiviert wird (z.B. nach 30 sec.).

Das verfassen einer SMS ist etwas gewöhnungsbedürftig da die Tastenbelegung nicht dem bekannten Schema entspricht, so z.B. ergibt die 1 einen Punkt anstatt einem Leerzeichen und die unterschiedlichen Wortvorschläge der lernfähigen T9 Software erreicht man über das Drücken der 0. Wirklich ärgerlich ist, dass die rote Hörertaste alles vorher geschriebene unwiderruflich in die ewigen Jagdgründe schickt anstatt dies irgendwo zwischenzuspeichern. Satz- und andere Sonderzeichen finden sich erst nach einigem Suchen – aber man gewöhnt sich auch daran. Es lassen sich bis zu 6 SMS verkettet versenden und auch das Hinzufügen von Sounds oder kleinen Bildern ist möglich. Es besteht sogar die Möglichkeit, Unicode-Zeichen zu benutzen, was allerdings leider die Lände der SMS negativ beeinflusst und wofür es eine eigene Kurzanleitung gibt.

Prinzipiell lassen sich auf diesem Gerät auch MMS versenden. Da das C200N keine integrierte Kamera besitzt , wird man diese Funktion aber eher selten nutzen. Falls man dieses dennoch vor hat, fragt die Software zunächst nach dem Betreff. Nun lassen sich die Multimediaobjekte einfügen wobei auch Sprachmemos sich verschicken lassen – sogar an mehrere Empfänger gleichzeitig (bis zu 10) – wenn man das nötige Kleingeld hat, versteht sich. Email versenden ist mit dem C200N leider nicht möglich - schade.

Der Sound des Handys ist angenehm – die 40 polyphonen Klingeltöne sind gut ausgesucht und eröffnen beispielsweise die Möglichkeit, sich mit Vogelgezwitscher wecken zu lassen - da kann ja dann an so einem Tag nichts mehr schief gehen. Real-tones und MP3 sowie eigene Kompositionen sind nicht möglich und müssen auch nicht sein – ein Radio wäre allerdings eine Idee gewesen.

Hardware & Verbindungsmöglichkeiten

Das Samsung C200N hat leider keine Infrarot-Schnittstelle und auch keine Bluetooth-Funktion, was ein echtes Minus ist. Um irgendwelche Dateien zu versenden, bleiben einem nur die kostenpflichtigen Übertragungsmöglichkeiten wie z.B. SMS/MMS. Das synchronisieren von Kontaktdaten, sogar ins Outlook, soll funktionieren, leider sagt das Handbuch allerdings nicht, wie das möglich ist und was genau dafür zu tun ist. Immerhin kann das Samsung GPRS und ist WAP (1.2) fähig.

Multimedia & Organizer

Samsung SGH-C200N - Oberseite
Samsung SGH-C200N - Seitenansicht
Samsung SGH-C200N - Seitenansicht
Das Handy verfügt leider über keine Sprachwahl, Sprachsteuerung und auch über keine Freisprechfunktion oder gar einen Anrufbeantworter. Es lässt sich nichts während eines Telefonats aufzeichnen und abspielen – obwohl die Funktionalität ja vorhanden ist. Eine Stummschaltung während eines Gesprächs ist immerhin möglich. Eine Profilwahl bietet das Handy nicht und damit auch keinen Flugzeugmodus. Immerhin lassen sich über langes Drücken der #-Taste alle Signaltöne ausschalten.

Das Telefonbuch bietet die Möglichkeit, bis zu drei Telefonnummern mit Name und E-Mail zu speichern. Leider kann man keine Adressen, Fax-Nummer, Geschäftsnummer oder Notiz speichern. Praktisch ist, dass man jeden Kontakt einer Gruppe zuweisen kann, so dass jeder Anrufer einen individuellen Klingelton bzw. SMS Ton bekommen kann. Im Telefonbuch selbst wird angezeigt ob es sich um einen SIM- oder einen Telefon-Eintrag handelt, wobei unbedingt die SIM-Karte benutzt werden sollte, da man sich die anderen Termine bei einem Modellwechsel nicht einfach kopieren kann. Während eines Gesprächs lässt sich eine Telefonnummer speichern und im Telefonbuch rumblättern.

Samsung SGH-C200N - KalenderDer Organzier des C200N bietet die „Basics“. Es gibt 3 verschiedene Wecker, den normalen Kalender, in dem sich Termine speichern lassen, eine "Memofunktion", in der sich max. 50 einfache Memos/Erinnerungen ablegen lassen. Eine Geburtstagsfunktion wäre mehr als wünschenswert. Zumindest lässt sich aber noch eine Aufgabenliste ohne Erinnerungsfunktion inklusive 3 Prioritätsstufen pflegen. Die Rechner- Funktion eignet sich primär nur für die 4 Grundrechenarten, jedoch gibt es auch noch einen Rechner mit dem man Währungen umrechnen kann.

Das Samsung C200N verfügt leider nur über eine Weltzeituhr. Es gibt leider keine Stoppuhr oder einen Countdownzähler. Samsung SGH-C200N - MMS MenüMan kann sich die Uhr in 12 oder 24 Stunden anzeigen lassen oder die Zeitzone verändern. Das Handy besitzt außerdem eine einmalige Alarmfunktion, eine tägliche Alarmfunktion und eine Weckruffunktion. Spiele lassen sich bei dem farbenfrohen Display gern auch länger spielen. 4 Spiele waren im Auslieferungszustand dabei (Bubble Smile, Fun2Link, Ultimate Golf Challenge und Mobile Chess) Eigentlich müsste hier für jeden etwas dabei sein. Das Mobile Chess ist noch besonders hervorzuheben, da sich hier das Handy in einen einfachen, aber voll funktionstüchtigen, Schachcomputer verwandelt. Selbstverständlich lassen sich jederzeit weitere Spiele downloaden und auch vorhandene Spiele löschen. Das Gerät ist Java-fähig und damit stehen dem „Spielejunkie“ allerhand Möglichkeiten offen.

Fazit

Das C200N ist ein Einsteigerhandy der Extraklasse und jedem Einsteiger oder Wenig-Handynutzer zu empfehlen. Einfache Bedienbarkeit, edles Aussehen und praktische Ausmaße sind neben der außerordentlich guten Sprachqualität eindeutig die Highlights. Unschön ist hingegen, dass die Connectivity zu wünschen übrig lässt - das Handy hat weder Bluetooth, noch eine Infrarotschnittstelle. Wer aber „nur telefonieren“ und die ein oder andere SMS schreiben will, ist mit dem Samsung C200N bestens versorgt. Wir würden es tun ...

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