Test des Nokia N81

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Einführung

Test-Datum: 13.02.2008
Software Version:
Testversion mit Branding: nein
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Nokia N81: Draufsicht
Musik ist Trumpf, und das gerade portabel. Im Bemühen, den MP3-Player-Herstellern die Butter vom Brot zu nehmen, kommt ein Musikhandy nach dem anderen in den Handel. Eines der neuesten Pferde im Stall des weltgrößten Handyherstellers Nokia ist das Nokia N81, das sich voll dem mobilen Entertainment verschrieben hat: Viel Speicher, großes Display und die überarbeitete Spiele-Engine vom N-Gage sollen den Käufer überzeugen, andere Geräte links liegen zu lassen. Wir haben das große Schwarze in unser Testlabor geschickt.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia N81: VerpackungEine große aber dünne Pappschachtel begrüßt den Besitzer eines Nokia N81, vorne mit dem Abbild des Handys versehen, sowie seinem Namen und seiner Zugehörigkeit zur Familie der N-Serie. Wer mehr über den Inhalt erfahren will, muss die Verpackung einmal drehen, dort wurden die wichtigsten Features kurz zusammengefasst. Einmal mehr tun die Finnen dem Händler mit viel Regalfläche einen gefallen, ist der Karton doch hervorragend stapelbar: Seitlich ist der Name des Handys noch einmal in riesigen Lettern aufgebracht, sodass man beim Griff ins Regal keinen Fehler macht.

Klappt man die erstaunlich dünnen Pappe auf, bleibt der Eindruck einer etwas billig geratenen Schachtel: Ein magerer schwarzer Karton, in dessen Mitte ein „Präsentierteller" für das Handy eingelassen wurde. Umgeben ist es von einer Nokia-typischen „gute-Laune-Abbildung", auf der seltsamerweise nur Beine zu sehen sind. Immerhin setzt sich in diesem Umfeld das Handy als besonders schick ab, das hat ja auch etwas.

Direkt darunter findet man das mitgelieferte Zubehör. Und das ist sehr ordentlich: Den Kunden erwarten der Akku, das Ladegerät, das Stereoheadset mit 3,5-Milimeter-Klinkenstecker, die mit zwei Gigabyte sehr gut dimensionierte Micro-SD-Karte, ein Datenkabel, die obligatorische CD-ROM mit der PC Suite sowie das mit Ausnahme des Covers in schwarz-weiß gehaltene Handbuch.

Nokia N81: Lieferumfang
 
Die inside-handy Wertung: 100%

Verarbeitung & Design

Nokia N81: offenes Gerät hinten
Nokia N81: TastenDer erste Zusammenbau des Handys geht locker von der Hand. Die SIM-Karte lässt sich ebenso leicht einlegen wie der Akku. Möchte man allerdings die Simkarte wechseln bekommt man den Akku nur mit langen Fingernägeln wieder aus dem Gerät heraus operiert.

Der Akkudeckel schließt leicht und lässt sich ebenso leicht wieder öffnen. Jedoch bringt er direkt den ersten großen Kritikpunkt mit sich: er lässt sich nur mit viel Mühe wirklich in die perfekte Position bringen. Bei einem so teuren Gerät sollte das nun wirklich nicht sein. Der Deckel besteht aus billig anmutendem Kunststoff, quietscht und klappert bei jedem Tastendruck und fühlt sich einfach nicht so hochwertig an, wie das N81 auf den ersten Blick erwarten ließ. Aber zu Akkudeckeln hatte Nokia ja leider schon immer ein etwas zwiespältiges Verhältnis.

Das Nokia N81 erinnert ein wenig an die Geschichte von Jim Knopf: Der dort erwähnte Scheinriese, Herr Tur Tur, wirkte auf Entfernung gigantisch, bei näherer Betrachtung jedoch war er ein Mensch wie jeder andere auch. Bei diesem Handy verhält es sich genauso: Je dichter man herankommt, desto billiger verarbeitet wirkt es. Gerade die Tastatur, auf welcher die Buchstaben nur aufgedruckt wurden, wirkt verschwommen und ist nicht schön gearbeitet.Nokia N81: Größenverhältnis

Das Display wurde vom selben Kunststoff eingefasst wie der Rest des Handys. Dieser wirkt leider bei näherem Hinsehen recht billig und keineswegs so hochwertig wie man auf der Webseite erwarten mag. Der visuelle Ersteindruck der Front bestätigt sich dann auch haptisch: Das ist nicht die oberste Verarbeitungskategorie der Finnen. Die Spaltmaße des Slidermechanismus sind allerdings minimal. Die Abdeckungen scheinen von Nokia bei diesem Handy etwas stiefmütterlich entworfen worden zu sein. Ein echtes Ei ins Nest gelegt haben sich die Ingenieure mit der Kamera: Diese ist nicht ins Handy eingelassen worden, sondern ragt auch noch heraus. Wie schnell soll die Linse denn verkratzen?

Kommen wir zur Bedienung, lassen sich hier die guten Seiten des N81 finden: Die Elemente der Vorderseite sind hervorragend aufeinander abgestimmt. Ein großes, schwarzes und dann doch spiegelndes Display, gleich darunter die gut aufeinander abgestimmten Bedientasten sowie, aufschiebbar, der Rest der Tastatur, der jedoch nicht farblich vom Rest abgesetzt wurde. Die Tasten sind im oberen Bereich gut handhabbar, und das, weil sie ausreichend groß dimensioniert ausfallen, dabei aber nicht zu groß wirken. Die mittig angebrachte 5-Wege-Navigation ist zusätzlich mit einem Sensor versehen worden, der im Gegensatz zum Samsung SGH-U700 auch das tut, was er soll: er fühlt die Bewegung und lässt den Anwender ganz „iPod-like" durch die Menüs scrollen.

Nokia N81: AkkuNun zu dem, was das Handy außen sonst noch umgibt: Auf der rechten wie der linken Seite des N81 findet man recht großzügig dimensionierte Lautsprecher, die auch halten, was sie versprechen: Guten Klang. Ärgerlich ist mal wieder die seitlich angebrachte Akkuklappe: Diese ist, im Gegensatz zu älteren N-Seriengeräten, nicht Teil des Gehäuses und warnt beim Öffnen auch nicht vor möglichem Datenverlust.

Schick und wirklich einmal praktisch ist die manuelle Tastensperre an der Oberkante: Durch einen Schieberegler kann man dort die Tasten für den Musikmodus absperren, sodass man nicht vor- und zurückspult, obwohl das nicht gewünscht war. Ein Prosit auch für den 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, der es endlich möglich macht, auch mit einem anderen Kopfhörer zu arbeiten. Wer sich so etwas einfallen lässt, der hat die Zeichen der Zeit erkannt.

Die Spaltmaße sind minimal und die Tasten weisen keinerlei Angriffsflächen für Schmutz und Staub auf. Das liegt im Fall der Tastatur maßgeblich daran, das diese aus nur einer Fläche mit aufgedruckten Buchstaben besteht. Das Handy wirkt trotz seines glänzenden Auftretens recht robust gegenüber der Umwelt. Es scheint auch einen Sturz ohne größere Schäden überstehen zu können.

Wie schon die Größe von soliden 102 x 50 x 19 Millimetern ist auch das Gewicht von 138 Gramm deutlich über der Norm. Hier kauft man ein Stück Wertarbeit, das so manche Anzuginnentasche ausbeulen dürfte.

Nokia N81: SpeicherkarteDank seiner üppigen Proportionen liegt es gut in der Hand, die Tasten sind ohne große Verrenkungen erreichbar und auch im Dunkeln gut zu erfühlen. Blind SMS-Tippen ist schwierig, die minimalen Erhöhungen auf der Taste „5" ist nicht wirklich nützlich. Gut angelegt hingegen sind die Funktionstasten, ist doch zwischen diesen ausreichend Platz, um nicht aus Versehen falsch zu drücken.

Der Vibrationsalarm ist gut spürbar, funktioniert auch mit Klingelton und ist leise genug, um im Theater nicht die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Navigieren in den verschiedenen Menüs und das Steuern der Musik erleichtert der leicht bedienbare Navi-Key in der Mitte des Gerätes erheblich.


 
Die inside-handy Wertung: 80%
 
 

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