Test des Nokia Lumia 920
Beim Leser-Testing des Lumia 920 in Berlin (inside-handy.de war vor Ort) warb Nokia mit einem großen Plakat, was zugleich der Slogan für die Vermarktung der neuen Lumia-Smartphones ist: „Jeder liebt ein Comeback“. Nun lässt sich sicherlich darüber diskutieren, ob Nokia das Comeback nicht schon mit den zuvor erschienen Geräten der Lumia-Reihe feierte. Sicher ist aber, dass Nokia mit dem Lumia 920 ganz klar in der Oberklasse mitspielen kann. Vielleicht beziehen sich die Finnen hierauf. Nokia ist ein erstklassiges Handy gelungen. Dass die Finnen Hardware-mäßig einiges drauf haben, sollte unbestritten sein. Aber neben dem Handy selbst, ist auch Windows Phone 8 erwachsen geworden und räumt mit einer Menge Vorurteilen auf, mit denen die Redmonder zu kämpfen hatten. So bringt die neue Version viele nützliche Änderungen mit sich, welche eingefleischte WP-Nutzer weiter begeistern, aber auch etwaige Umsteiger zum Nachdenken bringen sollten. Am Handy selbst gibt es beinahe nichts auszusetzen. Die Verarbeitung ist perfekt, das Design erfrischend anders. Nokia verbaute derart viel Technik, dass das Lumia 920 sich nicht verstecken braucht. Die Hardware ist potent und dank perfekt abgestimmter Software ermöglicht sie eine butterweiche Bedienung, welche man bei vielen Android-Geräten vergebens sucht. Zudem kommt Nokia mit zukunftsweisender Technik daher, wie dem induktiven Laden. Zwar ist das Thema grundsätzlich nicht neu, aber bis auf Palm, welche dies schon im Pre verbauten, haben andere Hersteller nur davon geredet, statt es umzusetzen. Der einzige Wermutstropfen ist jedoch das teure Zubehör hierfür. Die Kamera gehört mit zu den Besten am Markt, das Display kann beinahe in allen Lebenslagen punkten und die Akkulaufzeit reicht für einen langen Arbeitstag aus. Wenn man am Lumia 920 was bemängeln möchte, dann ist dies eher subjektiver Natur. So ist das Gerät aufgrund der Dicke und des Gewichtes ein ganz schöner Brocken. Auf der anderen Seite spricht gerade das Gewicht auch für eine gewisse Hochwertigkeit. Business-Kunden werden den ein oder anderen Komfort im Kalender vermissen. Auch eine direkte Verbindung mit Outlook sucht man weiterhin vergebens. Bleibt noch der Preis: Mit über 600 Euro durchbrechen die Finnen die Schallmauer, wo man sich dreimal überlegt, ob man soviel Geld auf den Ladentisch legt. Ob man bei diesem Preis wechselwillige Kunden im Android- oder iOS-Lager findet, wird sich noch zeigen müssen. Keine Frage, das Handy ist es Wert. Doch wie bei allen ist es eine Glaubensfrage des Betriebssystems. Und genau hier muss Nokia ansetzen, um etwaige Kunden zu überzeugen. Das Zeug dazu hat Windows Phone (mittlerweile) alle Mal. Pro
Contra
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Falls ich es übersehen habe, welche Firmware Version war bei eurem Test vorinstalliert ? Die Testbilder der Kamera kommen mir nämlich nicht so toll vor.