Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Testdatum: 01.09.2009
Software Version: S60 3rd FP2 - Version 11.043
Testversion mit Branding: nein
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Nokia N86

Als der finnische Mobilfunkunternehmer Nokia den Namen für Handys der N-Serie aussuchte, hat er sich schon mächtig was dabei gedacht. Zumindest linguistisch gesehen, denn der Buchstabe “N“ steht für “High End“. Also ein Smartphone der Extra-Klasse, der sehr hohen Ansprüchen diverser Gruppen gerecht werden soll. Die Spezialgebiete sind dennoch Multimedia, Gaming Experience sowie im Falle des N86 8MP auch eine High-End-Kamera-Ausstattung. Das N86 ist der erste 8-Megapixel-Vertreter aus dem Hause Nokia und zählt mittlerweile zur siebten Generation der N-Serie.

Was kann der mobile, kommunikative und fotobegabte Dual-Slider denn nun wirklich? Ist die Software des Multimedia-Sliders in der siebten Generation tatsächlich schon so weit ausgereift wie der Hersteller behauptet? Und was ist mit den Telefon- und Kommunikationsfunktionen? Wurde an diesem Bereich gespart und dafür in die 8-Megapixel-Kamera investiert? Mit anderen Worten: Auf zu neuen Ufern oder doch eher Schuster bleib bei deinen Leisten. Lesen Sie mehr über das N86 8MP im redaktionellen Test von inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia N86Der Verpackung nach zu urteilen erscheint das N86 nicht wirklich wie eine elektronische Wundertüte: die überall präsenten grauen Töne mit weißer Schrift des Päckchens sorgen eher dafür, dass man im Regal daran vorbei läuft, wenn man mit High-End eine bunte Packung verbindet. Denn schon die alten Griechen wussten, “was nützt eine Tugend, wenn man sie nicht zeigen kann“! An diesem farbkargen Eindruck ändert auch die Abbildung des Gerätes selbst nichts, die eine rothaarige Frau an der Bushaltestelle im Suchermodus anzeigt. Ist dies ein Hauch von Seriosität, der hier vermittelt werden soll? Öffnet man das Päckchen, so bietet sich ein Nokia-vertrautes Bild: des kühle und schlichte Design des Nordens zeigt eine stabile Kartonage mit Einlagen mit vorgestanzten Vertiefungen für das Handy sowie den 1.200 mAh starken Akku. Darunter findet man weiteres Zubehör, wie ein Lade- und USB-Kabel, Miniklinke-Kopfhörer mit auswechselbaren Ohrmuscheln sowie ein dazugehöriger Headset-Adapter. Weiterhin sind auch enthalten die Bedienungsanleitung, eine Software-CD und ein Aktivierungscode für eines der vorinstallierten Spiele. Alles in allem wird die Verpackung verspielte Gemüter nicht anziehen, es bleibt also die Hoffnung auf die “inneren Werte“.

Nokia N86
 
Die inside-handy Wertung: 87%
 

Verarbeitung & Design

Nokia N86

Das Design des Telefons wurde ähnlich konzipiert wie die Verpackung: durch die Farbwahl von Schwarz- und Anthrazit-Tönen wirkt das N86 schlicht, dafür verleiht dies dem Handy auch eine anmutend elegante Note. Zudem wirken die Materialien qualitativ wertvoll und vermitteln den Eindruck, dass das Handy viele Stürze, Stöße und Wutausbrüche nach diversen “Game-Overs“ problemlos überstehen sollte – zumindest das Innenleben des N86, denn das stark glänzende Äußere wird schnell darunter leiden.

Nokia N86Wie schaut denn nun die elektronische Wundertüte aus? Die Vorderseite lädt mit einem großen Display tatsächlich zum Spielen oder Fotos machen ein. Über dem Display befinden sich Firmen- und Modellschriftzüge und – viel wichtiger – die Frontkamera für Videotelefonie und ein Lichtsensor. Unterhalb des Screens sitzt der Steuerknopf, umgeben von zwei Softkeys oberhalb, links und rechts die Kommunikationstasten (Auflegen und Annehmen) für die Telefonie und unterhalb die Löschtaste sowie eine Menütaste. Alle Tasten bis auf den Steuerknopf sowie die Menütaste sind recht klein, verfügen dafür aber über sehr markante Kanten, sodass man sich auf der Vorderseite auch bei Dunkelheit gut zurecht findet. Auf der linken Seite kann man an einem kleinen Schieber die Tastatursperre aktivieren, unten ist lediglich die eine Öse, die zum Öffnen des Gehäuses dient. Die rechte Seite weist Tasten zur Kamerabedienung sowie zur Lautstärkeregulierung auf, während sich auf der oberen Seite die wichtigsten Seiten-Elemente befinden: der Einschaltknopf, der USB-Steckplatz und der Miniklinke-Stecker für die Kopfhörer. Die Rückseite ist wie auch schon die Verpackung, schlicht in der Ausführung. Dort findet der Nutzer die 8-Megapixel-Kamera mit Verschluss sowie LED-Blitzlicht – zusätzlich geschmückt wird das Hinterteil von einem Nokia-Schriftzug.

Nokia N86Und was ist mit der alphanumerischen Tastatur? Nun, das N86 lässt sich aufschieben. Das Handy ist aber tricky, denn was zu Tage kommt, hängt von der Schieberichtung ab: zieht man das Gerät nach oben auf, so zeigt sich in üblicher Drei-Mal-Vier-Tasten-Anordnung die numerische Tastatur, die unter der fünf über einen kleinen Plastikstift zur besseren Orientierung verfügt – leider erweist sich diese Hilfe als mittelmäßig, da das kleine Plastikteil nicht höher ausfällt als die Tasten selbst, weswegen es auch nicht haptisch erfassbar ist. Schiebt man den Slider nach unten, werden auf der oberen Seite vier Softkeys sichtbar, die Funktionalitäten für Spiele, Kamera- und Musikanwendungen aufweisen. Das N86 liegt angenehm in der Hand und fühlt sich durch die angeraute Rückseite sehr angenehm an. Die Oberseite samt Tasten sind aus glänzendem Kunststoff gefertigt, was leider bereits nach kurzer Benutzung des Handys viele Fingerabdrücke und Schmutz aufweist – zumal man beim Spielen durch Fingerbewegungen permanent die Bildschirmseiten berührt – zumindest werden Großfinger auf dieses Problem stoßen. Was die Präzision der Tasten angeht, so sieht es bei den “versteckten“ Tasten suboptimal aus, da vor allem Konturen zur besseren Haptik fehlen – ebenso verhält es sich mit dem Steuerknopf. Es wäre besser gewesen, das Prinzip der Tasten von der Oberseite fortzuführen.

Nokia N86Der Zusammenbau des Handys erfolgt recht einfach, sofern man herausgefunden hat, dass die Tastensperre nicht zum Öffnen des Gehäuses dient. Löblich ist, dass das Gerät nur zwei lose Teile hat: den Akku und dessen Deckel – die SIM-Karte sowie die Micro-SD-Speicherkarte werden in einen Slot neben dem Akku im Inneren eingeschoben. Die Spaltmaße des N86 sind optimal verarbeitet und bieten auch an dem Slide guten Schutz vor Staub und Schmutz. Schade ist nur, dass der USB-Steckplatz ohne Abdeckung ist – beim Miniklinke-Stecker für die Kopfhörer ist dies aber wegen der viel höheren Nutzungsfrequenz durchaus vertretbar. Negativ ist der Linsenverschluss auf der Rückseite aufgefallen. Dieser geht nämlich leicht auf und es kam beim Alltagsbetrieb häufiger vor, dass man ihn in der Hosentasche beim Rausholen von anderen Gegenständen leicht aufschiebt, was dazu führen kann, dass die Zeiss-Linse schneller verkratzt.

 
Die inside-handy Wertung: 80%
 
 

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