Test des Nokia 6650

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Test-Fazit

Einführung

Test-Datum: 15.09.2008
Software Version:
Testversion mit Branding: ja - T-Mobile
Test-Autor: CD dem Autor Feedback senden
 
Nokia 6650

Bei Nokia werden die Telefonbezeichnungen scheinbar wie bei abgelaufenen SIM-Karten behandelt: sie werden einfach neu verwendet. In dem Fall dürften sich einige über den Namen des neuen Smartphones von Nokia wundern. Sie vermuten hinter der Bezeichnung 6650 wahrscheinlich das alte Modell aus dem Jahr 2003. Weit gefehlt. Denn das "neue" 6650 von Nokia hat mit dem alten Modell allenfalls nur noch den Namen gemein. Und auch das stimmt nur halbwegs, denn zur Unterscheidung nennen die Finnen das neue Klappmodell "6650 fold". Der Rest ist wirklich anders. Diesmal handelt es sich um ein Klapphandy mit zwei Displays das für die Klientel der mobilen Multimedianutzer bestimmt ist. Darüber hinaus bietet es als Betriebsystem die Symbian-Software mit S60 3rd Edition.

Man darf also gespannt sein, ob sich die Neuauflage bewährt, wo Ihre Stärken aber auch Schwächen sind und, ob am Märchen über des Kaisers neue Kleider doch etwas dran ist. Dies erfahren Sie im folgenden Test des Nokia 6650 bei inside-handy.de.

Verpackung & Lieferumfang

Nokia 6650Ganz im Zeichen von T-Mobile strahlt das Päckchen des Nokia 6650 in zwei Farben - Schwarz und Pink. Das Schwarze stellt den Hintergrund dar, während das Pink in Formungen, die an tatooartige Tribal-Muster erinnern, die Oberfläche des Kartons zieren. Rechts unten - also am Ende der Schlangenlinie - ist das T-Mobile-Logo klein abgebildet. In der linken Ecke sieht man das zugeklappte Telefon in Silber mit den gleichen Linien auf dem Display, die schon auf dem Deckel zu sehen waren. Auf der Rückseite ist das Handy nochmals in den Farben Silber und Schwarz sowie eine kurze Beschreibung zum Modell.

Öffnet man die Klappe, so wird der Inhalt zusätzlich von einer weiteren Lasche mit Fortführung der Linien geschützt - sehr stylisch. Entfernt man die Lasche präsentiert sich das Zubehör. Im Lieferumfang befindet sich das Handy, ein 1500 mAh starker Akku mit einem Aluminium-Deckel. Des Weiteren findet man noch Ladegerät sowie ein Datenkabel für die Kommunikation zwischen Handy und Computer. Ein kabelgebundenes Headset zur handfreien Telefonie ist ebenfalls dabei. Neben einer Standard-Nokia-Anleitung, befinden sich noch Beilagen zu T-Mobiles "MyFaves" und eine Beschreibung von Nokia Maps in diversen Sprachen. Zusätzlich wurde noch eine MicroSD-Karte mit einer Kapazität von einem Gigabyte mitgeliefert.

Nokia 6650
 
Die inside-handy Wertung: 96%

Verarbeitung & Design

Nokia 6650
 

Das T-Mobile gebrandete Nokia Telefon verfügt auf der äußeren Seite der Klappen fast gänzlich über leicht schraffiertes Aluminium, das sich in der Hand sehr gut anfühlt. Auf der äußeren Vorderseite befindet sich oben eine etwas herausragende Kamera mit Blitzlicht, die von einem darunter liegendem Nokia-Schriftzug markiert ist.

Nokia 6650 Darunter sitzt das externe Display, das sich beim Benutzen des Telefons als ein Bildschirm mit drei Tasten erweist. Ganz unten darf der Schriftzug von T-Mobile natürlich auch nicht fehlen. Die Aluminiumteile werden von einem schwarzen matten Plastik abgelöst, das auch die Innenseite des Telefons ausfüllt. Öffnet man das Handy, zeigt sich oben das Hauptdisplay mit einem weiteren Nokia-Logo. In der Mitte trennt ein Scharnier den oberen Teil von der Steuerung des Handys. Diese zeigt sich beim 6650 als eine gut verarbeitete ebene Fläche, die aus einem Guss besteht. Die Tasten lassen sich in zwei Flächen unterteilen: Zum einen sind da die Steuerknöpfe: Da wären zwei Softkeys unterhalb des Bildschirm. In der mittleren Reihe eine Taste für den Wechsel zur Menü-Ansicht sowie eine Lösch-Taste. Die unterste Reihe formiert sich aus dem Gesprächsannahme- und Auflegenknopf. In der Mitte dieses Gebildes sitzt die Navigationstaste, die ein aus Aluminium gefertigtes Viereck mit abgerundeten Ecken darstellt. Der Bestätigungsknopf ist zur besseren Unterscheidung aus dem gleichen Plastik wie das Innere des Telefons. Der untere Teil des Telefons besteht aus einer standardmäßigen numerischen Tastatur, die vier Reihen á drei Tasten bietet. Ein interessantes Design zeigt sich in der Mitte der gesamten Tastatur. Ein langes an den Ecken abgerundetes Rechteck umgibt sowohl den Steuerknopf als auch die mittleren Buttons der numerischen Tastatur - schlicht kann eben doch hübsch sein.

Auf der hinteren Seite befindet sich der Aluminium-Akkudeckel mit dem Knopf zum Lösen des Verschlusses. Auf der sitzen auf der oberen Klappe die Lautstärkeregler sowie der Auslöser für die Kamera, der beim Öffnen des Telefons gerne ungewollt auch die Kamerafunktion aktiviert. Die untere Klappe birgt einen USB-Anschluss. linken Seite des TelefonsRechts findet man ebenfalls auf der unteren Klappe den Steckplatz für die MicroSD-Karte und die Anschlüsse für Kopfhörer und das Ladekabel. Alle Steckplätze und Anschlüsse sind mit festsitzenden Blenden versehen. Diese sind so gut an das Design angepasst, dass sie kaum auffallen, was auch für ihren festen Halt spricht. Ein weiterer Eye-Catcher präsentiert sich, während man das Telefon öffnet, dann bilden die beiden Aluminium-Teile von Außen betrachtet eine Fläche, die wie eine Einheit aussieht. Durch das ineinander verlaufende Design wirkt das Handy sehr robust und das Material verleiht auch einen hochwertigen haptischen Eindruck, der dem Telefon einen sportlichen Look verleiht. Bei genauer Betrachtung sieht man auch erst die Spalten des Telefons, die bei diesem Modell sehr klein ausgefallen sind. Somit dürfte Staub, Feuchtigkeit oder Schmutz kaum eine Chance haben, ins Innere einzudringen.

Nokia 6650

Von der Stabilität her kann man dem Handy also viel zumuten, lediglich die Aluminium-Schale dürfte frühzeitig unter Kratzern leiden. Externe Elemente, wie das Lade- oder USB-Kabel und Headset, sitzen sicher in Ihren Steckplätzen verankert und sind vor dem Herauslösen gesichert. Sonstige entfernbaren Teile des Nokia 6650 sitzen ebenfalls fest. Zumal sie sich alle unter dem Akkudeckel befinden oder - im Falle der MicroSD-Karte - eingerastet Halt haben. Trotz des festen Aufbaus ist das Entfernen jeglicher Teile kein Problem. Die numerischen Tasten bestehen aus einem Guss und sind durch die Einkerbung der Ziffern und Buchstaben gut zu fühlen. Beim Tippen, muss man allerdings doch öfter hinschauen, um die Orientierung zu behalten. Für ein Tippen der Nachrichten ohne Sichtkontakt reicht es aber leider nicht. Gefühlt erweckt die Tastatur fast den Eindruck eines Touchscreen - wenn man von den rauen Vertiefungen der Ziffern absieht. Für diesen Umstand ist der Druckpunkt der Knöpfe doch recht gut ausgefallen. Ähnlich sieht es beim Navigationsknopf aus, der wie ein abgerundetes Aluminium-Rechteck ausschaut.

Nokia 6650Damit lassen sich sämtliche Funktionen und Einstellungen einfach und präzise ansteuern. Der Vibrationsalarm wirkt mittelmäßig stark und kann in der Hosentasche unbemerkt bleiben. Ebenso verhält es sich mit Handtaschen oder Rucksäcken -dort dürfte es der Finne der zweiten Generation noch schwerer haben, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

 
Die inside-handy Wertung: 88%
 
 

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