Test des Nokia N78

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Einführung

Test-Datum: 09.10.2008
Software Version: V 12.046 v
Testversion mit Branding: nein
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Nokia N78

Ein weiterer Multimedia-Computer der Nokia N-Reihe, das N78 erweitert die vielfältige Series60-Smartphone-Serie von Nokia. Von GPS bis UMTS, von WLAN bis UKW-Radio ist (fast) alles bei diesem Modell zu finden, das zu einem echten Smartphone gehört. Die N-Serie von Nokia ist mit verschiedenen Bauart-Typen bestückt. Beim N78-1 wurde der Barren-Formfaktor beibehalten, wie er auch bei den anderen Monoblock-Handys, wie das N82, das N79 und das N73ME zu finden ist. Auf den ersten Blick sind keine herausragenden Besonderheiten beim N78 zu finden, das eine gewisse Einzigartigkeit bedeuten könnte. Ist der Erfolgsfaktor der N-Serie-Modelle auch beim N78 wiederzufinden? Ein ausführlicher Praxistest in unserem inside-handy.de-Testcenter wird diese Frage beantworten.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia N78Das N78 wird in einer sehr großen grauen Nokia-Verpackung geliefert. Die Aufmachung des Kartons mit dem aufgedruckten Bild des Nokia N78 ist wenig spektakulär, gibt allerdings sofort einen Hinweis auf die Hauptausstattungsmerkmale des Testkandidaten (Kamera mit Objektiv von Carl Zeiss, On-board-Navi mit A-GPS-Unterstützung). Die Verpackung wirkt auf den ersten Blick eher schlicht und einfach gehalten für einen Multimedia-Computer. Der durchschnittliche Lieferumfang ist nicht mehr als gerade noch Standard für ein Gerät dieser Klasse. Neben dem Serien-Akku BL-6F mit 3,7 Volt und satten 1200mAh und einem kleinen Netzladeteil hat Nokia dem Gerät auch noch ein Stereo-Headset, ein USB-Kabel und eine zwei Gigabyte microSD-Speicherkarte ohne SD-Adapter beigelegt. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform, ein Quickstart-Guide für die ersten Schritte und eine Daten-CD mit der Nokia PC-Suite runden den Lieferumfang ab. Alles ist sauber verpackt in einer Innenschale in dem Karton untergebracht. Das N78 ist zusätzlich noch geschützt in einer transparenten Plastikbox untergebracht und als Blickfang sofort beim Öffnen der Verpackung zu sehen.


Nokia N78
 
Die inside-handy Wertung: 69%

Verarbeitung & Design

Nokia N78
 

Spontan beim ersten „Anfassen" liegt das Nokia Barren-Handy mit dem abgerundeten Kanten des Monoblocks gut in der Hand. Auch Größe und Gewicht vermitteln einen „schlanken" Ersteindruck, der sehr gefällig wirkt. Im Vergleich zu den Schwestermodellen N82 und N73ME liegt das N78 mit seinen Maßen von 113 x 49 x 15,1 mm bei 101,8 g Gewicht fast identisch auf gleichem Niveau.

Nokia N78 Das Testgerät wurde in einer schwarzen Gehäusefarbe geliefert. Das glänzend schwarze Finish der Vorderseite wird nur von dem alufarbenen Nav-Key-Ring und der gleichfarbenen Taste für den Start der Multimedia-Funktionen aufgelockert. Leider führt diese Design-Wahl auch zu den bekannten Nachteilen, das die glänzende Vorderfront sehr anfällig auf Fingerabdrücke und generelle Verschmutzungen macht und das die teilweise starken Spiegelungen eine gute Erkennbarkeit manchmal stark beeinträchtigen. Der breite seitliche Metallrahmen in einem dunklen matten Grauton gibt dem Gerät eine physikalische und auch „optische" Standfestigkeit. Die Rückseite des N78 ist ein durchgehender Akkudeckel, der ganz in einem titaniumschwarzen Look gehalten ist und nur von dem groß wirkenden Carl-Zeiss-Objektiv der CMOS-Kamera und dem Fotolicht der 3,2 Megapixel Kamera aufgelockert wird.

Das Gehäuse vermittelt auf den ersten Blick eine hochwertige Verarbeitung - Spaltmasse, Tasten und sonstige Bedienelemente sind relativ passgenau eingearbeitet. Auch auf etwas stärkeren Druck ist dem N78-Gehäuse kein Knacken und Knirschen zu entlocken. Hier sitzt bis auf eine Ausnahme alles wie es sitzen muss: Der Akkudeckel, der sich etwas fummelig lösen und aufsetzen lässt, sitzt viel zu locker und wackelt im geschlossenen Zustand mit einem inakzeptablen Spiel hin und her. Das Einlegen der SIM-Karte mit dem Einsetzen des Akkus gestaltet sich einfach ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen Werkzeuges. Die SIM-Karte wird in einem gut zugänglichen Kartenleser auf der Rückseite unter dem Akku eingeschoben. Den Li-Poly-Akku einsetzen, Akkudeckel drauf, der mit einer Ver-/Entriegelungstaste versehen ist und das Handy ist bereit für einen ersten Start. Auch im betriebsfertigen Zustand wirkt das Barren-Phone handlich und ansprechend. Der Metallrahmen des Gehäuses mit dem Kunststoff-Cover der Vorderseite hinterlässt einen stabilen Eindruck.

An der linken Gehäuseseite ist der Anschluss für ein microUSB-Datenkabel, der Kartenleser für eine microSD-Speicherkarte, der Anschluss für das Netzladekabel und eines der beiden großen Gerätelautsprecher vorhanden. Der Speicherkarten-Slot ist mit einer Plastikabdeckung gegen das Eindringen von Staub und Schmutz geschützt. An der rechten Gehäuseseite befindet sich der zweite Lautsprecher für die Freisprechfunktion, eine Wipptaste zu Lautstärke-Regulierung und eine weitere Tasten für den Aufruf der Kamera-Funktion. An der Oberseite des Gehäuses ist die 3.5 mm Buchse für das Stereo-Headset (das auch für andere herkömmliche 3,5 mm-Buchsen-Anschlüsse offen steht) und der Ein-/Ausschalter, der versenkt angebracht ist. Die Rückseite des N78 dominiert das Carl Zeiss-Tessar-Objektiv der 3,2 Megapixel Kamera, das frei liegt und nicht zusätzlich vor Beschädigungen geschützt ist und ein Fotolicht mit einer LED. Auf der Vorderseite ist die zweite Kameralinse mit einer maximalen QVGA-Auflösung von 320 x 240 Pixel für Videotelefonate angebracht. Neben der Kameralinse befindet sich der Umgebungslichtsensor für das Display. Die Front wird dominiert von einem 2,4-Zoll-TFT-QVGA-Display (Displaydiagonale 6,1 cm) mit 16,7 Millionen Farben bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln. Das Display ist mit einer Kunststoffabdeckung geschützt.

Nokia N78Unterhalb des Displays ist mittig ein Fünf-Wege-Nav-Key mit einer großen zentralen Bestätigungstaste und je links und rechts davon mehrere strichförmige horizontale und vertikale Tasten. Diese Tasten sind ähnlich von Sensor-Tasten völlig plan in dem Frontcover integriert und nur zu sehen, wenn die Tastenbeleuchtung diese Stellen entsprechend sichtbar macht. Dies hat den entscheidenden Nachteil, dass vor einer Bedienung die Tastenbeleuchtung erst aktiviert werden muss, um überhaupt die Lage und die zugeordnete Funktion der Taste erkennen zu können. Bei deaktivierter Tastenbeleuchtung wirkt der gesamte Tastaturbereich dunkel und schwarz, nur die strichförmigen leichten Erhebungen der Handy-Zwölfer-Tastatur sind schwach erkenntlich. Die optische Ausnahme bilden - wie bereits erwähnt - der alufarbene Nav-Key-Ring und die strichförmige Multimedia-Taste. Links vom Nav-Key ist eine horizontale Strichtaste für den Aufruf des Softmenüs (variabel) und an der Seite darunter die vertikale grüne Strichtaste für die Rufannahme-Funktion.

Rechts vom Nav-Key ist eine horizontale Strichtaste für den Aufruf der zweiten Softmenü-Funktion (variabel) und darunter die alufarbene Taste für die Multimedia-Funktionen, die auch etwas erhaben von den übrigen Tasten besser fühl- und sichtbar ist. Neben dieser Taste ist rechts am Gehäuserand die vertikale rote Strichtaste für die Rufbeendigungs-Funktion. Unterhalb des Nav-Keys ist eine herkömmliche Zwölfer-Tastatur mit sehr schmalen, strichförmigen Tasten vorhanden, die ohne Tastaturbeleuchtung nur als vier horizontale dünne Querstriche angedeutet sind. Die Tasten sind sehr dünn geraten. Die Beschriftung der Tastatur ist weiß auf dem schwarzen Hintergrund und nur bei aktivierter Tastatur-Beleuchtung erkennbar, was teilweise eine sehr schlechte Ablesbarkeit bei Tages- und Sonnenlicht zur Folge hat. Seitlich am Rande vom Tastaturfeld sind noch zwei „verborgene" Tasten zu finden, die wiederum nur bei aktivierter Tatstaturbeleuchtung sichtbar werden - links die Nokia N78Menütaste für das Hauptmenü und rechts die C-Taste mit der Löschfunktion. Die dezente weiße Beleuchtung des Tastenfeldes ist in dunklen Räumen ausreichend und wirkt dann optisch sehr ansprechend. Der Ring des Nav-Key hat eine wahlweise zuschaltbare Statusbeleuchtung, die dezent in einem langsamen Rhythmus blinkt und erst durch ein schnelleres Blinken auf unbeantwortete Anrufe bzw. ungelesene Mitteilungen aufmerksam macht. Die Tasten habe alle einen guten Druckpunkt. Die Bedienung der Zwölfer-Tastatur ist durch die kleine Strich-Bauweise etwas zu filigran und für größere Finger nicht besonders geeignet. Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise ohne Rufton oder zuerst Vibration und dann Rufsignalisierung eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist deutlich zu spüren.

 
Die inside-handy Wertung: 68%
 
 

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