Test des Nokia N80

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 24.11.2006
Software Version: V 3.0617.0.6 RM-92
Testversion mit Branding: nein
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Nokia bringt mit dem N80 einen Slider auf den Markt, der mit einer Austattungsliste von 3-Megapixel--Kamera, UMTS, MP3-Player und W-Lan seines gleichen sucht. Ein eindeutiger Angriff auf die Smartphones á la XDA neo, die bereits seit längerem mit W-Lan aufwarten. Aber hält das N80, was es verspricht? Wie steht es mit der Verarbeitungsqualität? Lässt sich das Gerät trotz eines so gewaltigen Funktionsumfangs noch intuitiv bedienen? Ist es ein vollwertiges Business-Handy mit voller Multimediabestückung, oder doch eher ein teures Spielzeug zum angeben? Kann es die hohen Erwartungen beim Multimediaspaß erfüllen? Wir haben es in unser Testlabor geschickt, um es auf Herz Nieren zu prüfen.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia N80Beginnen wir bei der Verpackung, in der das N80 geliefert wird. Ein einfacher Karton mit Bildern von Menschen, die alle in irgendwelchen Situationen ein N80 benutzen. Nichts überraschendes, keine großartige Designmeisterleistung, aber solide. Ein wenig Design hätte bei einem so teuren Gerät gut getan. Öffnet man den Karton, blickt man direkt auf sein neues Spielzeug. Und auf den ersten Blick wirkt es edel. Das Display ist von einem Alurahmen eingefasst und so wirkt das N80 sehr hochwertig. Der Lieferumfang, welcher sich dann offenbart, ist in jedem Fall als komplett zu bezeichnen. Ladegerät, Stereoheadset, USB-Datenkabel, Software-CD und die bei dieser Funktionsvielfalt notwendige Bedienungsanleitung. Hier gibt es keine Enttäuschungen. Sogar ein Lederriemen, um das Handy an die Leine zu nehmen ist dabei.

 

 

Nokia N80

 
Die inside-handy Wertung: 81%

Verarbeitung & Design


Der erste Zusammenbau des Handys geht locker von der Hand. Die SIM-Karte lässt sich ebenso leicht einlegen wie der Akku. Möchte man die Simkarte wechseln, bekommt man den Akku nur schwer wieder aus dem Gerät heraus operiert. Der Akkudeckel schließt leicht und lässt sich ebenso leicht wieder öffnen. Jedoch bringt er direkt den ersten großen Kritikpunkt mit sich: er wackelt. Bei einem so hochwertigen und teuren Gerät sollte das nun wirklich nicht sein. Der Deckel besteht aus billig anmutendem Kunststoff, quietscht und klappert bei jedem Tastendruck und fühlt sich einfach nicht so hochwertig an, wie das N80 auf den ersten Blick erwarten ließ. Eine Alublende umschließt das Display und die Funktionstasten und lässt das Gerät sehr hochwertig erscheinen. Dieser erste positive optische Ersteindruck der Front bestätigt sich auch haptisch. Die Spaltmaße des Slidermechanismus sind minimal, nur die Abdeckung der Speicherkarte wirkt etwas billig. Die Abdeckungen scheinen von Nokia bei diesem Handy etwas stiefmütterlich entworfen worden zu sein. Auch die Rückseite mit der prägnanten Kamera sieht optisch ansprechend und gut verarbeitet aus.

Wenn man das Gerät in die Hand nimmt, setzt sich der Zwiespalt zwischen guter und schlechter Verarbeitung fort. Die Front fühlt sich solide verarbeitet an, die Rückseite, wegen des wackelnden Akkudeckels und des billig anmutenden Plastiks, weniger. Auch der Slider-Mechanismus enttäuscht letztlich. Es handelt sich hier einfach nicht um einen Mechanismus, den man in einem solchen Gerät erwarten würde. Statt elegant bei leichtem Druck aufzugleiten, muss man den oberen Handyteil komplett mit der Hand nach oben schieben, wo er dann einrastet. Ebenso, nur anders herum, geht es wieder zu. Kein elegantes „Aufschwingen“ wie man es von Samsung Slidern kennt. Beim Zuschieben offenbart das Gerät eine weitere Schwäche: Man muss mit dem Daumen auf das Display fassen, um das Handy zuschieben zu können, da man sonst keinen Ansatzpunkt findet.  Der zweite wesentlich größere Kritikpunkt bezieht sich ebenfalls auf den Slider, denn der wackelt zu allem Überfluss. Bei aufgeschobenem wie auch bei geschlossenem Slider hat der obere Teil des Handys ca. einen Millimeter Spiel. Bei einem 500-Euro Handy definitiv ein Mangel und eine weitere Verarbeitungs-Enttäuschung. Die sonstigen Spaltmaße weisen keine zu großen Öffnungen oder offensichtliche Lücken auf. Wenn man bei der Materialwahl und dem Slidermechanismus ebenso besonnen gewesen wäre, könnte man die Gesamtverarbeitung vorbildlich nennen. So reicht es bestenfalls für ein „befriedigend“. Als Anschlussmöglichkeiten für Headset und Datenkabel kommt wieder der Nokia-typische Pop-Port zum Einsatz. Hier gibt es den selben Nachteil wie bei allen Pop-Port-Anschlüssen: Hat man das Handy mit angestöpselten Kopfhörern in der Tasche und bewegt sich, rutscht der Anschluss aus der Buchse und die Musik ist erstmal futsch.

Zur Kamerabedienung verfügt das N80 über eine Seitentaste. Drückt man diese lange genug, so startet die Kamera. Ansonsten lassen sich alle Funktionen über die Handytastatur steuern. Die Steuerung des N80 an sich funktioniert ebenfalls sehr gut. Alle Tasten sitzen da, wo man sie erwarten würde. Einzig die Fünf-Wege-Taste ist etwas schwammig und könnte bessere Druckpunkte vertragen. Hier wäre ein Joystick á la K800i oder Nokia E60 wohl die bessere Wahl gewesen. Dennoch lässt sich das Telefon auch mit der etwas gewöhnungsbedürftigen Fünf-Wege-Taste einfach und sicher bedienen. Die Tastatur ist ausreichend groß dimensioniert und alle Tasten lassen sich gut drücken. Blindes SMS-Tippen stellt kein Problem dar. Eine Besonderheit stellt die Schnellstarttaste dar, mit der man, einem Mediacenter gleich, alle Multimediafunktionen des Telefons aufrufen kann. Eine gute Idee, um die Steuerung der vielen Multimediafeatures zu vereinfachen.

 
Die inside-handy Wertung: 68%
 
 

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