Test des Nokia N97
| Test-Datum: | 04.08.2009 |
| Software Version: | Symbian 9.4 - S60 5th Edition |
| Testversion mit Branding: | nein |
| Test-Autor: | CKr ![]() |
![]() Vollbepackt bis obenhin mit aktueller Mobilfunktechnik bringt Nokia das neue N97 und somit den Nachfolger des nicht unumstrittenen N96 auf den Markt. Mit massigen 32 Gigabyte Speichervolumen, GPS-Funktion und einem resistivem Touchscreen weiß es ebenso aufzuwarten wie mit einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur und dem Ovi-Store zum Download der neuesten Anwendungen, Widgets, Videos und Spiele. Auf dem smarten Multimedia-Slider arbeitet das gleiche Symbian-Betriebssystem wie auf dem Konkurrenten Samsung I8910 HD. Ob das N97 im Vergleich zum Samsung-Smartphone punkten kann und welche Verbesserungen es gegenüber dem Nokia N96 bringt, lesen Sie im Praxistest auf inside-handy.de. |
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| Die inside-handy Wertung: | 83% |
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![]() Der Akkudeckel nimmt, bis auf eine Aussparung für die Kameralinse, die gesamte Rückseite des Nokia N97 ein. Um diesen zu entfernen, muss man mit dem Fingernagel in eine kleine Ausbuchtung haken und den Deckel ringsum aus seinen Verankerungen heben. Der Deckel lässt sich so einfach entfernen. Aufgrund des ziemlich biegsamen Plastiks hat man jedoch das Gefühl, dass das Material häufiges Öffnen und Schließen nicht aushalten wird. Der unter der Abdeckung liegende Akku wirkt riesig. Wer unter dem Akku die gewohnte SIM-Kartenhalterung vermutet, wird erst einmal verwundert schauen, denn diese ist gut versteckt und ihr Auffinden erfordert ohne vorherigen Blick in die Bedienungsanleitung einige Zeit des Suchens. Ähnlich einer Schublade lässt sie sich nach Entfernen des Akkus unter der Kameralinse hervorziehen. SIM-Karte einlegen, Schublade wieder einschieben, fertig. Auch der Slot für die MicroSD-Speicherkarte liegt unter der Akkuabdeckung. Um eine MicroSD-Karte einzusetzen oder zu entfernen, kann der Akku jedoch im Handy gelassen werden, da der Slot direkt neben der Kameralinse oberhalb des Akkus sitzt. Der Anbau des Akkudeckels entpuppt sich beim ersten Mal als etwas frickelige Angelegenheit, da er von mehreren Verankerungen gehalten wird, und sich vor dem Eindrücken in die Verankerungen ziemlich stark biegt.
Ein gut justierter Slidemechanismus lässt die Oberseite mit einem satten „Klack“ zur rechten Seite hin aufschwingen. Angenehm ist, dass sich das Display, dank Schiebe-Kipp-Mechanismus, dabei schräg stellt, so dass man das Handy, ähnlich einem Notebook, auf dem Tisch abstellen kann und dadurch eine gute Sicht auf den Monitor hat. Die Spaltmaße auf der Frontseite des Sliders sind sehr gering gehalten, so dass Staub hier kaum eine Chance haben wird sich in dem Gerät festzusetzen. Etwas anders sieht es mit dem Spalt zwischen Unter- und Oberseite des Sliders aus. Dieser ist zwar noch im tolerierbaren Bereich, gerade zu den Ecken des Handys hin aber so breit, dass sich hier auf Dauer Schmutz ansammeln könnte. Ebenso in Klinken- und Multifunktionsbuchse an Oberkante und linker Seite des N97, denn beide sind nicht durch eine Abdeckung geschützt. An einen guten Schutz hat Nokia dagegen bei der Kameralinse gedacht, denn diese ist unter einer Abdeckung verborgen, die sich leicht zur Seite schieben lässt. Die Anbauteile lassen sich ohne Anstrengung in ihre Steckplätze schieben. Besonders Netzteil und USB-Datenkabel sitzen darin aber sehr wackelig. Anders die Klinkenbuchse, in der der Klinkenstecker des Headsets kaum Spiel hat. Bis auf eine kleine silberne Taste unter dem Display, mit der man ins Hauptmenü des N97 gelangt, ist die Frontseite des Handys glatt gestaltet. Auch Abstandssensor, zweite Kameralinse und Lichtsensor und der schmale Schlitz für den Lautsprecher über dem Display, heben sich nicht von der Oberfläche ab. Rechts neben dem Display hat Nokia als Designelement eine kleine Ausbuchtung, die vom chromfarbenen Metallrand ausgeht, angebracht, auf der ein dezenter Nokia-Schriftzug zu sehen ist.
Auf der rechten Seite findet man eine silberne Wipptaste zur Lautstärkeregulierung und darunter die ebenfalls silberne Kamerataste. Neben der Klinkenbuchse auf der oberen Handykante ist der An-/Ausschalter angebracht. Kameralinse sowie Fotoleuchte befinden sich auf der oberen Hälfte der Handyrückseite. Ihre Abdeckung besteht aus silberfarbenem Plastik. Auch auf der Rückseite sieht man einen dezent weißen „Nokia Nseries“-Schriftzug. In strahlendem Weiß erstrahlt auch die QWERTZ-Tastatur, die beim Aufschieben des Sliders zutage kommt. Die rechteckigen, an den Kanten abgerundeten Tasten haben schwarze Symbole und heben sich leicht vom Untergrund ab. Bei Dunkelheit sind die Buchstaben weiß und die Sonderzeichen blau beleuchtet. Die Tastaturoberfläche fühlt sich an wie gummiert, so dass man nicht allzu schnell von den Tasten abrutscht. Menschen mit mitteldicken Fingern dürften sich nicht oft vertippen, da die Tasten einen ausreichenden Abstand haben. Die einzelnen Tasten sind fast zu leichtgängig und dürften, besonders bei den mittig gelegenen Tasten, einen etwas knackigeren Druckpunkt haben. Links neben der Tastatur befindet sich ein 5-Wege-Navigationskey, der eine Navigation beim Spielen oder Surfen im Internet einfacher macht, wenn man hier nicht auf das Touch-Display zurückgreifen möchte. Neben Shift-, Enter-, und Umschalttasten findet man auch eine gesonderte Symboltaste auf der QWERTZ-Tastatur. Über diese lassen sich Sonderzeichen direkt auf dem Display anzeigen und auch über selbiges anwählen. Ob das unkomplizierter ist, als die Bedienung über Umschalttaste und normales Tastenfeld, sei dahingestellt. Extra Tasten für häufig genutzte Symbole wie Punkt oder Komma, gibt es leider nicht. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Platzierung der Leertaste rechts neben der unteren Buchstabenreihe, findet man sie doch auf einer Computertastatur eher mittig. Über die QWERTZ-Tastatur SMS-Texte einzutippen ohne dabei hinzugucken, ist mit einiger Übung sicherlich möglich. Eine weitere Möglichkeit der SMS-Eingabe besteht bei hochkant gestelltem Display und eingeklappter QWERTZ-Tastatur: Hier wird ein angenehm großes alphanumerisches Tastenfeld auf dem Display angezeigt und über die Touchfunktion des Displays bedient. Dabei ist ein „blindes“ Eintippen natürlich kaum möglich.
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| Die inside-handy Wertung: | 68% |
| >> weiter zum 2. Teil des Nokia N97 Test (u.a. Display & Kamera) >> | |
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Das Nokia 97 befindet sich in einem schwarzen quadratischen Karton mit recht stattlichen Maßen. Die dicke mattschwarze Pappe der Verpackung wirkt schlicht und edel. Unterstrichen wird der feine Charakter von silbernen „Nokia Nseries“- Schriftzügen sowie einer Prägung auf der Oberseite, die den aufgeschobenen Slider zeigt. Zwei nacheinander aufklappbare Deckel schützen den Inhalt. Darunter verbirgt sich eine nicht ganz so edel wirkende Plastikhalterung in der Handy, Akku und Stylus eingebettet sind. Hebt man diese aus dem Karton, kommt weiteres Zubehör zutage. Insgesamt zählen zum Zubehör: ein Akku, ein Nokia Energiespar-Ladegerät mit Energiespar-Ladegerät-Adapter, eine Nokia Ovi Suite DVD, ein Stereo-Headset mit Klinkenstecker, eine englischsprachige Bedienungsanleitung (alternativ kann man eine deutschsprachige Bedienungsanleitung auf der Nokia-Homepage herunterladen) und ein Putztuch. Der Nutzwert des Energiespar-Ladegerät-Adapters erschließt sich erst beim zweiten Hinsehen, beziehungsweise beim Nachlesen auf der Nokia-Homepage: „Über den Nokia Ladegerät-Adapter CA-146C lassen sich Ladegeräte mit 2- oder 3,5-mm-Lade-Anschluss mit Nokia Geräten mit Micro-USB-Anschluss verbinden und zum Aufladen verwenden.“ Dass im Zubehör trotz vorhandenem MicroSD-Speicherkarten-Steckplatz auf eine Speicherkarte verzichtet wurde, lässt sich angesichts des 32 Gigabyte großen flexiblen Speichers des Handys verschmerzen.

Das N97 gibt es in den Farben Schwarz und Weiß. Im Test kommt das weiße Handy zum Einsatz. Der äußere Eindruck und das Design des Smartphones. Trotz echter QWERTZ-Tastatur trägt es mit 15,9 mm nicht allzu dick auf. Auch 117,2 mm Höhe x 55,3 mm Breite lassen es nicht klobig wirken. Dank abgerundeter Kanten liegt es auch beim Telefonieren gut in der Hand. Den größten Teil der Vorderseite nimmt das 3,5 Zoll große Touch-Display ein. Da es, zumindest beim weißen Modell, nicht schwarz eingefärbt ist, fallen Fingertapsen auf dem Display zunächst nicht allzu sehr ins Auge. Falls doch gibt es ja das mitgelieferte Putztuch. Bis auf einen schicken chromfarbenen Metallrand rund um das Handy, wurde hauptsächlich weißes Plastik verbaut, an der Rückseite schimmert es leicht perlmuttfarben. Leider sieht man dem Slider das verbaute Plastik an; in dieser Preisklasse könnte man hochwertigere Materialien erwarten.
Unter dem Display sind neben der Menütaste ein grünes Symbol für die Anruf- und ein rotes Symbol für die Beenden-Taste aufgedruckt. Diese sind, ähnlich wie das Touch-Display, sensorgesteuert und reagieren auf Druck. An der linken Handyseite befindet sich an der oberen Ecke ein Außenlautsprecher, unter diesem der Multifunktionsslot, darunter eine Schiebetaste zum Sperren von Tasten und Display und an der unteren Ecke ein weiterer Außenlautsprecher. Unter dem Multifunktionsslot ist eine kaum sichtbare LED angebracht, die weiß leuchtet, wenn das Handy geladen wird. Nett gedacht, aber nicht allzu nett umgesetzt, ist die Möglichkeit, sich auf Wunsch verpasste Ereignisse wie Anrufe in Abwesenheit, neue Mitteilungen oder E-Mails, durch Blinken einer LED unter der Menütaste anzeigen zu lassen. Da die Menütaste aus silbernem Metall besteht und das Blinken nur in einem winzigen Spalt zwischen Taste und weißem Untergrund sichtbar ist, kann man das ebenfalls weiße Blinken bei normaler Raumbeleuchtung auf den ersten Blick kaum sehen.
Ebenso verhält es sich mit der virtuellen Wähltastatur die eingeblendet wird, wenn man auf ein entsprechendes Symbol im Standbybildschirm tippt. Der Vibrationsalarm des Nokia N97 ist angenehm leise, so dass er auch in ruhiger Umgebung nicht stören dürfte. Dabei ist er aber so deutlich zu spüren, dass er auch in Hemden- oder Hosentasche ausreichend wahrnehmbar ist. Er lässt sich ein- oder ausschalten und zusätzlich zum eingestellten Rufton verwenden. Auch Berührungen des Touch-Displays werden auf Wunsch durch leichte Vibration quittiert.
![Bild des Apple AppStore Volkswagen Polo Challenge 3D [iPhone]](http://www.inside-handy.de/img/handyspiele/1518_k.jpg)


Wenn man Nokia auf die Mängel sowohl telefonisch wie auch schriftlich hinweist, ist die Reaktion Schulterzucken und Desinteresse.
D...[mehr]ies war mein letzte Mobiltelefon von Nokia und ich kann allen vor dem Kauf nur abraten.
das mit der Sperrtaste ist ein Problem bei den Dingern, ist mir auch schon passiert.
Sollte aber in jedem Nokia Care Service Center behoben werden als Garantiefall.
Die tauschen dann den Rahmen auf der Unterseite des Gerätes aus.
Gruß
TZar
Soweit war ich sehr zufrieden, bis die Sperrtaste beim Entsperren einfach abgefallen ist. Das ist sehr ärgerlich. Mein Anbieter möchte mir nicht weiter helfen und bei Nokia selbst kommt man auch nicht wirklich weiter :-/
Das wird wohl seit jahren mein letztes Nokia gewesen sein. Schade, dass die Qualität so schlecht wurde.