Test des Nokia 6700 classic

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 08.09.2009
Software Version: S40
Testversion mit Branding: nein
Test-Autor: WT dem Autor Feedback senden
 
Nokia 6700 classic

Die Classic-Reihe von Nokia stand bisher meistens für gute und praxisgerechte Modelle des finnischen Herstellers. Nokia hat mit dem neuen Modell 6700 classic ein Handy ins Rennen geschickt, das – klein, schlank und doch voller Features – um die Gunst der Käufer buhlen soll. Der Hersteller preist sein neues Produkt mit dem Werbespruch „The Essentials of Style“ an und verspricht neben „großartige Gespräche“ auch „schnelle Verbindungen“ und „brillante Fotos“. Auch die Business-Eigenschaften sowie die sonst ebenfalls sehr üppige Ausstattung in einem hochwertig verarbeiteten Gehäuse sollen ein breites Käuferspektrum überzeugen können. Kann das 6700 nur mit seinen “Essentials of Style” punkten oder sind unter dem eleganten Design auch „Essentials of Technics“? Ein ausführlicher Test hier bei inside-handy.de wird diese und weitere Fragen im Praxistest beantworten.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia 6700 classicDas Nokia 6700 classic wird in einer flachen grau-gelben Verpackung geliefert. Die Aufmachung des Kartons mit dem aufgedruckten Bild des Nokia 6700 ist wenig spektakulär. Das aufgedruckte Produktfoto zeigt die Farbvariante im hellgrauen Edelstahl, das Testgerät ist aber in der Farbvariante „black“. Die Verpackung wirkt für einen stylischen Star am Nokia-Himmel auf den ersten Blick eher schlicht und einfach gehalten. Der durchschnittliche Lieferumfang ist nicht mehr als gerade noch Standard für ein Gerät dieser Klasse. Neben dem Serien-Akku BL-6Q mit guten 970 mAh sowie einem kleinen Energiespar-Netzladeteil hat Nokia dem Gerät auch noch ein Stereo-Headset (einteilig, In-Ear), ein USB-Kabel (neue kurze Form mit 20 cm Länge) und eine 1-GB MicroSD-Speicherkarte ohne SD-Adapter beigelegt. Eine ausführliche Betriebsanleitung in Buchform rundet den Lieferumfang ab. Eine Daten-CD ist - wie sonst üblich - nicht Bestandteil des Lieferumfanges. Alles ist sauber verpackt in einer Innenschale in dem Karton untergebracht. Das 6700 classic ist gut sichtbar in einer separaten Innenkarton-Schale untergebracht und als Blickfang sofort beim Öffnen der Verpackung zu sehen.

Nokia 6700 classic
 

Verarbeitung & Handhabung

Nokia 6700 classic

Spontan beim ersten „Anfassen“ liegt das Nokia-Barren-Handy mit den abgerundeten Kanten des Monoblocks gut in der Hand. Auch Größe und Gewicht vermitteln einen „schlanken“ Ersteindruck, der sehr gefällig wirkt. Die Abmessungen von 109,8 x 45 x 11,2 mm lassen das 6700 als ernstzunehmenden Kandidaten für die „Slim“-Klasse zu. Das deutliche Gewicht von 113g hat das 6700 den verwendeten Edelstahl-Materialien zu verdanken, die sich hier deutlich auf der Waage bemerkbar machen. Trotzdem wirkt das Phone der Classic-Serie nicht übergewichtig, sondern behält seinen kompakten und handschmeichelnden Charakter.

Nokia 6700 classicDas glänzend schwarze Gesamt-Finish wird nur von dem alufarbenen Nav-Key-Ring und dem umlaufenden schmalen Gehäuserahmen im Aluglanz-Design aufgelockert. Leider führt diese Design-Wahl auch zu dem bekannten Nachteil, dass die glänzende schwarze Optik sehr anfällig auf Fingerabdrücke und generelle Verschmutzungen reagiert und das die teilweise starken Spiegelungen (Displayabdeckung) eine gute Erkennbarkeit manchmal erheblich beeinträchtigen. Die Rückseite des 6700 besteht größtenteils aus einem massiven Metalldeckel, der eine herausragende Stabilität gewährleistet. Nur das alufarben eingerahmte Objektiv der 5-Megapixel-Kamera mit einer kleinen Foto-LED im oberen Bereich der Gehäuse-Rückseite lockert die strenge dunkle Optik etwas auf. Neben dem Objektiv sieht man unter einer gitterförmigen kleinen Gehäuseöffnung die Membrane des Gerätelautsprechers.

Das Gehäuse vermittelt auch auf den zweiten Blick eine besonders hochwertige Verarbeitung – Spaltmaße, Tasten und sonstige Bedienelemente sind sauber und passgenau eingearbeitet. Auch durch etwas stärkeren Druck ist dem 6700er-Gehäuse kein Ton zu entlocken. Hier sitzt bis auf eine Ausnahme alles wie es sitzen muss: Die Displayabdeckung steht auf der linken Seite minimal etwas mehr vom Gehäuserand ab als auf der rechten Seite. Dies fällt nicht besonders auf, aber Ästheten dürften dies klar als einen vermeidbaren Verarbeitungsmangel werten. Das Einlegen der SIM-Karte mit dem Einsetzen des Akkus gestaltet sich einfach und ohne die Notwendigkeit eines zusätzlichen Werkzeuges. Die SIM-Karte wird in einem gut zugänglichen Kartenleser auf der Rückseite oberhalb des Akkus eingeschoben. Den Li-Polymer-Akku einsetzen, den Akkudeckel aus Metall aufschieben und das Handy ist bereit für einen ersten Start. Auch im betriebsbereiten Zustand wirkt das Barren-Phone überaus handlich und ansprechend. Der Metallrahmen des Gehäuses hinterlässt einen verlässlichen und stabilen Eindruck.

Nokia 6700 classicDer Speicherkartenleser für die MicroSD-Karte liegt direkt neben dem SIM-Kartenleser, ist aber bei entferntem Akkudeckel trotzdem leicht zugänglich, um auch die Speicherkarte im Betrieb direkt wechseln zu können. An der rechten Gehäuseseite sind eine sehr schmale Wipptaste für die Lautstärkeregelung während eines Gespräches und eine ebenso schmale und kleine Taste für die Kamerafunktion zu finden. Die beiden Tasten sind sehr schwer zu bedienen, da der Druckpunkt sehr undeutlich ist und durch die schmale Bauweise eine Bedienung nur mit dem Fingernagel erfolgversprechend ist.

An der unteren Gehäuseseite ist der Anschluss für den Micro-USB-Stecker des USB-Kabels und des Headsets zu finden. Die kleine Buchse ist frei zugänglich und nicht mit einer Gummilasche geschützt. Neben dem USB-Anschluss sitzt die kleine Buchse für das Netzladeteil; gleichzeitiges Laden und die Nutzung des Headsets sind damit möglich. An der linken und oberen Gehäuseseite sind keine weiteren Bedienelemente zu finden. Die Vorderseite des 6700 teilen sich optisch ein 2,2-Zoll-TFT-Bildschirm und eine 12er-Handytastatur in Folienbauweise. Oberhalb des Displays ist ein kleiner Umgebungslichtsensor für das Display zu erkennen. Das Display ist mit einer Kunststoffabdeckung geschützt. Zwischen dem Display und der Tastatur ist mittig ein 5-Wege-Nav-Key mit einer großen zentralen Bestätigungstaste zu finden und je links und rechts davon zwei Einzeltasten, die vollkommen in die Gehäusefront eingelassen sind. Diese Tasten sind ähnlich den Sensor-Tasten völlig plan in das Frontcover integriert und nur wegen einer deutlichen Beschriftung gut zu sehen. Alle Tasten sind mit einer dezenten und gleichmäßigen weißen Beleuchtung ausgestattet, die eine gute Erkennbarkeit auch bei dunkler Umgebung gewährleistet.

Die beiden Tasten links vom Nav-Key sind mit einer variabel belegbaren Programmausführung (oben) und der Rufannahmetaste (unten) belegt. Rechts vom Nav-Key befindet sich die zweite variabel belegbare Softmenütaste (oben) und darunter die Anruf-Beenden-Taste (unten). Letztere ist gleichzeitig auch die Ein-/Ausschalttaste des 6700. Unterhalb des Nav-Keys ist eine herkömmliche 12er-Tastatur mit ausreichend großen Tasten vorhanden, die als Folientastatur aufgebaut ist. Die einzelnen Tasten haben als Abgrenzung nur einen sehr schmalen, dünnen, horizontalen Steg, der die einzelnen Tastenreihen fühlbar voneinander trennt. Nur beim Blind-SMS-Tippen vermisst man eine deutliche Kennzeichnung der Ziffer 5. Die Beschriftung der Tastatur besteht aus dünnen weißen Buchstaben und Zahlen auf schwarzen Hintergrund, die teilweise eine eingeschränkte Ablesbarkeit bei Tages- und Sonnenlicht zur Folge hat, da der Tastenhintergrund bei bestimmten Blickwinkeln wie ein Spiegel wirkt.

Nokia 6700 classicDer Ring des Nav-Key hat eine wahlweise zuschaltbare Statusbeleuchtung, die bei verfügbarem Netzempfang dezent in einem langsamen Rhythmus blinkt und erst durch ein schnelleres Blinken auf unbeantwortete Anrufe beziehungsweise ungelesene Mitteilungen aufmerksam macht. Alle Tasten und der Nav-Key haben einen deutlich fühlbaren und guten Druckpunkt, mit Ausnahme der seitlichen Lautstärkewippe und der Kamerataste. Auch für größere Finger respektive Hände dürfte die Bedienbarkeit deshalb ohne größere Schwierigkeiten möglich sein. Der integrierte Vibrationsalarm kann wahlweise ohne oder mit Rufton eingestellt werden. Der Vibrationsalarm ist sehr deutlich zu spüren und kann durch seine „fühlbare Anrufsignalisierung“ auch den Praxistest bestehen.

 
 

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12.09.2011, 10:09 Uhr
Fibu [Gast]
Besitze das Handy seit 10 Monaten und bin insgesamt sehr zufrieden damit. Verarbeitung, Telefonie, Navigation, Tastatur, alles auf hohem Niveau und für mich sehr zufriedenstellend.
Zwei Dinge, die ich inzwischen vermisse: Erstens einen 3,5mm Klinke-Anschluss, denn gerne würde ich das Handy auch als mp3-Player benutzen, was allerdings nur mit dem N...[mehr]okiaheadset geht, weil das Handy nur einen MicroUSB-Anschluss hat. Mein zweiter Kritikpunkt ist das fehlende W-LAN. Für Internet ist das Handy eigentlich nicht gedacht, deswegen halte ich einen Datentarif für unnötig. Dementsprechend gehe ich auch nicht per GPRS ins Internet. Manchmal wünsche ich mir aber, ich könnte per W-LAN an einem offenen Hotspot online gehen. Einfach um mal ein paar neue Videos oder Musik aufs Handy zu bekommen, ohne einen PC zu benötigen. Oder um an der Uni vor der Vorlesung noch schnell ein bisschen zu surfen. Das geht leider nicht, was mir inzwischen doch etwas fehlt.

04.07.2011, 20:41 Uhr
DerTod [Gast]
ENDGEILES HANDY Muss ich echt sagen habe mir die special Chrome edition geholt einziger nachteil halt viele Fingerabdrücke sehr zufrieden mit handy bis auf Lautstärketasten an der seite
17.06.2011, 18:04 Uhr
[Gast]
Hallo...
kann mir jemand sagen, wie ich mit Nokia 6700 classic anonym anrufen kann ? Wie kann ich es einstellen ?
22.01.2011, 8:33 Uhr
[Gast]
Hab vorgestern das 6700 classic von Nokia erhalten. Gestern beim Update hat es sich aufgehängt und war tot. Klasse Service von Nokia, nach Anruf dort kam prommt der Rückholschein per e-Mail und das Händy ging auf Reise ins gelobte Nokialand.
02.09.2010, 14:52 Uhr
Klingeling
Hat jemand eine Ahnung wie man es beim Nokia 6700 classic hinkriegt das beim Lautlosstellen (längeres Drücken der # Taste) trotzdem noch der Vibrationsalarm funktioniert?
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