Test des Nokia N70
| Test-Datum: | 05.05.2006 |
| Software Version: | |
| Testversion mit Branding: | nein |
| Test-Autor: | HH ![]() |
Immer wieder wurde Nokia von Seiten der Aktionäre Langeweile beim Design von Handys vorgeworfen. Das einmal mit dem 6320 festgelegte Äußere erfuhr wenig aufregende Alternativen, sieht man von einigen experimentellen Alternativen einmal ab. Doch ist das überhaupt erwünscht? Immerhin hält der finnische Hersteller einen großen Teil der Kunden, weil sich im Regelfall wenig ändert. Nun, ganz so wie beim guten alten Nokia 6310 kann das Nokia 6681 nicht mehr zu bedienen sein, ist es doch um zahlreiche Funktionen erweitert worden. Außerdem läuft es mit dem Quasi-Standard-Betriebssystem Symbian Series 60, was sicherlich einige Umsteiger vor Probleme stellen wird. Leidet darunter die Bedienbarkeit? Handelt es sich bei diesem Handy um ein klassisches Business-Telefon, oder siegt die Spielerei? Wir haben das Nokia N70 dem Praxistest unterzogen. |
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![]() Bunt und mit schicken Action-Fotos kommen die Nokia-Schachteln schon seit jeher in die Regale der Händler. Dass darauf jedoch auch mehrfach das Handy abgebildet ist, ist hingegen eher eine Erfindung der Neuzeit. Der junge, dynamische Nicht-Krawattenträger auf der äußeren Hülle wurde in verschiedenen Situationen mit Handy und Toastbrot abgebildet, was vermutlich der anvisierten Zielgruppe des Handys entsprechen dürfte. Dieses Handy scheint klar auf Männer ausgerichtet zu sein, wobei wir annehmen, dass Kunden die Verpackung wie üblich erst nach Kauf des Handys sehen werden. Öffnet man den voluminösen Karton, so erscheint zunächst das auf einer grauen, leicht biederen Kunststoffschale zuoberst liegende Nokia N70. Eine derartige Verpackung freut natürlich die zuständigen Designer, ist jedoch eigentlich unsinnig: Das Handy liegt direkt unter der dünnen Karton-Umhüllung, und kann so bei einem Fall sehr schnell beschädigt werden. Daher sollte man das Handy am besten noch im Laden testen. Öffnet man nun besagte biedere Kunststoffschale, erscheint auf einmal so viel Zubehör, dass man sich unwillkürlich fragt, warum Nokia dazu im Internet noch mehr Extras anbietet. Ab Werk sind neben dem Handy mit dem Akku, einem Reiseladegerät und der Anleitung, die jeder Kunde als Mindestgrundlage voraussetzen sollte, jede Menge Gimmicks: Das Stereo-Headset, ein USB-Datenkabel, eine CD mit der Nokia PC Suite, Kurzanleitungen zu Handy und Add-On-Anwendungen sowie eine RS-MMC-Karte mit 64 MB und Adapter. Sieht man sich den Haufen Zubehör an, so scheinen die Finnen geradezu darauf zu spekulieren, dass man mal etwas irgendwo liegen lässt oder wegen Übergepäcks am Flughafen abgeben muss. Okay, eine Tasche ist nicht dabei, aber das wäre es dann auch. Das einzige Extra-Teil, das Nokia in der Anleitung noch empfiehlt, ist dann auch eine Bluetooth-Tastatur. Nun, da wir diese in diesem Test nicht benötigen, fühlen wir uns gut gerüstet für eine genauere Untersuchung. |
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| Die inside-handy Wertung: | 100% |
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![]() Mit seinem edel und matt schimmernden Äußeren versucht man den Spagat zwischen Samsungs cooler Optik und einer klassischen Nokia-Linienführung. Da jedoch Schönheit im Auge des Betrachters liegt, wollen wir das Äußere auf seine Funktionalität hin analysieren. Die Handhabung ist schon beim Zusammensetzen ein wenig fummelig: Obwohl das Handy von Nokia kommt, sollte man sich nicht an die alte Handy-Weisheit Nokia = einfach halten, denn seit dem Nokia 6210 hat sich doch einiges getan. Die SIM-Karte und den Akku einzulegen ist noch recht einfach, schlichtes Drücken tut seinen Dienst. Doch will man den Akku wieder herausholen, sind schon Fingerspitzengefühl oder Werkzeug gefragt: Bereits der Akkudeckel will sich nur mit einer komischen Kombination aus Drücken und Schieben entfernen lassen. Es erinnert doch etwas an einen kindersicheren Verschluss, den ja erfahrungsgemäß Kinder am einfachsten aufbekommen. Auch keine leichte Arbeit: Die RS-MMC-Speicherkarte ist zwar lobenswerterweise seitlich auch im laufenden Betrieb entnehm- und wieder einschiebbar, doch hilft das wenig, wenn man sie nicht zu fassen bekommt. Da wirft man doch gleich noch einmal einen Blick auf den jungen Mann auf dem Karton und muss feststellen, dass dieser garantiert jemanden zum Karten-Herausziehen beschäftigt. Mit seinen kurzen Fingernägeln würde er es nie schaffen. Model müsste man sein.Was das Nokia N70 aushält, möchte man lieber nicht testen. Nicht, dass es in sich zusammenfallen könnte, darüber machte sich der Tester keine Gedanken. Doch hat der Edel-Look-Kunststoff eine dunkle Seite: Er ist ziemlich billig. Am besten erkennt man das, wenn man die Heck-Akkuklappe entfernt hat und diese in die Hand nimmt. Zugegeben: Der Lack ist hervorragend, nur der Kunststoff macht keinen guten Eindruck, er wabbelt doch ganz schön. Diese Verformungen äußern sich auch während des Telefonierens: Das Gerät neigt dazu, immer wieder schon bei leichten Bewegungen zu knirschen. Die Spaltmaße sind gering, was das Eindringen von Staub recht unwahrscheinlich macht. Auch bei herunter gezogener Kamera-Verdeckung sind die Abstände zwischen den Bauteilen im normalen Bereich. Die silbern lackierten Seitentasten fügen sich optisch schön in das Handy ein, haben nur einen kleinen Haken: Eine Berührung darauf, und sofort erscheint ein so deutlicher Fingerabdruck, dass dieser mindestens polizeilich verwertbar ist. Die diversen Zusatzkomponenten wie das Datenkabel, das Headset und das Ladegerät, die am unteren Teil des Gerätes angeschlossen werden, sitzen fest und haben nur ein geringes Spiel. Zum Entfernen muss man den jeweiligen Stecker mit bestimmtem Druck nach unten drücken, um dadurch die Haken des Steckers zu lösen. Angst vor Beschädigung ist dabei unbegründet: Alle in einander greifenden Teile sind solide verarbeitet. Tasten gibt es mehr als früher: Am oberen Ende der Tastatur wurde der rechteckige Navi-Key angebracht. Dieser wird auf beiden Seiten um einen Softkey erweitert, der je nach Menü seine Funktion ändert. Neben der mittig platzierten Normal-Tastatur befinden sich zur Rechten und zur Linken die Rufannahme- und Beenden-Taste, sowie der Korrektur-Button und der Zugriff zum Menü. Das hat, im Gegensatz zu älteren Handys, eine eigene Taste.Die Tasten haben jeweils einen sehr präzisen Druckpunkt und sitzen gut in den einzelnen Gehäuseteilen. Sie "klicken" angenehm, wenn man sie drückt. Man bekommt beim Tippen den Eindruck, ein sehr solide verarbeitetes Gerät in Händen zu halten. Dieser Klick ist übrigens bei dem Navi-Key ein ganzes Stück lauter ausgefallen. Die einzelnen Tasten sind leicht zu treffen und haben nach diversen finnischen Design-Experimenten hier eine solide Größe. Da fast alle Tasten die gleichen Abmessungen haben, muss man jedoch immer mal wieder hinschauen, um nicht daneben zu drücken. Orientierung soll dabei die Taste "5" bringen, die kleine seitliche Erhöhungen hat. Das funktioniert auch ganz ordentlich. Einen kleinen Minuspunkt, wenn auch subjektiver Natur, mussten wir dann doch feststellen: Der Vibrationsalarm ist etwas zu laut aufgefallen, dafür kann man ihn jedoch in der Tasche auch gut spüren. Lediglich wenn das Gerät auf einem Tisch oder einem Hohlkörper liegt, hört man ein lautstarkes Brummen. Aktivieren lässt sich dieser kinderleicht über die Profile, auf die wir noch später im Test zu sprechen kommen. Eigentlich haben Schickschnack wie Handybänder, Handyschmuck oder ähnliches an das Nokia N70 anbauen möchte, der sucht vergebens. Lediglich oben lassen sich, rein theoretisch, in die Lautsprecheröffnung derartige Erweiterungen einfummeln. Aber mal ganz im Ernst: Wer ein Business-Handy sucht, der braucht doch nun wirklich keine solchen Zusatzteile, oder? ![]() |
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| Die inside-handy Wertung: | 82% |
| >> weiter zum 2. Teil des Nokia N70 Test (u.a. Display & Kamera) >> | |
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Immer wieder wurde Nokia von Seiten der Aktionäre Langeweile beim Design von Handys vorgeworfen. Das einmal mit dem 6320 festgelegte Äußere erfuhr wenig aufregende Alternativen, sieht man von einigen experimentellen Alternativen einmal ab. Doch ist das überhaupt erwünscht? Immerhin hält der finnische Hersteller einen großen Teil der Kunden, weil sich im Regelfall wenig ändert. Nun, ganz so wie beim guten alten Nokia 6310 kann das Nokia 6681 nicht mehr zu bedienen sein, ist es doch um zahlreiche Funktionen erweitert worden. Außerdem läuft es mit dem Quasi-Standard-Betriebssystem Symbian Series 60, was sicherlich einige Umsteiger vor Probleme stellen wird. Leidet darunter die Bedienbarkeit? Handelt es sich bei diesem Handy um ein klassisches Business-Telefon, oder siegt die Spielerei? Wir haben das Nokia N70 dem Praxistest unterzogen.

Auch keine leichte Arbeit: Die RS-MMC-Speicherkarte ist zwar lobenswerterweise seitlich auch im laufenden Betrieb entnehm- und wieder einschiebbar, doch hilft das wenig, wenn man sie nicht zu fassen bekommt. Da wirft man doch gleich noch einmal einen Blick auf den jungen Mann auf dem Karton und muss feststellen, dass dieser garantiert jemanden zum Karten-Herausziehen beschäftigt. Mit seinen kurzen Fingernägeln würde er es nie schaffen. Model müsste man sein.
Tasten gibt es mehr als früher: Am oberen Ende der Tastatur wurde der rechteckige Navi-Key angebracht. Dieser wird auf beiden Seiten um einen Softkey erweitert, der je nach Menü seine Funktion ändert. Neben der mittig platzierten Normal-Tastatur befinden sich zur Rechten und zur Linken die Rufannahme- und Beenden-Taste, sowie der Korrektur-Button und der Zugriff zum Menü. Das hat, im Gegensatz zu älteren Handys, eine eigene Taste.
![Bild des Apple AppStore Volkswagen Polo Challenge 3D [iPhone]](http://www.inside-handy.de/img/handyspiele/1518_k.jpg)

