Um die Akkuabdeckung des Nokia 6600 fold zu öffnen, sollte der kluge Benutzer zunächst einmal einen Blick in die Bedienungsanleitung werden. Diese lässt sich nämlich nicht, wie bei den meisten Klapphandys, am unteren, sondern am oberen Rand lösen. Ist man erstmal auf diesen Kniff gekommen, hat man den Akku auch schnell von seiner Abdeckung befreit, die in einem Guss die Rückseite des Handys darstellt. Der Akku lässt sich leicht aus dem Handy entfernen und auch wieder einsetzen. Darunter, wie von Nokia gewohnt, befindet sich der Platz für die Simkarte unter einer Metallhalterung, die an der Handyseite einrastet. Direkt daneben ist auch der Einschub für die MicroSD Karte. Was der Hersteller mit „raffiniert“ meint, fällt einem spätestens beim ersten Betrachten des 6600 fold auf. Im Test kam das Klapphandy in der Farbe „Plum“ zum Einsatz, dessen Oberseite, fast wie bei manchen Autolacken, ölig von silber bis dunkelviolett schimmert. Über dem versteckten OLED-Außendisplay prangt in einer silbernen Einfassung das Nokia-Logo und darunter eine hell in Intervallen blinkende Status-LED. Nicht ganz so spektakulär ist die Rückseite des Folders geraten, die schlichtes Schwarz mit einem silbernen breiten Streifen vereint, der das Nokia-Label trägt und die Kameralinse mit LED-Lichtern einfasst. Die Seitenteile machen, dank des gebürsteten matten Metalls, einen edlen Eindruck. An der linken Oberseite befindet sich der Eingang für das mitgelieferte Headset. Seitlich rechts ist der winzig kleine Steckplatz für das Netzteil und darunter eine Taste zum Öffnen des Klapphandys. Drückt man darauf, schwenkt das Oberteil des Mobiltelefons schnell auf und gibt den Blick auf ein großes Farbdisplay und die Tastatur frei.
Dieser Mechanismus funktioniert jedoch nur bei eingschaltetem Handy, da der Magnetverschluss ansonsten nicht entriegelt wird, so dass das Handy per Hand aufgeklappt werden muss. Über dem Display sind die zweite Kameralinse für Selbstaufnahmen sowie der Lautsprecher mit einer schillernden Abdeckung zu sehen. Unter dem Display befindet sich das Tastaturfeld und darunter das Mikrofon. Fasst man das Handy etwas fester an, so wird schnell deutlich, dass die Rückseite aus Plastik besteht: Die Akkuabeckung sitzt nicht sonderlich fest in ihrer Verankerung und lässt sich ein leichtes Knarzen entlocken. Die Spaltmaße sind hier nicht optimal gelungen und machen das Telefoninnere zu einem guten Angriffspunkt für Staub. Die Steckplätze für Netzteil und Headset haben keine Abdeckung, so dass auch diese nicht gegen das Eindringen von Schmutz geschützt sind. Auch hat das Oberteil des Handys im zusammengeklappten Zustand etwas Spiel in der Scharniereinfassung. Die Oberseite und Seitenteile des 6600 machen jedoch einen sehr wertigen und stabilen Eindruck und fühlen sich gut an. Der Abstand zwischen Unter- und Oberteil hätte zum besseren Schutz von Display und Tastatur enger sein können. Headset und Netzteil sind sich gut mit dem Telefon zu verbinden, lassen sich jedoch leicht hin- und herbewegen, so dass es auf die Dauer schnell einmal zu Wackelkontakten kommen kann.
Unter dem Innendisplay befindet sich mittig die Navigationstaste, links und rechts daneben jeweils eine Auswahltaste, und darunter links die Anruftaste und rechts die Beendigen- Ein-/Aus-Taste. Das Tastaturfeld ist glänzend gehalten, nur die Navigationstaste und die untereinander liegenden Tasten 2, 5, 8, und 0 sind matt. Die Nummerntasten wurden in klassischen Dreierreihen angeordnet. Sie sind schön groß und dank der unterschiedlichen Oberfläche auch gut voneinander abzugrenzen, wenn man einmal nicht hinschaut und auf die schnelle „blind“ eine SMS tippen will. Sie haben einen guten und gleichmäßigen Druckpunkt. Jeder Druck wird mit einem satten „Klack“ quittiert. Mit der Navigationstaste kann man leicht und präzise durch das Menü navigieren. In ihrer Mitte liegt der Bestätigungsbutton. Auch er ist groß genug, um ihn genau zu treffen, ohne auf die „Oben/Unten/Links/Rechts-Tasten“ zu kommen. Sehr positiv zu erwähnen ist der Vibrationsalarm des Nokia 6600 fold. Er ist deutlich auch in der Hosen- oder Hemdentasche zu spüren, dabei aber so leise, dass er auch in einer ruhigen Umgebung nicht stört.
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