Test des Nokia Lumia 800
Der 1450 mAh Akku liefert laut Hersteller eine Standby-Zeit von bis zu 265 Stunden im GSM-Netz und 335 Stunden über 3G. Telefonate sollen im GSM-Netz knapp 13 Stunden und im UMTS-Netz bis zu neun Stunden möglich sein. Hierbei handelt es sich natürlich nur um Laborwerte, die im Test nach unten korrigiert werden müssen. Bei ständig aktiviertem W-Lan und Push-Mail, 80 Minuten Telefonie, zwei Stunden surfen, durchsuchen, herunterladen und ausprobieren von diversen Applikationen, musste das Smartphone nach knapp 24 Stunden wieder mit Strom versorgt werden. Damit ist das Lumia wahrlich kein Dauerläufer, befindet sich damit aber in prominenter Gesellschaft mit vielen aktuellen Smartphones. Nokia hat allerdings schon ein Update angekündigt, welche die Akkulaufzeit verbessern soll. Zum Testzeitpunkt stand dieses für das Testgerät allerdings noch nicht zur Verfügung. Für den SAR-Wert am Kopf gibt Nokia 0.940 W/kg an, was mit Blick auf die Konkurrenz einen ziemlich hohen Wert darstellt, aber noch weiter unter der gesetzlichen Höchstgrenze von 2 W/kg liegt. |
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Die Anzeige hinterlässt einen gespaltenen Eindruck. Im System und auch im Browser sind in weißen Bereichen, trotz der hohen Auflösung, einzelne Pixel zu erkennen. So sind Linien oder Unterstreichungen als kleine Punkte zu erkennen. Vergrößert man allerdings ein Bild oder eine Internetseite, zeigt sich ein komplett anderes Ergebnis: die Anzeige ist nun äußerst scharf. Selbst auf maximaler Vergrößerung von Texten und Bildern sind keine Treppchenbildung oder einzelne Pixel zu erkennen. Wirklich störend sind die kleinen Pixel in der Standardansicht nicht und sie zeigen sich auch nur in weißen Bereichen. Wen das allerdings stört, der sollte ein entsprechend dunkles Farbschema in den Einstellungen auswählen. Ein Helligkeitssensor regelt die Beleuchtung auf Wunsch automatisch. Deaktiviert man diesen, kann die Anzeige in drei Stufen angepasst werden. Ein Annäherungssensor schaltet das Display ab, sobald das Gerät zum Telefonieren an das Ohr gehalten wird und der Lagesensor dreht die Anzeige ohne Verzögerung je nach Position des Displays. Da sich das Display nach einiger Zeit der Nichtbenutzung komplett ausschaltet, vermisst man eine Status-LED, welche im inaktiven Zustand über verpasste Anrufe, neue SMS oder E-Mails informiert. Das Lumia 800 verfügt über eine 8-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Licht. Die Optik wird von Carl Zeiss bereit gestellt. Gestartet wird die Kamera über die seitliche Taste. Die Kamera ist innerhalb von einer Sekunde einsatzbereit. Über die gesonderte Kamerataste wird diese auch ausgelöst. Wie bei einer normalen Fotokamera, verfügt der Auslöser über zwei Druckpunkte. Betätigt man den Auslöser leicht, wird das Motiv scharf gestellt. Drückt man ihn durch, wird das Bild aufgenommen. Bei der Aufnahme über den Auslöser wird jeweils das in der Mitte befindliche Motiv scharfgestellt. Alternativ kann auch über den Touchscreen ausgelöst werden. Dank Touchfokus tippt man den scharf zustellenden Bereich an und das Bild wird aufgenommen. Für das Speichern des Bildes braucht die Kamera lediglich eine Sekunde. Dem Nutzer stehen umfangreiche Einstellungen zur Verfügung:
Im Videomodus gibt es folgende Einstellungsmöglichkeiten:
Die Qualität der Bilder mit ausreichend Licht ist gut. Die Bilder sind scharf und weisen einen guten Kontrast auf. Lediglich die Sättigung ist ein wenig zu gering. Ein schwaches Bildrauschen ist zudem zu erkennen. Dennoch arbeitet die Rauschunterdrückung harmonisch und greift nicht zu stark sein, so dass auch Details sichtbar bleiben, ohne in einem Pixelmatsch zu enden. Die Videos in 720p und 30 Bilder pro Sekunde sind ebenfalls scharf und flüssig. Zwischen hellen und dunklen Bereichen vermag die Kamera schnell und sicher zu unterscheiden. Auch arbeitet der Autofokus sauber und zielsicher. Der Ton wird größtenteils klar und sauber aufgezeichnet. |
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Die Sprachqualität des Lumia 800 wurde im Vodafone-Netz getestet und bewegt sich auf sehr gutem Niveau. Egal ob im Fest- oder Mobilfunknetz, die Ausgabe der Stimme des Gesprächspartners ist klar und deutlich, ohne Verzerrungen oder Störgeräusche zu vernehmen. Auch man selbst wird vom Gegenüber sehr gut verstanden. Das Telefonieren über die integrierte Freisprecheinrichtung hinterlässt ebenso einen guten Eindruck. Die Ausgabe ist laut genug, um Telefonate in belebter Umgebung zu führen ohne zu verzerren oder zu übersteuern. Telefonate mit dem Headset sind sehr gut zu bewerkstelligen. Am Empfang gibt es nicht zu kritisieren.
Der 3,7-Zoll-Touchscreen mit kratzfestem Gorilla-Glas, löst mit 480 x 800 Pixel (WVGA) Pixel auf. Als Displaytechnik verwendet Nokia ein AMOLED-Display mit ‚Clear Black‘-Technologie. Letztere sorgt für eine Reduzierung von unerwünschten Reflexionen im Display. Dies wird durch einen speziellen Polarisationsfilter, welcher direkt im Touchscreen verbaut ist, erreicht. Damit erhöht sich nicht nur die Ablesbarkeit im Freien, sondern bringt zudem noch eine Erhöhung des Kontrasts und Sättigung mit sich. Da die Reflexionen reduziert werden, braucht die Hintergrundbeleuchtung nicht auf den höchsten Wert gestellt werden, was den Akku schont und die Laufzeit erhöht. In der Tat zeigt sich der positive Effekt der ‚Clear Black‘-Technologie unter freiem Himmel. Verglichen mit einem LCD-Display, lässt sich selbst bei starkem Sonnenschein mehr erkennen. Nur bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display ist es auch weiterhin nahezu unmöglich was zu erkennen. Allerdings reicht eine geringe Winkeländerung aus um dem zu entgehen.
Szene (Auto, Hintergrundbeleuchtung, Strand, Kerzenlicht, Makro, Nacht, Portrait, Schnee, Sport, Sonnenuntergang)

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